Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1922)
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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— auch för die Jugend — wird die Stärkung der inneren Werte und damit eine Frucht fürs ganze Leben sein. Wir werden — als Orden — unseren Weg gehen — trotz aller Verleumdung. Inmitten einer gehässigen Umwelt aber ist es ein gewisser Trost, auch einmal einen Blick auf Gemeinschaften zu werfen, die außerhalb unseres Kreises trotz Hohn und Spott und Verleumdung, teils gegen die Oewalt des Gesetzes, teils gegen die herrschende Sitte den Weg der Menschenliebe und der praktischen Betätigung des Menschenherzens mit körperlichem und moralischem Mute gegangen sind: das sind, ich greife zwei heraus, die Quäker und — man lächele nicht—die Heilsarmee des Generals Booth. Die Quäker verfügen über eine 300 jährige Kultur. Sie leben in England und — zahlreicher — in Amerika. Sie lehnen den Kriegsdienst ab. In England haben sie sich geeinigt, bei ihrer Ablehnung sich nicht als Quäker zu erkennen zu geben, um die volle Strafe des Gesetzes für die Weigerung des Kriegsdienstes auf sich zu nehmen. In Amerika haben sie sich erboten, i _ die gefahrvolle Arbeit auf den Minensuchbootei r auszuführen, um zu erweisen,! daß nicht Mange an persönlichem Mute Motiv ihres Handelns isj. Ihre Wohlfahrtsspeisungen in Deutschland uii<l, Oesterreich sind rühmlich bekannt. Die Heilsarmee, die in allen Kulturländer i ohne jede Kirchenverhetzung praktische Nächster - liebe betreibt und für Tausende sonst Verkort - mener Hilfe und Rettung gewesen ist, ist durc» Lächeln, Spott und Achselzucken gpschritte *' und hat getan, was andere» unterlasset! .habet. Die Mitglieder des Bundes derrQuäker uni der Heilsarmee haben nie nach äußerem Glanze und äußerer Anerkennung 'gestrebt, clagegei , tragen sie die unsichtbare Krone, des wahre 1 Menschentums. Wir Mitglieder des Ordeni Bne Briss wolle i durch den Haß dieser Zeit gjehen, ohne uns ai ihm zu beteiligen, wir wollen die Verleumdung, di e uns so reichlich entgegengeoracht wird, nur z j einem benutzen: uns über sie zu erheben und ui -. beirrt den Weg fortzusetzen, den „Wohltätigke t, Bruderliebe und Eintracht“ zu gehen uns gebietei i. Installation der Jesaja-Loge, München. ' Von Br. Expr. Adolf BI u m e n f e I d-Berlin. T . In dem Siegeszug, den unser gel. Orden besonders in der letzten Zeit gerade in unserem VIII. Distrikt durchlebt, darf der 30. Oktober 1921, an dem in München die 2. Arbeitsstätte errichtet werden konnte, als ein um so freudigeres Ereignis begrüßt werden, je größere Schwierigkeiten sich zunächst der Verwirklichung dieses Oedankens entgegenzustellen schienen. Aber dank der hingebungsvollen Treue und Liebe zum Ordensgedanken und der selbstlosen Mitarbeit aller beteiligten Faktoren wurden alle diese Schwierigkeiten in brüderlichster Weise beseitigt, so daß die F^ier, die am 30. Okt. 1921 im Festsaal des Hotels „Bayerischer Hof“ stattfand, einen überaus stimmungsvollen, harmonischen Verlauf nehmen konnte: Nachmittags ,3V* Uhr versammelten sich die 53 neuen Petenten und Charter-Mitglieder der w. Münchener Loge in Anwesenheit einer überaus großen Zahl Münchener und auswärtiger Brüder um den hochw, Proßpräsidenten, der es sich nicht hatte nehmen lassen, difc feierlid e Installation der neuen Jesaja-Loge seibst vo zunehmen.! ■ . Br. Großpräs. gab zunächst seiner Freude Au 5druck, daß es der Oroßloge um so leichter g;- worden sei, den von den I Petenten gewählt« :n Namen Jesaja-Loge zu genehmigen, als sich die »e Wahl mit einer früheren Anregung des G. i c, statt der öfters gewählten, neutrale** Orts-e c. Namen — Namen aus def großen jüdisch :n Geschichte zu nehmen, im fpnklang befindet. In einer großangelegten1 und — wie h er gleich festgestellt sei — tiefen Eindruck herv< rrufenden und von spontanem, herzlichem Beif ill begleiteten Rede führte der Redner den Zuhöre m die Grundsätze, Lehren und ethischen F« «rderungen, die Jesaja aufstellte und vertreten hatte, vor und wies im einzielnen nach, wie die Ideen, die wir im U.O.B.B. auszuführen und zu verbreiten uns verpflichten; und. bestreben, in voller Uebereinstimmung mit den großen, w« it-