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Bericht der Großloge für Deutschland · 1919-06-01 · Nr. 7 - Juni · p. Seite 74

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1919
Issue
Nr. 7 - Juni
Date
1919-06-01
Page
Seite 74 (sequence 8)
Language
German
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I'nrt rHchi als JJrtztes: Weicht- Mittel stehen uns rat Verfns^in-r. um auf das sittliche Verunserer Glaubensgenossen einzir , halten wirken? Meine lieben Brüder! Die schwere Zukunit, der wir alle bekümmert entgegensehen, m u ß uns Zwinger, die hohen Ziele unseres Ordens auszubauen und zu pflegen. Ich sa$2, wenn unsere Loge nicht bestehen würde, so müßten wir uns jetztzusammentiM«, um sie zu gründen. Ah Männer dir Tat wollen wir doch nicht sein, wie jene leblosen Göttien, die der Psalmist iin.it den Worten geißjelt: „Augen haben sie, und sehen nicht. Ohren, um nicht zu hc-rcji'-! Nein; meine Brüder! Wir müssen real sehen urrd real hören — und dann idepl handeln!■ Gewiß verschließe ich mi;h .der rcalen| Erkenntnis nicht, daß die Vollkommenheit nur eine jEigenschait Gottes war und bleiben wird, daß uns Menschen im Streben zu ihr ein Ziel gesteckt ist! iQewiß verschließe ich mich der realen Tatsache dicht, daß in emet kleinen Sta'at die Verhältnisse unsere Bestrebungen vor ganz besondere Schwierigkeiten stellen: es iehlt oft an älteren Brüdern, d^e möglichst scher, außerhalb des gefährlichen Kampfes um Sein oder Nichtsein leben, zu den;o man aufsehen könnte wie zu einem Vater, und deren Wort Gebot wäre. Es fehlt vieliach an geeigneten Brüdern für zwecket füllende Referate, was zur Ueberlasiung Einzel» ner führt. Wir sind hier wi einer verjiältiusmäRig kleinen Stadt, wo einer dem anderen bdinahe in die | Küche und in den Geldschrank schauen kann, wo Mißgunst und GeJdatsche so leicht Bdden finden, und dazu kommt noch, daß ein Guttei von ihnen sich draußen im gleichen Geschäftsgebict betätigen, sich teilweise als Konkurrenten gejefiübersteheii. Andere Logen leiden unter gleichen Umständen und tlu Lugen (Ut (ir< umgekehrten Vcrjji; Wullen wir uns nu schrecken lassen? ilstMtc haben wohi-durdi durch diese Hindernisse büßten nicht gerade sie uns in seinen Zügeln und wenn es die Hindert die Hartnäckigkeit, Glut der Seele wird Kämpfe des einzeln erspart: Großes und ltnisst ihre Schwierigkeiten Ansporn sein zu neu rr Tat? Das edle Pferd schäumt die abein Besitz der Mensclvpeit gekommen, erhält oft durch den Kampf zuckt vor freudigen Begierden^ isse vor sich sieht. Sollten wir die unserem .Volk schon so manche schlimme Stunde brachte, nicht zum Vorspann für unsere eqle Sache machen können? Die den W illen stärken! Seelisch« n bleiben allerdings dabei nicht Edles ist nie ohne Kampf in den erst inen Wert. Wenn es so leicht wäre, ein wirklichcrjLogenbruder zu sein, so Wirde unser Orden ja niibt höher stehen im Wert, als "viele andere Verein: unseres heutigen Gesellschaft* lebens: so aber verlangt er von uns wahres Hehlen tum im Sinne unserer erhabenen Lehre, die einmal sagt: „Nur der ist ein Held, der seif nen Trieb bezw ngt." Brüder! Wir wallen diesen Weg zum Heldentum ' nicht untetr schätzen, woilen uns klar zum Bewußtsein kommen lassen, wie schwer der Sieg über das Selbst oft ist Ihn zu unterstützen, dürfen wir dann bei dem 36 danken an eine .Rniorm vor keinem Gefühl Hat machen und vor keinem Mittel zurückschreckerit denn mir so können wir die hohen Aufgaben unsere? Ordens erfüllen unt erheben uns-dadurch zum Se gen der Allgemeit heit über den Durchschnitts nienschen., Dann meine lieben Brüder, wird uns die W )hl* tätigkeit zu etwas j Selbstverständlichem, die Brüderlichkeit zu etwas Unentbehrlichem und die Ein tracht zu einer Quelle reinster Freuden. Der Dentsch - Israelitische V . 1 Aus dem Büro der Großloge. 1919 Gesein in e i n d ö b u n d begeht am 29.- Juni SOjähriges Jubiläum. Wir haben aus der reder unseres Br. Dr. Wilhelm Neumann in eir)er früheren Nummer ausführliche Mitteilungen übler die Ziele und Leistungen dieser hochverdienten jüdischen Organisation gebrächt. Br. Neumahrt hattdieser Tage in den jüdischen Ze.tungen einen ausführliche^ Aufsatz veröffentlicht, der in großen Zügen ein |Ueheri sichtsbild über die Entwicklung des Deutsch-lsrjae litischen Gemeindebuntes gibt. Wir verweisen aA dieser Stelle auf seine ^Ausführungen. Wir verl eitlen nicht, dem D. I. 3. B. zu dem Festtage die herzlichsten Glückwünsche für eine fernere gedeihlich Wirksamkeit zum Ausdruck zu bringen. Die w. Logen \* schränkten Raumv - 74 - - erden mit Rücksicht aui die be- •rHältnisse unseres Logenorgjans (

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