Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 4/5 - April/Mai (4.1922)
- Date
- 1922-04-01
- Page
- Seite 56 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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I wie ekgerade aus dieser Lehre heraus seine Glaubensgenossen auffordert, daß sie sich picht zu hohen Stellungen hervordrängen sollen, bevor sie sich nicht in kleineren Kreisen bewährt haben. Aus Anlaß des bevorstehenden Passahfestes 'bringt! Br. Großpräsident eine Predigt Joels in Erinnerung, betreffend die Erlösung, mit der er in wahrhaft prophetischer Art seine Glaubensgenossen über die Unbilden der Zeit tröstet, über <Jas. Unrecht, das man ihnen angetan, und wie er in. ihnen die Hoffnung stärkt, auf die Erfüllung der messianischen Verheißungen. Diese [Lehren, die uns als Mahnstimmen eines bedeutenden Menschen aus dem Grabe herijlbertönen, sollen wir nutzen und im Sinn dieser Gedanken das Andenken Manuel Joels allzeit ehren. — Mit diesem Wunsche heißt der höchste Beamte die neuen . Brüder in unserem Oirden willkommen. j * Der tief empfundenen Rede des hochw. O|roßpräsidenten folgt die Zeichenerklärung durch Br. Mentor Oumpert von derLessing-Loge.; Die Wahl des Beamtenkörpers hat folgendes Ergebnis: Präsident: San.-Rat Dr. Wilhelm Gross, Vizepräsident: Justizrat Dr. W o I f-f, prot.Sekretär: Zahnarzt Dr. Hugo Schachtel, Marschall: Hans G a 1 e w s k y, I Schatzmeister: Sigismund Goldschmidt, Finanzsekretär: Jacob Königsfeld, Wächter: Sally Nelken. Zum Mentor ernennt Br. Großpräs. der| Br- S.-R. Dr. Staub. - i Mit der Installation der Beamten betraut, nimmt nunmehr Br. Rabb. Dr. Lazarus ivon der Frankfurt-Loge das Wort. Zunächst sin<l es persönliche Erinnerungen an Manuel Joel, die er auf Grund von familiären Beziehungen lebendig gestaltet, um sich dann auch einer Würdigung Joels züzuwenden, den er als eine Synthese Von Lessing und Graetz bezeichnet. Im Geiste Jjoelscher Ideale verweist Br. Lazarus die Beamten auf die Pflichten ihrer Aemter, sie zu treuer' Erfüllung ermahnend. j Nach der Uebergabe des Freibriefes und [des Hammers an den w, Präsidenten Br. Gross folgen die Gratulationen. Für. die w. Lessing-Loge spricht ihr Präsident Br. Dr. Lewkowi.tz, der den Eintritt Joels in die Lessing-Loge (als eine bedeutsame Tat bezeichnet, da die Anerkennung unseres Ordens Tn jenen Tagen n|)ch keine allgemeine gewesen sei, und wünscht der neuen Loge in dem Zusammenwirken mit den alten Breslauer Logen reichen Erfolg. — Br. Präsident Dr. Tarnowski überbringt die Glückwünsche der w. Heinrich Graetz-Loge, indem er ebenfalls ein brüderliches Zusammenarbe ten aller Breslauer Logen betont. Im Namen d;r sechs Berliner Logen spricht Br. Theodor Stern, Präsidept der Spinoza-Loge, und erinnert an die stets herzlichen Beziehungen zwischen den Berliner und fereslauer Logen. Für die jetzt in Polen gelegenen Logen spricht der Verfasser dieser Zeilen, Br. Margoles, Präsklent der Raphael Kosch-Loge, Lissa. Von dem Gedanken ausgehend, daß wir dort am schönsten s :henken, insbesondere geistig, wo wir fordern, \erbindet der Redner seine Wünsche mit “zwei Postulaten. Indem er eine kurze Entwicklungsgesetz :hte der Logenverhältnisse in Polen in den letzten zwei Jahren gibt, meldet er gleichzeitig dem Er. Groß- .Präsidenten, daß in absehbarer Zeit eine Organisation eines neuen Logenzentrums in Polen zur Tat, werden wird, wozu er die wirkungsvolle Unterstützung der Großloge erbittet. Im Anschluß daran wünscht er, daß es der Manuel Joel-Loge mö|glich sein möge, recht schnell in den Gejst unserer Ideale sich so einzulet en, daß sie zur Mitarbeit an den polnischer Logen fähig sei. Die zweite Forderung verknüpft der Redner, dessen Loge ca. 14 Brüder an die n$ue Loge abgegeben hat, mit dem Wunsche, daß es ihr gelingen möge, den vertriebenen Brüdern aus dem Osten die geistige Heimat'zu ersetzen. Die [Wünsche des Br. Expräs. Schmidt- " Beuthep für den Oberschlesischen Logenverband gehen Clahin, daß es nicht nötig werden möge, daß die) neue Loge auch den Brüdern aUs Oberschlesien Unterkunft bieten müßte, sondern daß diesen die Heimat erhalten bleibe. Im 1 Namen des Sächsischen Lcgenverbandes überbringt Br. Pelz herzliche Glückwünsche. Hierrauf ergreift der w. Präsident der neuen Loge das Wort zu seiner Programmrede. Er verleiht dem Gedanken Ausdruck, daß die Logen in der Hauptsache - der Veredlung der sittlichen Persönlichkeit ihrer Mitglieder zu dienen hätten, und daß es das Bestreben des Präsidenten sein müßte, in diesem Sinne in jedem Bruder den Menschen zu 56