Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1921
- Issue
- Nr. 9/10 - September (9.1921)
- Date
- 1921-09-01
- Page
- Seite 73 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Frequenz. Im Berichtsjahre befanden sich in der Anstalt: Am l.Apüll920:26 Knab. u. 18 Mädch.-44 Zögl; Eingetreten ,! pro 920 21': 5 - 9 53 Zögl, zusammen: 31 Knab. u. 22 Mädch. Ausgetreten pro 1920/21: 5 „ „• 4 ,{ 9 „ . Somit verbleiben 31. 3. 21: 26 Knab. u. 18 Mädch. 44 Zögl. Zur Zeit werden in der Anstalt unterrichtet, verpflegt und erzogen 29 Knaben und 20 Mädchen, zusammen 49 Zöglinge. Heimat der Zöglinge. Der Heimat nach verteilen sich die Kinder wie folgt: aus Groß-Berlin 23, aus dem übrigen Preußen 14, aus Bayern .4, aus Baden 1, aus Hessen-Darmstadi 1, aus Oldenburg 1, aus Thüringen 1, aus Hamburg 1, aus Deutsch-Oesterreich 1, aus Polen 1, aus Aegypten 1. Entlassung. Von den zur Entlassung gekommenen 5 Knaben werden 2 im elterlichen Hause beschäftigt, *1 Knabe ist als landwirtschaftlicher Arbeiter tätig und 2 Knaben wurden ins Elternhaus zurückgeholt, davon war der eine aus Elsaß-Lothringen. 2 von den zur Entlassung gekommenen 4 Mädchen betätigen sich als Hausmädchen, 1 Mädchen hilft der Mutter in der Wirtschaft und das vierte Mädchen' ist als gut gefördert aus der Anstalt geholt worden, um t die Hilfsschule zu besuchen. Durch* diese Erfolge wird aufs neue bewiesen, daß unser Hauptbehtreben, neben dem eigentlichen Schulunterricht durch Uebung der mai nuellen Geschicklichkeit dem Mangel an geistigen; Fähigkeiten so weit als möglich abzuhelfen, nicht fruchtlos ist. ( , Unterricht und Handarbeit. , Es erhalten die Kinder Unterricht in allen Schulfä hern einschließlich des Unterrichts im Hebräischen und in der Religionslehre, sowie Unterweisung in der Handfertigkeit, ihrer Veranlagung und Befähigung entsprechend sind sie in 4 Klassen mit je 11 Zöglingen eingeteilt. Die^ noch verbleibenden 5 Zöglinge sind Nichtschüler und werden in Haus, Hof und Garten mit nützlichen Arbeiten beschäftigt. Zu dem planmäßigen Unten icht durch zwei Hand Webermeister in der Buchbinderei, Schneiderei und im Gartenbau ist neuerdings noch ein Industrieunternehmen, das Anfertigen von Wäscheleinen, hinzugekommen. In der Buchbinderei werden die für den Unter rieht notwendigen Schreibhefte von den Kindern selbst hergestellt und in der Schneiderei die Kinder in den Stand gesetzt; Kleicferreparaturen selbst auszuführen. ..« Innerer Betrieb. . Dank der Zuweisung von amerikanischen Lebensinftteln durch die .-^Zentralstelle für rituelle Lebensmittel" waren wir stets in -der/Zage, unsere Verpfle '.ung reichlich zu gestalten. . Wir efhielterj u.a. Pökelfleisch, kondensierte Milch, OeT;ßohnen auch vom „Roten. Kreuz" erhielt, die „Wilhelm- August; - Viktoria - Stiftung" eine Liebesgaben sendun j von 10 Kisten kondensierter Milch Wir mc chten es nicht unterlassen,;auch an dieser Stelle cen Spendern und Vermittlern .dieser Zu Wendungen herzlichsten Dank abzustatten. Nur aber haben die«e Überweisungen auf gehört, und wir werden ihr Ausbleiben im laufen den Etat an der Steigerung und Vermehrung ahei Ausgaben in beträchtlicher Weise zu fühlen be kommei. -i , . v'.'. Einen außerordentlich hohen Elatsposteh veT schling die Heizung. Die Kosten für Brenn materia sind ins Ungeheuerliche gewachsen.. Sil: betragen ein Geringes weniger als der*.gesamt: Friedensetat an Ausgaben beanspruchte DieiVerpflegungskoslen sind gegen 1915 um 570 % gestiegen, die Ausgaben für Heizung, und Beleuchtung um 1300%. Au ß| erordentliche Zus c h ü s s sind darum notwendig, um unse\r Anstalt vor (fem Z u § am m^ n b ru c ji zu; bewahren. Neuanschaffungen und Reparaturen wurdeh während des Krieges und auch nachher nacl Möglichkeit eingeschränkt oder, ganz zurüclgestelltl; nun alier werden sie dringlich unp unaufschiebbar und erfördern riesige Kosten Sabbate und festliche Veranstaltungen. Die Anstalt wird im wahrhaft jüdischen Geisje geleiten, und die Kinder werden so zu guten Juden erzogen. Sabbate und Festtage werden in würdiger altjüdischer Weise gefeiert. An den gottesdienstlichen Veranstaltungen in der Ansta t nehmen auch die Gemeindemitglieder, aus Beeli z teil, urjd so wirkt die Anstaltbefruchtend' ür — T3 —