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Bericht der Großloge für Deutschland · 1919-10-01 · Nr. 11/12 - Oktober · p. Seite 138

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1919
Issue
Nr. 11/12 - Oktober
Date
1919-10-01
Page
Seite 138 (sequence 20)
Language
German
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Die Krankenschwesternorganisation und ihre Wand ung Von Br. pr. Josef Hirsch- Berlin Am 10. Juli 1900 wurde bei der Tagung der Großloge der Beschluß gefaßt, jüdische Krankenschwestern auf Kosten der Großloge ausbilden zu lassen. In den Tagungen des Generalkomitees vom 26. Mai 1918- und vom H. Mai 1919 wurde beschlossen, die Schwesternorganisation der Großloge wirtschaftlich von der Großloge unabhängig zu machen durch Schaffung eigener Fonds und durch Sammlung jährlicher Beiträge. Die Leitung der Organisation! sollte weiter in den Händen der Großloge und ihrer ausführenden Organe verbleiben, zumindest aber der Großloge das Aufsichtsrecht verbleiben. Zwischen beiden Beschlüssen liegt eine fast zwanzigjährige Geschichte derKrankensch w^sternorganisation des Ordens Bnei Briss. Nennen wir die Großlogentagung des Jahres 1900 die Geburtsstunde, so sind wir mit den Beschlüssen des Generalkomitees der beiden letzten Jahre an einen Wendepunkt im Leben der Krankenschwesternorganisation gelangt Ehe ich auf die Gründe, die diesen Entschluß der Umwandlung notwendig machten, eingehe, sei einiges Tatsachenmaterial erwähnt: Die Schwesternorganisation der Großloge ist zur Zeit in folgenden Orten tätig: in Berlin mit 4 Schwestern Beuthen •i 1 Schwester Chemnitz >) 1 Danzig n 2 Schwestern Dortmund n 8 „ Elberfeld n 3 * V Halle. » 1 Schwester Heidelberg n 2 Schwestern Kattowitz >? 1 Schwester Leipzig . jt 1 in Mannheim „ Posen „ Stettin „ Worms „ Würzburg m t Vfier Schwestern stehen zurzeit zür Qis Position der Großloge, (las heißt, sie sollen am 1. Oktober auf Schwisternstationen j verteilt werden. Zehn Lehrseti western sind in Ausbildung, eine Schwester leitet Ferienkolonien jüdischer Kinder. Unsere Ausbildungsstätten sind Idas Mutterhaus in 3erlin, die Charite, das Breslauer jüdische Krankenhaus. Bisher überwiesen wir auch Schwestern zur Ausbildung dem Posener jüdischen Krankenhaus. Infolge dei politischen Verhältnisse mußte diese Ausbildungsstätte in Wegfall kommen. — Vor dem Krieg«: war unser Sch western bes tand 39 Schwestern und 6 Lehrschwestern. Bei Ausbruch des Krieges stellten wir gemäß unseren Satzungen der Heeresverwaltung unsere Schwestern zur Ver fügung. Sie waren in Ki iegs- und Feldlazaretter und im Lazarettzug unseres Ordens tätig. Insgesamt überwiesen wir 32 Schwestern der Heeresverwaltung. Gleichzeitig war die Höchst zahl der von der Heecesverwaltung beschäftigten Schwestern unserer Organ sation29; 21 Sch westerr erhielten die Rote Kreuz-Medaille neben einiger anderen Auszeichnungen Wir sehen also seit dem Ausbruch des Krieges nicht eine Zunahme unserer Organisation, sondern sogar eine geringe-Abnahne. Die Ursache dieser Erscheinung liegt in der Umstellung der Kriegsarbeit auf die Friedensütigkeit. Einzelne älter; Schwestern, die während des Krieges eine groß : Station Schwerkranker und Verwundeter versehen 5 Schwestern 3 1 Schwester 1 „ 2 Schwestern — 138 —

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