Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1920
- Issue
- Nr. 6/7 - August/September
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 75 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Oesamistiftung dienen, aber den Namen des Stifters besonders tragen und im Falle der Logenauflösung an den Stifter oder dessen Erben zurückfallen soll. Au« dem Tätigkeitsbericht im Termin 1919/20. Aus dem Bericht von Br. Expräs. Rechtsanwalt M I e 1 z I n e r über die Tätigkeit der w. Leopold Zunz-Loge im Termin 1919/20 entnehmen wir folgende Punkte: Der Termin 1919/20 stand im Zeichen der Nachwirkung des Krieges Der wachsende Antisemitismus stärkte das iüdi?che Selbstbewußtsein und führte einen ergeren Zusammenschluß auch In Bruderkreisen Le-bc?. Die Brüder wandten sieb mit gesteigertem Innrere den Ordensaufgaben zu. Eine große Fülle belehrender Vorträge und Referate wurden voa Brüdern tehalten. ' >. ,. '. , Einen wesentlichen Teil der Logen^eit nahm die SteHu-gnabme zu antisemitischen Tagesereignissen und zur Frauenfrage eir. Den Antrag dts Mitteldeutschen Logenverbandes bezüglich Bekämpfung des Antisemitismus machte die Loge nicht zu d<m ihrigen. Nrch ihrer Meinung soll der Orden den Indl'ferenlismus in unseren eigenen Reihen bekänpferf, das jüdische Selbstbewußtsein stärken und die Mitglieder heranbilden, daß sie'zu edlen Me.is:!v:n i>nd J'ider;, zu brauchbare-. Vorkä-npfrrn für das Judentum, wrrden. ui-d In den Reihen der für die äußrr* Abwehr berufenen Organisationen ihr^n Mmn stelien können. Z r, Üb ersetzung der Ijka'cn Abwehr steuert? dir Logs; e>nf;h Betrag von 1000 M. bei Zur Vorberfücmg losd Förderung einer öffentlichen Aussprache z*i!chen C'jririen und Juden wurde ein tosenderer Ausschuß cinge^e'zr. In der'F r a u e n f r a g e er t chied sich die Loge c'aiiir, daß der Orden ledrglich ein Männerbund b eiben soll, als dessen höchstes Ideal die Bruder- Hebe angeschen werdeh müßte, sie wünscht nicht, daß die Frauen als vollberechtigte Ordensmitglieder Abnahme finden, begrüß: aber in anderem Rahmen die allseitig als segensreich e pfundene Mitarbeit der Schwestern auf alkn Gebieten der Wor aa ts- und Fürsorgepflege, ihre selbständige Tätigkeit in den diesen Zielen dlenend*n Ausschüssen und eine geregelte Ausgestaltung gemeinsamer Arbeitssitzungen. Am 18. Dezember 1919 wurde die Gründung eines Schwestern Vereins unter dem N ttnen , Sch *esterndienst der Leopold Zunz Loge" beschlossen und am 2\ März 1920 ausgeführt. 60 Sch wes ern traten bei. Die Organisation Ist nach dem Vorbild der Allemania-Loge-Stettin erfolgt, jedoch Inso'era weiter . ausgebaut, als sie eine größere | Heranziehung der Schwestern zur Mitarbeit in einzelnen Logen-Ausschüssen ermöglicht. Weiterbin sind gemeinsame Arbeirslogen von Schwestern und Brüdern vorgesehen, bei denen Schwestern und .Brüder gleiches S'imrarecht haben. Für jeden Arbeitsausschuß der Schwestetngemelnschaft wird ein geeigneter Bruder bestimmt-, ferner werden zwei Brüder aus ersehet , die im allgemeinen eine engere Arbeirsgemeinschaft zwischen der Bruderloge uni dem Schwesternverein herbeiführen sollen. Im Anschluß an ein Referat des Br. Vizepräsidenten Dr. -R i e g e r wurde eine Aussprache ütw Loge und Jugendbewegung begonnen und fortgesetzt. Dem Jüdischen Jugendbunde wurde ein Logenraum zur Verfügung gestellt. — Die Errichtung einer eigenen. Krankenschwesternstation wurde bet - schlössen und hierfür ein Stammfond von M. 5000 — gesammelt. — Für die Wiener Kinde-r «Jvprden f M. 3 000.— aufgebracht. Fast sämtliche Holzmindei er Brüder , erklärten sich zu unentgeltlicher Aufnahrae von Wiener Kindern bereit. Für die „Jüdiyche Akademie" wurde ein einmaliger Beitrsg von M. 500.—, für die Selbständ gkeitsrnachu ig der Krankerschwestecnorganisatloh der Großloge ein gleicher Betrag sowie ein Jahresbeitrag v?n M 300 — j weiter für die Ostjuden M. 300.— bewilligt. Die Einzel-Spenden der Brüder erreichten die Höhe von M. 13 500.—.' Br! Leopold Frank errichtel'c zum Andenken an seine ve.'S'orbenc Gattin eine Stiftung Vr.it einem Kapital von M. 3000.—, deren Ziruen für bedümige jüd'sche Brän'.e verwendet werden sollen. 4- D»s ge.-3T:te Logenvermög»n betrug-ara Ende rjjrfl T-rminsjahres M. 86 535.09. — Durch die Einführung von 13 Mitgliedern erreichte der Mitglieder- > bestand die Ziffer 104?* Durch den Töd schied Br. I wan Isaaksobn in Holzminden. — 21 geschlossene Lcgensitzunqen wiesen den Besuch von insgesamt 833 BBr. auf, so daß sich die' stattliche Durchschnitts- . zitier vo i 39/40 BBr. in den Sitzungen ergab. — Ein Drittel sämtlicher Brüder4'wohnt außerhalb der Siadt Braunschweig. Das „Logenkränzcbeh Holzm nden" wurde mit 14 Holzmindener BBr. begründet — Der Ordenstag wurde in feierlicher Weise begangen. Nach einleitendem historischem Vortrage des Präsidenten hielt Br. Vizepräsident Riege r einen fesselnden Vortrag über „Leopold Zunz in seinem Leben und Wirken**. Die Ordensspende ergab eine Summe yan M 5000.—