Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1922-03-01 · Nr. 3 - März (3.1922) · p. Seite 33

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 3 - März (3.1922)
Date
1922-03-01
Page
Seite 33 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/6727475-6029110-6074520--0163-4866856
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

(gin^EtragenBr ©Brein. «Igenei fperlag ötr ®ropgt. $nrcan: 83'62 fl£t|Ifo:a||r 12. ®elfji|joii: %iü fittgora 4619. Uoffn®E*feoirto: ferlta 16$33. »atfiDrmft fämtlidicr SrtUtel aus btstcn KttttUungrn Verboten. Inhalt rJfidUche Knltnr ln Deutschland. — Aut dem Büro der OtoBloge. — Aus den Logen des VIII. Distrikts. — Ans Amerika! BAcler tchsn_Aus dem Verbände der Frauenvercinigungen der U. O. B. B. Logen. — Austausch von Sahnen und Töchtern ans Logen kreiset. — Beiblatt. , ‘ : I Jüdische Kultur in Deutschland. Am Mittwoch, den 15. Februar 1922, hatten <Jie 6 Berliner Logen die Brüder aller Berliner Logen und deren Frauen in den Logentempel eingeladen, um den von der Qroßloge ins Leben gerufenen Kulturfond (Notstandsfond für die jüdische Wissenschaft und Kultur) durch ein gemeinsames tatkräftiges Vorgehen zu fördern. Der Präsident der Timendorfer Jubiläumsloge Br. Paul Ooldschmidt eröffnete die Sitzung und erteilte nach kurzen einleitenden Worten zunächst dem Vertreter der Qroßloge Br. Groß-Sekretär Dr. Alfred Goldschmidt das Wort. Dieser führte nach der Begrüßung des Vortragenden und der anwesenden Zuhörer etwa folgendes aus: „DieGroßloge hat dieFührung bei einer Aktion übernommen, die groß und schön, aber mehr noch als das — notwendig ist, denn es geht um nicht mehr und nicht minder als um die geistige Existenz des Judentums. Man sieht auf uns in diesem Augenblick, in diesen Saal. Neunzig uns angeschlossene Logen des deutschen Distriktes schauen fragend: Was tut Berlin? Sie wissen, liebe Schwestern und Brüder, man schimpft gern auf'Berlin und die Berliner. Sie lächeln darüber, aber ich füge hinzu: Es gibt kaum eine Logenveranstaltung in Deutschland, bei der nicht die Frage aufgeworfen wird: Wird Berlin vertreten sein? Darauf dür en Sie stolz sein. Denn das will sagen: man erwartet, daß Berlin in Erscheinung fri t, und nicht nur das, man erwartet, daß is vorangeht. Es gibt iein wunderschöi es Wort Romain Rollands, dieses v^upderba en Menschen: „Nicht sie nenpe i.ch H el.den, die durch den Gedanken pder die Kraft jesiegt haben, sie, s i e a 11 e i n s i n-d e s, iie kraft ihres Herzens groß wären“. Li be Schwestern und Brüder! i Heute wollen - vir kraft der Gedanken des Herzeis siegen. . t Darum sollen Sie, w. Anwesende, Ihre Her :en öffnen und Gaben entströmen lassen, diedreifachen Wert in sich tragen, wenn sieimstai ide sind, nach außen anspornend^ hinreißend zu wirken. Darum muß das* Ergebnis des heutigen AbendjS nicht nur eine Erkenntnis sein, sondern e i ttt? T at. solcher E r ke n n t n i s * und solch Tat hängt das Schicksal der jüdischen Instit ite, aber auch das Ansehen der deutschen Großh ge, der deutschen Logen, ja die Stellung-des deutsc len Judentums in der Welt ab.; Darum wünsche ich dem verehrten Redner des , heutigen Abe ids und Ihnen allen bestes Gelingen.“ - 33 - Yorr* e r

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.