Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1919
- Issue
- Nr. 11/12 - Oktober
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 121 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Berlin, Oktober 1919. BERICHT der Hummer 11/12. . 0.1B Eigener Verlag Irr Grossloge. Bureau: W62, Kleiststr. 12. Telephon: Amt LOtzow 4619.1 Postsolreck: 16333 Nachdruck aimtllchar Arilkal au« di«»»n Banchtao varbotan. =4= In halt i Lcr Ordenstag * Aus der ältesten Zelt unseres Ordens. — Bruderpflichten und Privatinteressen Ordensstiftung. — Die Schwesternorganisation und ihre Wandlang. — Die Frauenlrage im Orden. Wohlfahrtspflege. Eine, neue Der Ordenstag. Von Br. Dr. Alfred jOoldsq hm i d t. Die vorliegende Festnummer soll den Orden stag einleiten. In derGroßlogentägung vom 23. November 1913 ist auf meinen Antrag der Beschluß gefaßt worden, den Ordenstag alljährlich im Gründungsmonat des Ordens — im Oktober — zu begehen. Es verknüpft sich damit die Erinnerung an die Gründung des Ordens im Jahre 1843 — an den 13. Oktober. Der Krieg verschob die Feier der 75jährigen Wiederholung des bedeutsamen Tages. Der Krieg machte die von der Alemannia-Loge gegebene Anregung der Ausführung einer Ordensgeschichte zunichte und verschob die erste gemeinsame Begehung des Ordenstages um 5 Jahre. ' Der Gedanke an sich ist nicht neu. Bereits am 23. September 1887 ist er von Br. Maretzki ausgesprochen, jedoch nur kurze Zeit zur Ausführung gelangt. Eme Wahrheit, die 20 Jahre alt ist, ist — nach Ibsen — keine Wahrheit mehr, und wenn sie gar 32 Jahre alt ist, verdient sie schon ein neues Kleid, eine neue Form. Dann rettet vielleicht die neue Form die alte Wahrheit Sie wird es um so sicherer tun, wenn wir die geringsten Ansprüche an die einzelne Loge stellen und . die weitesten Entwicklungsmöglichkeiten lassen. Die Ausführungsform sei'die: im Laufe des Monats Oktober begehe jede Loge an dem ihr geeignetsten Sitzungstage den Ordenstag. Ein Vortrag, eine Aussprache erfogt, die erfüllt ist von historischen Erinnerungejn oder Material bringt, das Beziehungen zum Orden hat» Einführungen neuer, Brüder können für diesen Tag angesetzt werden, zeitlich nahe gelegene Stiftungsfeste mit ihm vereinigt werden. Nach-dem Wunsche von ^r. Expräsidenten Lichtenstein-Berlin könnte auch eine Gedenkfeier für die im Laufe des Jahres verstorbenen Brüder mit dem Ordenstage verbunden " werden. . ' Eine edle Geselligkeit möge sich anschließen. Jede nähere Form sei der einzelnen Loge überlassen. Sie entscheide selbst, ob sie den-Tag in einfacher, begrenzter oder in erweiterter festlicher Weise begehen will. Auch ein Opfer sei dargebracht — klein,- groß, je nach den Verhältnissen des Einzelnen, ohne Zwang, die Bereitwilligkeit sei das Entscheidende. Der einzelne Bruder, bekunde in irgend einer Weise am Ordenstage, was er dem Orden zu danken hat. Er statte ihm seinen Dank ab für die Förderung seiner Bildung durch Vorträge, die er gehört, für die Freuden der Geselligkeit, die er genossen, für die innere Befriedigung, die ihm durch die Anteilnahme an Werken humanitärer Arbeit erwachsen, für Freundschaftswerte, die ihm zuteil geworden sind. Auch dem gewohnheitsmäßigen Nichtl o g e n - 121 -