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Der Orden Bne Briss · 1921-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August (7.1921) · p. Seite 49

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1921
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August (7.1921)
Date
1921-07-01
Page
Seite 49 (sequence 1)
Language
German
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Berlin, JoJi-Aagust 1921. flir ^<t!öSt>ian^\ (Singettragener verein. fipratr UtrloB ött «rollßgf. Jirwa: SD 62 PtßfUk 12. Kflfptjon: JLit p^oni 4619. J)o8rdjti»rurntn: Irilti 16333. Hatfibru* fSmfItrfier »rfiftrt aus Htcjcn HltfirUunßcn »erboten. a.<ft&$3 Inhalt: Oedanfcrn bei der Lektüre von „Kajrserllng, Reisetagebuch eines Philosophen". — 136. Orden Bae Bris» und die urtisonHische Freue. — Oedlchtnlsbuch. Oeneralko nitee-Sitzung vom 22. Mal MBK —. I *r Gedanken bei der Lektüre von „Kayserling, Reisetagebuct eines Philosophen .« Von Br. Rabbiner Dr. Diene mann-Offenbach. Graf Hermann Kayserling, ein Balte, der jetzt in Darmstadt ansässig ist, hat jüngst das oben genannte Buch geschrieben, das im Augenblick zu den gelesensten Büchern gehört; und wenn iiier von ihm geredet wird, so geschieht es in der Hauptsache deshalb, weil ein Jude, der es liest, seine besonderen Oedanken dabei haben muß. Auch an und für sich verlohnt es sich, an dieser Stelle ein Wort darüber zu sagen; denn wenn es die Aufgabe der Loge ist, ihre Mitglieder nach jeder Richtung hin geistig fortzubilden, die im Erwerbsleben und harter Arbeitsfron Stehenden dazu zu bringen, daß sie nicht im Alltag aufgehen, sondern, sich über letzte Fragen Oedanken machen, dann darf wohl, in den Logenblättern von diesem Buche gesprochen werden. Denn es ist ein tiefernstes und religiöses. Die Schilderung einer Reise um die Welt, von Eindrücken in Indien, in China und Japan, in Amerika, aber keine Reiseschilderung gewöhnlicher Art mit Aufzählung von Erlebnissen, und was an Interessantem in aller Weit gesehen worden ist, sondern die Schilderung davon, wie Gesehenes auf den Autor den gewirkt hat, welche Eindrücke er von dem Erlebten davongetragen, wie es in seiner Seele nach ■ wirkt, zu welchen Gedanken es ihn anregt S> ist es ein stark philosophisch gehaltenes Buch, die verschiedenartigsten Probleme tauchen auf und werden zu beantworten gesucht; wie man in den verschiedenen Zonen der Erde, unter verschieden gearteten Menschen und Kulturen zu letzten Fragen der Seele Stellung nimmt, wir! erörtert, Stärke und Schwäche .der einzelnen Weltanschauungen werden dargelegt Kein leichtes Buch also, keine unterhaltsame Lektüre, die man in einer Mußestunde zur Hand'nehmen könnte, um spielenc über Langeweile hinweg getragen zu werden, sondern ein tiefernstes Bucl mit dem man mitdenken muß, das zu eigen Denken' zwingt dazu nötigt, sich Fragen •stellen und sie durchzudenken. Es ist dal ganz gleichgültig, ob auch alles so. ist, wie Kayserling gesehen hat oder gesehen zu Ii, glaubt, auf die Gedanken, die das Oese auslöste, und auf das Mit- und Nachdenken d< Lesers kommt es einzig .und allein an. W aber nun dem Buci einen besonderen W — 49

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