Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1919
- Issue
- Nr. 13 - Dezember
- Date
- 1919-12-01
- Page
- Seite 156 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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a<if wer sondern auch dem Kreis ihrer Angehörigen und je diese Au'gibe übernommen bat, weiß, wie Wohltuend in Tagen der Sorge und Krankheit diese-Teil-, nähme empfunden wird. Auf dem geselligen Gebiete, dessen Wirkungen nicht unterschätzt werden sollten, hat natürlich das GeSdligkeitakomitee eine dankbare Aufgabe gefunden. Bei größeren Veranstaltungen im Verein mit den Brüdern, bei kleineren, aus eigener Initiative* und eigenen Kräften vorbereitet, haben wir einen großen Kreis von Mitgliedern immer wieder zur Teilnahme veranlaßt. Vorträge ernster Art, teils nur für den engeren Kreis, teils für die Allgemeinheit, Unterhaltungsabende, Teeabende mit Auflührungen imusikalischer und deklamatorischer Art etc.' haben die Zahl der Besucher gehoben und zur Folge gehabt, daß die auf gesellschaftlichem Boden bekannt gewordenen Schwestern auch ohne besondere' Veranlassung regelmäßig die Logenabende besuchen und mit ihnen, von ihnen dazu veranlaßt, natürlich auch die Brüder. Sehr wichifg ist in einer Großstadt der Pflichtenkreis des Repräsentations-Komitees, welches das Band, das die Schwestern umschließen soll, fest und sicher zu knüpfen hat.' Das gelingt' auch durch unermüdliches Heranziehen der Schwestern in den gemeinsamen Kreis,' durch gegenseitiges freundliches Entgegenkommen und Erwecken des Verständnisses für die allgemeinen Aufgaben des Schwestern verein?. Klassen - Unterschiede in -Beruf und Vermögenslage der Ehemänner haben mit der Löge und deren Idealen nichts zu schaffen und Seite an Seite mit den Brüdern können nd sollen wir Freud und . Leid miteinander teile«. ' . Auch nach außen muß dieser schwesterliche Zusammenhalt Betätigung finden; wir entsenden daher Abordnungen zu allen freudigen und traurigen Ereignissen und beweisen unsere Anteilnahme durch Schreiben, Depeschen und even'uetle Ehrengaben. Die Praxis hat ergeben, daß dieser Weg der richtige war und uns zu dem gewünschten Erfolg geführt hat So haben wir erreicht, daß aus dem flüchtigen Bekanntwerden ein enger Zusammenschluß — kein Cliquenwesen — und wahre Freundschaft wurde. Das sind Erfolge, die allein schon die Oründung eines Schwesternbundes lohnen. Sie genügen aber auf die Dauer nicht, es muß das Arbeltsgebiet in. engster Anlehnung an die Loge, auf soziales Gebiet übergeführt werden, wie es in hervorragender Weise in vielen Schwesternvereinen bereits geschiebt. Ein Feld für Frauenhilfe oder kleinen Städten, auch findet sich stets, in großen wenn schon eine Anzahl wohltätiger Institutionen vorhanden sind. Vor allem aber ist unsere Mitarbeit an den charltativen und sozialen Aufgaben der Logen notwendig. Die Form der Mitarbeit c er Frau steht als wichtiger1 Punkt' auf dem Programm der Großlogentagung. Wie weit uns die Verhältnisse führen werden, ist noch nicht abzusehen. Es liegt aber schon beute in der Macht jeder einzelnen Schwester, durch Ihr« Haltung, ihr Interesse und ihre Freudigkeit an der Sache, zu beweisen, daß lie in der Lage ist, auch ihrerseits lür die Ideale des Ordens einzutreten und Seite an Seite mit den Brü lern für sie zu wirken. Wenn das ersehnte Wort „Frieden" erst Wirklichkeit geworden ist und ein freundlicheres Band die Völker der Erde wieder umschlingen wird, so werden die Stätten des Ordens Bnei Briss in eilen Gauen Deutschlands und gemeinsamer Arbeit zum wirken können. Dabei wollen wir Frauen des Auslandes wieder in Wohle des Judentums sondern hier wie dort hilfreich in jeder Beziehung uns die Hände reichen. Der Orden und die Frauen. Von Anna N e u m a nn — Leipzig. „Kol kwudo bath melech pnima". Ehre der Königstochter ist, drinnen im Hause zu weilen, i Jede Jüdin Ist eine Königstochter an Würde und Sütsamkeit. In unseren Tagen aber, wo die Könige von ihren Thronen steigen mußien, muß manche, s o 1 i t e jede jüdische Frau in jeder von HiusTrauen- und Mutterpflichten freien Stunde aus-ihrem Hause gehe«, um nach der Not der Biüder und Schwestern zu sehen nicht abseits stehen, und helfend mit Hand an in seiner Reinheit und Ganzheit Wo die einzelne ni sich langst Vereine, Frauenverein Frauenbund), die auch können. Was veranlaßt also Pforten des B. B. Tempels groß - 156 - egen, um das Haus Israel zu erhalten, ausrichten kann, haben e gebildet (s. Jüdischer ere Aufgaben bewältigen lie stolze Jüdin an die zu pochen, um immer