Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1920
- Issue
- Nr. 10 - November
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 121 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Friedensvertrag mit Rußland gekündigt. Die Begründung der "B'nai B'rilh News", die Schaffung einet Abwebrbundes, die gesetzliche Einschränkung des Mädchenhandels, die Stiftung der Toleranzmediille, alle diese Leistungen sind in den Zeitungen gebührend gewürdigt worden. Auf die Initiative unseres verehrten Oberhauptes geht auch die alle Parteien befriedigende Tagung des amerikanischen jüdischen Kongresses zu'ück; auf dem Organisationskongreß, der von mehr als 100 Delegierten der verschiedensten jüdischen Organisationen Amerikas besuchtwar, führte Br. Kraus den Vorsitz. Beim Ausbruch des Weltkrieges hatte sich der Präsident im Namen des Ordens an alle kriegführenden und neutralen Mächte mit den. Ersuchen gewandt, in den zu erwartenden Friedensvertrag eine Festlegung gleicher Rechte für alle Völker und für jdden einzelnen, ohne Rücksicht auf Glauben, Bekenntnis und Abstammung, auf zunehmen. Bevor Wilson nach Europa zur Friedentkonferenz abreiste, hat Br. Kräusln einer persönlichen Unterredung diese eigentlich selbstverständliche Forderung wiederholt. Präsident Wilson gab eine dementspreebende Zusicherung. ]'/;■ Der Bedeutung dietes tatkräftigen, warmherzigen Ordenspräsidenteil entsprechend waren die Festlichkeiten, mit denen ihn die Glauben?genossen auf dem weilen Erdenrund ehrten. Die "B'nai B'rith News" veranstalteten eine mit seinem Bilde geschmückte Festausgabe, mit Beiträgen aus den Federn unserer hervorragendsten amerikanischen Brüder. An der Spitze der Festnummer widmete ihm Br. Simon Wo 1 f herziehe Worte („Mir erschließt es einen Quell innerer Glückseligkeit, nicht nur dem Oberhaupt unseres großen, dem Allgemeinwohlgeweihten Ordens, sondern auch meinem lieben, selbstlosen Freunde meinen aufrichtigen Glück-, wünsch darzubringen"). Br. Henry Mergenthau fe:ene die in Br. Kraus verkörperte Mischung von unbeugsamer Energie und beglückender Herzensgü :e. Br. 'S t cl n e y G. Kusworm spendete ein gutgemeintes Gedicht in Form eines Akrostichons. Jakob Singer zäH'r.e in 14 Kapiteln die Verdienste' des Präsic: .> en, um Orden und Juden* tum auf. Sehr' geisueich Ikß sich Lucius L. Solomons vernehmen; den warmherzigen Geistlichen verleugnete Br. Edward N. Call seil auch in seinem Gedenkartikel nicht; Br. Philip St ei n und Br. Archibald A. Marx feierten den Jubilar als amerikanischen Bürger und jüdischen „Parneß". Die Märznummer unseres Ordensorganet führt die ehrenvol en Kundgebungen der amerikanischen Regierungsvertreter zum 70. Oeburtstage des Präsidenten Kraus auf. Da lesen Wir die Glückwunichschreiben des Ministen des Innern Franklin K. Laue, det Handelsministers L W. Alexant er, des Kriegsministers Newton D. Baker, des Marineministers Josephus Daniela, des Arb eitsministers W. B. Wii 1 s o b und die Namen von v elen Hunderten von Logen, Körperschaften und Eitzelpersonen, die des würdigen Ordensoberhauptes gedachten; auch die Kablogramme der deutschen Legen und des hochw. Distriktigroßpräsidenten we den ehrenvoll erwähnt. Ihren Glanzpunkt erreichte die Feier naturgemäß dem Wohnort des Jubilars. Die dortigen Logen haltten sich die Aufgabe gestellt, dem Festtage durch ein e Masseneinführung ein bleibe ides der Geschichte des Ordens zu setzen; wollte Chicago, 0000 wollten! die Denkmal in 1000 neue Brüder übrigen werben. Von den 1000 Arbeitsstätten des Ordens in Am trika t l- Kandidaten wurd en am Vora aend des Jubelfestes 700 Im Festsaal des Hotels La! ialle feierlich eingeführt — die größte Anzahl von Brüc ern, die je auf einmal in umera Bruderbund aufgenommen wurde! Am Geburtstage selber fand in den nämli :ben Räumen ein Festbankett statt, an dem sich 500 Br ider um den Jubilar und den all Ehrengast des Or lens geladenen Expiäiidenten der Vereinigten Statten, William Howard Taft, scharten. Präsident Taft feierte seinen Kollegen mit den Worten: „Ei h rt sein Leben nicht der Sucht, nach schnödem Gelderwerb geweiht Er ist nicht inder Lage, hochkling;nde Stiftungen zu machen und sich mit gewalligen Spenden in die Spalten der Tageszeitungen zu dräi gen. Er bat weniger gegeren, als geleistet Ich bin stoiz darauf, daß ein Angehöriger unseres Anwalt- Standes so viel für andere getan hat, ohne Gegenleistungen' zu erwarten." Es sprachen ferner: Br. Solomons aus San Francisco, Br. Rabbine Dr. Ca11 sch und 3r. Seelenfreund, der all: die brieflichen und tdegraphischen Glückwünsche virlas. Br. Kraus in s:iner bescheidenen Weise lehn e in seiner Ansprache alle ihm dargebrachten Huldigu igen für seine Per.on ab; er ließ sie gelten alt den Ausdruck der Anhänglichkeit an den Orden nnd al: > ein erfreuliches Zeichen brüderlicher Anteilnahme, wi lebe alle „Söhne det Bundes" dem Ergehen des Ein» Inen gegenüber stets betätigt haben. 122 —