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Bericht der Großloge für Deutschland · 1919-06-01 · Nr. 7 - Juni · p. Seite 76

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1919
Issue
Nr. 7 - Juni
Date
1919-06-01
Page
Seite 76 (sequence 10)
Language
German
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Das LogcnveritiöiCii ist inn eiwa S4f>0ü M. auf annähernd 400000 M. gestiegen. Wir «rwrsohiereu bezüglich aller Zahlen wohl an der Sp tze unserer deutschen Logen. , Die günstige Lage unser« Finanzen hat uns mehr noch als bisher in die. Lage versetzt, allen an uns gelangten Ansprüchen reichlich zu genügen. Wir haben für wohltätige Zwecke insgesamt 27406 Mark, davon etwa ein Drittel an unsere Witwen und Waisen, aufgewendet und haben uns außer dem durch vorläufige Hinterlegung von) 5000 Mark i in Wertpapieren beim Kuratorium derj Praenckelschen Stiftungen an einem vom Vorstand unserer Gemeinde ins Leben gerufenen Hilfswerk beteiligt, das durch den Krieg geschädigten kleirjen Kaufleuten und Handwerkern zur Wiederaufriithtiing ihres, Erwerbs Darlehen gewährt. Unser Kriegshilfsausschuß hat in de i 40 Monaten seines segensreichen Wirkens 40 J00 M., die uns ausschließlich durch freiwillige Stenden aus dem Bruderkreis zugefiosseh sind, verwendet, hiervon allein 16910 Mark,für-bedtirft^e rfamilien des Mittelstandes. Ihre Unterstijtzungsgespche haben in den-letzten Monaten fast ganz atrfgjehört, denn die Ernährer sind aus dem Felde heimgekehrt und konnten sich ihrem Berufe zuwenden «. der beste Beweis dafür, daß die Tätigkeit dieses Ausschusses Vollkommen den Bedürfnissen der Kriegszeit angepaßt war. Unser Kriegshilfsaussehuß, ( der viele brave Familien vor völligem Untergang gerettet, hat sich vor einigen Tagen aufgelöst: s'ernerc Gesuche werden von unserem Untersjtützimgsausschuß erledigt werden. j t f Die glückliche Heimkehr so vieler | Brüder aus dem Heeresdienst, der große Zuwachs und das zweifellos steigende Interesse für jüdische Angelegenheiten haben auch tinserm: Logeileben einen frischen Impuls gegeben. .Wir haben Jfi Sitzungen abgehalten. 5 hierVon als -offene Unseren' Damen und eine außerordentliche zur Fortsetzung der Gesetzesberatung. In den offenen, besonders stark besuchten Logen wurde die Anwesertheitsziffer 1 - - i nicht festgestellt, in den geschlossenen betrug sie durchschnittlich 124* gegen 90j im Vorjahre. Das geistige Leben war ein reges.' Es entfaltete sich durch anregende Erörterungen und wurde befruchtet durch 20 längere und kuriere Vorträge, die die verschiedensten Gebiete, meist aus der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart, behandelten und anoschJieSiich von umeren Brüdern gehalten wurden. \\ enn es nad I , meinen persönlichen Wtnscben ginge, mußte jede bittung eunen Vortrag oder Wenigstens ein kürzei es Referat enthalten. Die» ist bei der Fülle der i\x beratenden Verwaltungsangelagercheiten aber nicht möglich. Eine Logensitzung sollte im Wesentli:hen eine Stunde der Erbauung sein, die uns erhebt aus dem Alltag, ims ethisch b» einilußt, auf die wir uns die ganze Woche freuen sollten. Alle Kleit arbeit, alles, was mit der Ver waltung zusammenhangt, sollte in den Ausschüssen erledigt und im, I'lenum sollten lediglich die Bi Schlüsse zur Kenn nis und zur Erörterung in prifi zipieller Beziehung gebracht werden. Von den etwa 200 Teilnahmskundgebungen all« familiären Anlässei möchte ich erwähnen, daß wit in vier Fällen zun 70.. einmal, nämlich unserer hochgeschätzten £ r. Rabb. Dr. Roscnthal, zum 81) Geburtstage unser: Glückwünsche darzubringen d e Freude hatten, 9m il, darunter erst vor einigen Ta gen unserem allvi irehrten Br. Expräs. Sanitätsnil Groß, konnten wir zum 25jährigen Mitgliedsjubiläup gratulieren. i Besondere Anerkennung gebührt unserem Ge selligkeitsausschul! unter Führung unseres I. B Dr. Kalischer. Di; vier Abonnementskonzerte, vok ersten Künstlern i usgeführt, standen auf hohem N veau, diese und cie geselligen Abende bildeten ei: willkommenes Ml tel zur gesellschaftlichen Annähe rung unserer Fariilien. Der Ernst'der Zeit gehe uns. (Jen außeron entlich eifrigen Betätigungsdran : dieses Ausschusses zu dämpfen. Von sonstigen Veranstaltungen darf ich noch et wähnen eine vor einigen Monaten Unternommen: Wäsche- und K 1 e i d er s ämm 1 u n g, die de■ Altbekleidimgsste Ie über 900 Sfücke zuführte; ferner den Stellennachweis, durch den wir bisher 15 kaufmänt ische Stellungen besetzen konnten. — Nicht urerwähnt möchte ich auch unser; Gartenbauanlage lassen, die auch im letzte i Sommer erfreulich gediehen ist und vielen, unserer Brüder, ihren Friuen und Kindern Gelegenheit zi Geist und Körper erfrischender nützlicher Beschäl - tigung geboten hat. Von den Bes rebungen auf geistigem Gebiete darf ich als ein: besonders bemerkenswerte im I mir sehr am Hen en Hegende diejenige hervorheben, die sich mit der I )rgamsation unserer jüdische Jugend und damit zusammenhängenden Bestie bungen befaßt. Unser Vortragsabend vom 23. November rief unsere b es tunt er richteten Redner auf den * W -

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