Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 3 - März (3.1922)
- Date
- 1922-03-01
- Page
- Seite 45 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachdem die allverehrte 1. Vorsitzende, Frau Dr. Eschelbacher-Berlin, das Wollen und Wirken des Verbandes auseinandergesetzf hatte, das in der Pflicht gipfelt, den angeschlossenen Vereinen Nahrung, Kraft und Richtung zu geben und den Schwestervereinen das zu sein, was die OroBloge den Logen ist, erstattet Frau Schlesinger-Frankfurt a. M. den Tätigkeitsbericht der Zentral- und Auskunftsstelle. Nach Rückblick auf die letzte Verbandstagung im November 1920 in Berlin, wo die Frauenfrage im Mittelpunkt des Interesses stand, teilt sie mit, daß der Verband seit 1912 von 19 auf 43 angeschlossene Vereine angewachsen ist. Zu erfolgreicher Verbandsarbeit ist der Anschluß \aller Vereine erforderlich Nach Verlesung des Protokolls und des Kassenberichtes wird über die Höhe der Vereinsbeiträge verhandelt. (Siehe Anhang Nr. 1.) Die Delegiertenberichte über die Tätigkeit ihrer Vereine zeigen ein erfreuliches Bild zielbewußter sozialer Tätigkeit. Neben den Chanukähbescherungen, die viele Vereine veranstalten, neben sozialer Fürsorge in Einzelfällen, sozialer Fürsorge für Gruppen ist eine Erweiterung und Vertiefung aller sozialen Arbeit ersichtlich wie sie z. B. in der Angliederung des Entbindungsheims an das Mütter- und Säuglingsheim in Berlin, in der Erweiterung der Jugendfürsorge in Dresden, jn der Arbeit für Ferienkolonien — vorbildlich Stuttgart — in der Mitarbeit für das Arbeiterfürsorgeamt u. a. m. zum Ausdruck kommt. Frau Jaretzjki-Berlin hält es in ihren Ausführungen "über »Taktik in unseren Forderungen« für ratsam, daß wir getrennt von den Brüdern arbeiten und offen anerkennen, .daß wir nicht danach streben, gleichberechtigt in die Loge aufgenommen zu werden, während in der anschließenden' Diskussion gerade die Zusammenarbeit mit den Brüdern als das erstrebenswerte Ziel und als das charakteristische Merkmal der Logenfrauenvereinigungen bezeichnet wird. Frau Jaretzki wünscht auch ein Ritual in den•' Frauenvereinigungen. < Der Vortrag der sächsischen Landtag s a b g eo rd n e te n Frau Julie Salinger-Dresden: »Die Frau imStaat- und in der Gemeinde« zeigt in eingehender, fesselnder Weise die Notwendigkeit der Mitarbeit der Frauen im Staat und in der Qemeinde, wobei das Wohl der Gesamtheit über den speziellen Fraueninteressen stehen muß, Wobei aber auch spezielle Fraueninteressen wirksam vertreten werden müsseiji. Ein gemütlicher Tee^n der Fraterriitas-Loge bildete den Abschluß des ersten Ifages,: „... Am zweiten Tage setzte zunächst f r a u Eva S t e i n - D r^e s d e n in ihrem Rfeferat »Heimabende für die Jugend «;rvon ihrem Berichte über das Mädchenheim in Dresden ausgehend, die Notwendigkeit vön Jugendheimen auseinander. Dann folgte der Antrag von Frau Schwarz * Berlin, betreffend die Fürsorge T ü r erholungsbedürft fge Sch west er n. Sie begründet den Antrag mit der Schwere der Zeit, die auch viele Logenangehörige s&iw.er getroffen hat, und bezeichnet es als unsere heiligste Pflicht, erholungsbedürftigen Schwestern zur Aufrichtung und Festigung ihrer Gesundheit zu verhelfen. - . Die Arbeit soll als Verband’sarbeit mit gemeinsamem Fond aufgenommen werden^,. nur wird den Berliner Vereinigungen die Berechtigung zugesprochen, außerdem mit Sondermitteln für j Berlin zu arbeiten. Als festgesetzte Grundlage ' für den Fond wird ein Mindestbeitrag von jährlich Mk. 100 durch jeden Verein gefordert.* Lieber den Austausch von. S.öhnen j und Töchtern von Logen an geh ö rigen I und Schaffung geeigneter Organisationen spricht j Frau S c h 1 e s i n g e r - F r a n k f'ü r.t a. M. I Sie berichtet von der (Zustimmung, die ihr Gej danke gefunden, beklagt sich aber. über den I Mangel an tätiger Mitarbeit, der einen nennens-.l werten Erfolg unmöglich machte, obgleich es | Frau S. an mühevoller Arbeit nicht fehlen ließ. I (Sie legte z. B. 52 Akten an.) In der Diskussion I ist besonders bemerkenswert die Anregung} eines Ringaustausches, die von Han-J noverl ausgeht, sowie die Ausdehnung de^ Aus-l tausches beispielsweise auf Logenkinder und für} Ferienaufenthalte, ferner die Uebernahme 'der! Austausch Vermittlung durch Vertrauens-}, sdhwestern an den verschiedenen .Orten,}- die Benutzung des Großlogenblattes im Interesse}' der Austauscharbeit, über welche noch ein be4* sonderer Artikel erscheinen soll. ' /■■ I Wie bei der letzten Verbandstagung in Berlin' die Frauenfrage im Mittelpunkt des . Interesses“ 45