Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1919
- Issue
- Nr. 8 - Juli
- Date
- 1919-07-01
- Page
- Seite 93 (sequence 15)
- Language
- German
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Antrage einen Weg zur allgemeinen Verj ändigung sehe. Diese Verständigung halte dar Vertreter der OroMoge fBr um so eher möglich, als troiz aller temperamentvollen Verfechtungen der verschiedenen Anschauungen die zu Tage getretenen Differenzen fefz'eh Endes rein formaler Natur seien. Sowohl Anbänger wie Gegner des Antraget Apfel seien einig in dem Festhalten an dem Prinzip der Neutralität wie in dem Bekenntnis treuer vaterländischer Gesinnung. Es handle sich daher nur daium, dtm Antrag des Verbandsversitzenden eine allen genehme Fassung zu geben. Die Hauptsache sei und bleibe die Feststellung unbedingter Neutrali'ä*. Würde diese im Statut innerhalb des von Apfel gewünschten neuen Paragraphen fest verankert sein, brauchte man nur die von vielen Delegierten als ein Wort von alldeutschem Beiklang empfundene Bezeichnung „deutschvaterländisch" durch eine glücklichere Prägung zu ersetzen, um dem An'rage des Verband:-Vorsitzenden die allgemeine Zustimmung zu sichern. Reduer schlägt vor, die bei den Logen übliche Ausdrurks^v. se „Pflege reinster Grundsä?e drs Patriotismus;" zu wählen und rettete alt diesem Vorschlage die Situai.o», da, nachdem sowohl Dr Apfel wie; die Opposition die Formel angenommen hatten, die überwältigende Mehrheit der > Delegierten der Stein'scben Anregung zustimmte. Wie vor 10 Jahren die Begründung, so hat das Eingreifen der Großloge und die Logcnfprmel jetzt die Erhaltung des Verbandes entscheidend beeinfluß'; Der zweite Vcrbandlungjtag war ruhigtr, positiver Arbeit gewidmet und erreichte seinen Höhepunkt in den ausgezekhneten Refera«en des Herrn Dr. Löffler, Frankfurt a. M.: „Wie fördern wir den religiösen Sinn der jüdischen Jugend?" und „Mischehe, sexualefhische Forderungen, F»jühebe und soziale Umschichtung der jüdischen Jugend Deutschisnds". Mögen die gefaßien Entschließungen nicht bloß. edle Vor-ätze bleiben, sondern zur befruchtenden Tat werden! Unseren sämtlichen Logen entsteht hierbei von reuem die Pflicht, die neutralen jugendvereine tatkräftig zu fördern, wie dies die Oroßloge wiederboll und nac idrücklichst beschlossen hat. Aus den Logen des "VI II. Distrikts. Rhenus-Loge, Mainz. Bericht über die1 Jahre 1914-1919. j Ueber die Logentätigkeit der Kriegsjahre wollen wir berichten: Erfüllt von der Ueberzeugung, der Wichtigkeit der Gegenwart für die Weiterentwicklung der großen jüdischen Fragen, ist die Rhenusloge ihren vorgezeichneten Weg weitergegangen, ein erfreuliches Leben blüht in ihr, und läßt uns das Schwere des Augenblicks zeitweilig vergessen. Nach sechsjähriger Tätigkeit haben unsere Beamten, an ihrer Spitze Br. Kommerz'i(;nrat Ludwig Kronenberger, ihre Aemter niedergelegt, und wir sagen vor allem diesen Brüdern für die aufopfernde Tätigkeit in dieser ungewöhnlich langen Amtsperiode und schweren Zeit, unseren aJlerherzlich- 6ten Dank. Mehr als feo Brüder wurden unserer Loge neu eugefübrt, so daß wüj mit einem Bestände von fast 200 Brüdern in den neuen Termin eintraten. Da. gegen verloren wir eine größere Anzahl Bruder durch Tod und Worauf. Ganz besonders sohmerz lieh W4» aas dar Verlast vtra drej Eaprasldenteu, der BBr. Siegmund Cahn, Friedrich Rudolf Vogel und Dr. Hugo Mattes. Letzterer starb den H e 1 d e n - t o d auf dem Schlaclitfelde, seine sterblichen Ueberreste wurden hierher gebracht und ruhen in heimatlicher Erde. Eiirig betätigten wir uns auf dem Gebiete der Kriegshilte. Dem Kinderhort und dem M ä d - c h e n h e i m gewährten wir reichliche Beihilfe, unser Logenlokal war als Kr iegssp eis« ans t al t Eingerichtet und längere Zeit benutzt. Den im Felde weilenden Brüdern und deren Angehörigen 'wurden in regelmäßigen Abschnitten Liebesgaben zugesandt, die die Empfänger herzlich erfreuten. Von gefallenen Brüdern, bezw. deren Anverwandten wurden uns eine Anzahl Spenden und Vermächtnisse zugedacht, die wir zum Andenken an die teuren Gefallenen in Kriegsgedächtnisfonds der Spender umwandelten. Wir nennen: , (. den Hugo-Mattes-Fond den Alfred-Koch-Fond den Josef-Starn-rond da« Eri*h-CÜBbhard4'6nd mit 500 AI. mit 1000 M. mit 3000 M. m k 5000 M