Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1920
- Issue
- Nr. 10 - November
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 116 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4864325-6029099-6074461--2619-4866697- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
die Au'nahtne von Oescbä'fsannoncen, für die ein besonderer Umschlag zur Verfügung gestellt werden sollte, in beschränkter Form ein, während Br. Cohn- Dessau nur Annoncen von B fidern abzunehmen «Anseht. Die Mehrheit des Oeneral-Komitees entscheidet sich gegen die Aufnahme von Getcbäfisannoncen. 6 „Emen besonderen Beitrag zu den Logenbeiträgen für die Logenzeitung zu erbeben", wird abgelehnt, desgleichen - 7. , Die Anstellung eines besonderen Redakteurs", t. „Zur Ablehnung eines Artikels sollen von den 9 Stimmen des Redaktionsausschusses zwei Stimmen genügen," wird angenommen. Br. Timendorfer erwähnt in der sich anscbließendenDi*kuislon dleAngrif f e,dle in einer g' ößeren Loge gegen die Oro ßloge und zugleich gegen das Logenorgan erhoben worden seien. Zu letzterem Punkte äußert sich Br. Qoldschmidt: Die Angriffe gegen das Logenorgan wiederholten sich von Zeit zu Zeit. Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, daß sie aus einer bestimmten Richtung kämen. Das Redaktions-Komitee müsse sich damit begnügen, daß die Anerkennung für unsere Logenzel'ung in den außerdrutseben Distrikten, inbesondere in Oesterreich und Amerika, größer sei als im deutschen Distrikt. Als Ausgleich hierfür schwärmten viele unserer Brüder für die amerikanischen „Bnai Brith News". Man dürfe doch bei der Beurteilung der Zeiiung nicht vergessen, daß sie an erster S eile ein Berchtsorgan sei, daß 80 Logen den Wunsch und das Interesse hätten, von ibrer Täigkeit Kunde zu gebn, und daß selbst bei mannigfacher Streichung nicht kÖn alles ausgemerzt werden könnte, was nicht Oesavatinteresse aller Brüder sei. Schon jetzt bemühe mm sich aber, die Darstellungen so gedringt als möglich zu geben, wenngleich mit jeder Streichung die Liebe zum Redalrtiooskomitee eine Minderung erfahre. — Der Wunsch, aktuelle Tagesfragen zu bringen, habe die schwersten Bedenken gegen sich — nicht nur durch das zeitliche Auseinanderliegen der einzelnen Nummern Es gäbe keine aktuelle jüdische Frage, die nicht sofort die Loge in zwei Teile spalten würde. Hierzu kommt, daß das Tatsachenmaterial voi, jedem Bruder in Tages- und sonstigen Blättern gelesen wird. Wir würden ständig nachhinken und-uns im Hinken zanken müssen. Außerdem sind die Interessengebiete bei den einzelnen Brüdern gänzlich verschiedene. Die in unserem Logenorgan wiedergegebinen Berlcite „Aus Amerika" werden'beispielsweise von einzelnen Brüdern abgelehnt, von anderen außerordentlich gelobt und als interessant angesehen. Der Redl ktiomausscbuß bemühe sich, die besten Kräfte im Orden heranzuziehen. Wir wären den Angreifern besonders dankbar, wenn sie uns neben ihrem Tadel au:b Artikel liefern würden. —- Referent bittet die Brüder des Oeneralkomitees, bei .etwaigen Angriffen auf das. Logenorgan die hier angeführten Momentej nicht zu vergessen. Pogrome in Ostgalizien und Polen. Am Anregung von Br. Finkel werden die't-Ogen in Amerika, Dänemark, London und der Schwele tele graphigen ersucht werden, die Aufmerksamkeit ihr« Regierungen auf die unerhörten Juden po.'rome der le'z en Zeit, besonders in Ostgalizien Aus dem Büro der Vortrag Professor Einstein. Am Mittwoch, dem 8 September a. c, hielt Professor Albert Einstein im Kreise der fünf Berliner Logen einen Vortrag über die von ihm geschaffene Relativiiäts-Theorie. Der große Logen aal konnte nur einen Teil der Zuhörer fassen, die alle den Wunich ausgesprochen hatten, den großen Oelebrten zu sehen und zu bören. Die Aufnahme, die Professor Einstein fand, war eine außerordentlich warme und wurde, vermutlich durch die Hetze, d'e Im öffentlichen Leben gegen ihn vorangegangen war, noch um einige Grade verstärkt. Einstein, dessen feingeschnittener Qelehrtenkopf auch«das Auge auf das angenehmste berührt, fand und Po en, zu lenken. Dr. Ooldscbmidf. I / v Großloge. durch die schlichte, sympathische Art seines Vortrages den Weg zu den Herzen seiner Zuhörer. Einstein gehört nicht nur zu den größten, sondern auch za den treuesten Juden. Den Empfindungen der Bri'der gab unser Orot- Präsident Br. Timendorfer und der' Präsident der Deutschen Reicbsloge Br. Wittenberg, beredten Ausdruck. Nach Logen Moritz kurzer Krankheit ist der Oroßpräsidestf der t Tschecho-Sowaker, Br. Advokat Dr. jur. Hammerschlag, im 73. Lebensjahre verschieden - 117 -