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Bericht der Großloge für Deutschland · 1918-12-01 · Nr. 9 - Dezember · p. Seite 130

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1918
Issue
Nr. 9 - Dezember
Date
1918-12-01
Page
Seite 130 (sequence 6)
Language
German
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r-scne-i Als engster Zusimtnetisch'aß v:n Meeschen steht die Fsmilieda; infolgedessen wäre zunächst die Wohnung c'cr Plaiz für das Erinncrungtzsichen. (Dagegen sprich! mancherlei. Vor. allem, daß die Wohnung dem Aufenthalt der Lebend n dient, nur ihnen gei 'mrner- 'ler möywidmet ist, und daß sie hier nie' i rAts im während der Trauer nschränaen dürfen E lieh erscheint cas Ai bf.mgen vxn Erirnerurgszficbcn in Wcüts'ä-Ief, Arbeitsu d Gesc'r äf:srä irren für die dort te^äffig! 't: .wesenen Gefallene;!. D ese Sä le wird aber als-ren unpersönlich fü, die Angehöngen garz süßer .Bc!ra.:ht bleiben. Ems barere Möglichkeit, solche S älen zu schaffen, hat der größere Zu£»riir}:en ch'uß, die rel-g öse- Gene'nde. .Sie U:i cV. i>tutgeträß auf eignem Gebiet, dis wäre der Friechcf eder das Grtieshaus. hn al'gemeinen fehlt .unseren moderner! Fried! öfai die Rune, also diejenige Eigenscbait, die sie an erster Steile zu haben ver>fii<.L:c- «• ären. E:n! Heumar, in dessei einzelne?» Wogen jvder u..geh«imi sen« Individuuii ä; aesto^en fäß1. in dem jedes Dcnkojal seinen Vorgäriger überre.'en möchte, dessm S eine durot ihre krisse .<-e'ße ecer sc'»wzrze Farbe dem Auge c'cr Vorübergehenden keneh Halt b::!en, sondern »ehitih'uiti'es d-arch d=e Politur, noen weit in die Wiederspkgehmg hinein;,:iweifen lassei. Nicht ven den- D^aen&doeti der Steine lasse aber hängt die nionameatale Größe ab, sondern von der Qualität de- Formen, nirnt die gföß;re Höhe des Steines «vir' t auf unser Ge ühi, sondern ieine Verbfitnisse in sich. Die Uebertcirei'ung da Sehlinie, die in tmgtfä'ir il,50 m heg», durch die Mehrzahl der Grabstfinc ist vom Uebel. Wie Kü±le n ducken sich die Grabsteine auf den alttn jüdisci en Friedhö en unt^r Bäumen, msis;ens 1 09—l,30i m hoch, und ge?adc rfehatt gibt der vorzügliche Münchener Baurat Grä e'! einer Poctographie vom Uten jüdischen Friedbo? fu j^itn die. K nnwortd auf den Wf;: „Gu'e Frxdhofsniage mit Grabdenkmälern aus s'.ehe.-.rcr Steinen.. Gegenseitige Rücksiebt jkein Vordrängen, keine zu großen Höhen.'- Wenn wir uns. die Fr.-ge sjeiien, ob unsere neuen Friedhöfe wohl dieselbe Kennzeichnung verdienten, so beantworteten wir sie schon. H er nun, bei der Anlage von Kriegergräbern in Ehrenfricdhöfen ist der gegebener Ort, durch eine gewisse Einheit die so lang entbehrte und doch so roiwfrcige und wohltuende Ruhe zu j erreichen, Durch ein rhythmisches Aneinanderreihen Von gegenseitig genau abgewogenen Grabsteinformen stens der Ueberlieferung des Judentum*, nach welcher im Tode alle gleich sind, zur Wiederpelfung verholten werden. Umso leichter, als jeder einzelne d«selbe für sein Vaterland einRese'zt und hingegeben Ihat, sein höchstes, sein Leben. Selbst auf die Schriftart wird sich die Gleichmäßgkeit e^srecken njö'eu, da die. Grundlag^ difür in der Einheitlichkeit der Aniage schon gegeben Ist. Kleine V?riationen ürd. wohl angängig, plc Gefahr liegt aber nih?, diß, hei absolut anders-gemettn Schritten, sie in ihrem CtarsJeler nicht zaeinandetpa^en. pie gewiß erforderliche Abwechslung wird schon d.rch die Verschiedenheit des Texten djs $ri zec- und seiner'ornamenU'en Verteilung auf den Sie n «-CAanrieistet. T ■? 1 Sind nun schon ere Anzahl Kriegergräber zu eincra Eörönfrieahof vereinigt, so ergib» es sich! von celb.t, daß jdie Gedäcbin:ss!ä:te, das Denkmal, inj Zusanjmenharjg mit ihm errichtet wird. Wie die1 Zusammenfassung zu erfolgen hat, gdht aus den jeweiligen ö tlichen Vcrhähnissen hervor. Nur ist es unumgängliche und selostve stäidl che Voraussetz j hg sür das volL är.c ge Gelingen einer solchen Anlage, daß sie ein abgeschlossenes künstlerische; Ganze bildet ne-.h einem einheitlichen Piane. Em Guizes, wie etwa dn Büd eder eine musikalische oder wissenschaftliche Abhandlung, deren kleins'er Akkord, deren scheinbar nebersä.hlicistes Kapitel zur Wirkung in ganz bestimmten Abtöiungen unbedingt notwendig sind. Es wäre deshalb ein verkehrter Weg, ers: die Details, wie z. B. d e Gr-bsieine und ihre Gruppierung ..festzulegen, ohne über die Ar| drfr ganzen Anlage im klarer; zi se n, erst untergeordnete Punkte zu bestimmen, bevor dis Ganze als solches überaaupt'festrieht. Wie bei ailen Arbeiten heßt es auch hier, vom Großtn ins Kleine, vom Ganzen ins Einze'ne gehen. In kieineien Gemeinden oder solchen, die einen Ehrenfriedhoi nicht zur Ausfübrung bringen, kommt für das Denkmal natürlich auch ein anderer Grund und Boden in Frage, der im Gemeindebesüt: ist, etwa der Pialz vor dem Gotteshaus, oder noch besser ein vorhandener Vorhof. Auch ein günstiger Ort auf dem Friedhof selbst, nenn er niebt gar zu abgelegen ist. Reichen die Mittel aber nur zu einer Gedenktafel, so sind die inneren Sjnagogenwände der gegebene Pla'z da ür. Dann alles! aber nur keine schwarzen oder weißen Marmortafeln! In diesem Zusammenhang wären noch die kann ehe- Ehrungen der Logen für Ihre gefallenen Brüder tu — 130 -

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