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Bericht der Großloge für Deutschland · 1919-07-01 · Nr. 8 - Juli · p. Seite 89

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1919
Issue
Nr. 8 - Juli
Date
1919-07-01
Page
Seite 89 (sequence 11)
Language
German
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auf die Frauen Vereinigungen herausgebildet und sei von ihnen stets anerkannt worden. Auch er tritt Hr die Gleichberechtigung der Frauen im Ordenslebea ein. Nachdem auch die BBr. Cohn und Heinemann sich noch im Sinne der Ausführungen des Br. Moritz ausgesprochen haben, wird die Mitteilung der Vereinigung der, Schwestern der AIlemania-Loge vom Generalkomitee mit großem Interesse zur Kenntnis genommen. Zur Frage des jüdischen Kongresses sind uns von verschiedensten Seiten Anregungen zugegangen. — Der Gescbäftsausschuß hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß. die Oroßloge sich nur an einem allgemeinen Kongreß beteiligen dürfe. Br. B a e r w a 1 d Bromberg macht burzu die Mitteilung, daß der Verband der Deutseben Juden noch keinen bestimmten Beschluß gefaßt habe. Der Verband solle mit allen jüdischen Organisationen Fühlung nehmen. Es ist dem Verbände überlassen worden, eventl. eine Einberufung vorzunehmen. Sofern eitie Klärung mit der zionistischen Partei erfolgt, könne an einen allgemeinen Kongreß gedacht werden, dessen Termin noch unbestimmt sei; anderenfalls würde eine Hauptversammlung des Verbandes stattfinden. Für die Wahl kämen nicht bloß Juden deutscher Staatsangehörigkeit in Frage, sondern auch solche, die sich in Deu'schknd eingelebt haben. Br. Apfel-Coln ist der Meiaung, daß man zunächst noch Abwarten, müsse, jedoch bei. es selbstverständlich, daß man sich nur an einem allgemeinen Kongreß beteiligen könne. — Diese Anschauung macht das Generalkomitee ohne Widerspruch zu der. seinen. — Neubearbeitung des Propaganda-Materials. Br. Goldschmidt-Berlin berichtet über verschiedene Schritte, die der Qescb&flsausschuss zur Beschaffung neuen Propaganda-Materials unternommen bat, da die alten Schriften fast völlig aufgebraucht bezw. veraltet sind. Der Antrag der Mendelssohn - Loge- Magdeburg betr. Ballotanderung wird vertagt. Bbr. Kuznitzky und Blumenfeld werden beauftragt, die Anregung der Mendelssohn-Loge,einer besonderen Bearbeitung zu unterziehen und entsprechend zu berichten. Br. Cohn-Dresden dankt dem Groß.jräi.lenten , und dem OeschJftsiusachuß für die im Laufe des letzten Jahres geleistete Arbeit. Selbst, wenn man daran denkt, daß hie und da Opposition gegen den Gescbäftsausscbuß stattgefunden habe, so müsse man sich doch darin einig sein, daß außerordentlich fleißig gearbeitet worden sei. Die Sitzung wird um 5 Uhr nachmittags mit einem Schlußdankwort des Großpräsidenten beendet. Dr. Goldschmidt. | Zur Tagung des Verbandes der judischen Jugend vereine. Ansprache des Vertreters der Großloge Br. M a x i ni i 1 i a n Stein. Als Legitimation dafür, diß ich mir gesta1 e, als einer der ers'eo Redner nach dem Herrn Verbandsvorsitzenden das Wort zu nehmen, darf ich wohl daraüf. hinweisen, daß es die Großloge gewesen ist, die' vor 10 Jahren auf meinen Antrag dit. Initiative zur Begründung des Verbandes und zur Einberufung der p-sten Dslegiertenversammlung unter Zuziehung anderer Organisationen ergriffen hatte. Auf jener ersten Delegiertenversammlung führte der Sprecher der Oroßloge, Geheimrai Maretzki, namens derselben aus: „Wenn wir Sie hier zusammengerufen haben, so ist es uns einzig und allein darum zu tun, den Verband zu schatten, ihre weitere Selbständigkeit aber in keiner Weise anzufallen oder Sie irgendwie zu bevormunden. Mit der Begründung hört unsere eigentliche Tätigkeit au', wir legen die Zukunft des Verbandes in Ihre eigenen Hände und wollen uns darauf beschränken, Sie zu fördern und Ihnen zu helfen, wo und wie wir können." Aus dieser uns auferlegten Reserve sind wir'die 10 Jahre hindurch fast nie herausgetreten, innerhalb der beutigen Tagung aber dürfte es doch angezeigt erscheinen, mit einigem Nachdrück unsere mahnende und ratende Stimme zu erheben. Bei den Stimmungen und den Erörterungen, die der heutigen Tagung vorangingen, könnte die Neutralität, auf der

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