Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 9 - Dezember
- Date
- 1918-12-01
- Page
- Seite 125 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin, Dezember 1918 O BERICHT GROSSLOGE Fi Eingetragener Verein. tili IL O.B.B. ■ ^MBmtä Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: W62, Kleiststr. 12. Telephon: Am! Lützow 4619. Postschock: 163" Nachdruck «amtlicher Artlkal au« diäten Banchtai» verboten. Inhalt! Au» den S=2S Eduard Siegfried Jacohsohn-Stiftung. — Wellfrieden und Judentum. — Ehrung jüdischer Krieger. - Aus dem Büro der Qrofilqge. — Logen de» VIII. Distrikts. — Aus dem Verbände der Frauenvereinigungen der U.O B.B. Logen. — "Neue Bücher. — Mitteilungen. — ■ Ocdlch'nisbuch. ■ — Eduard-Siegfried Jacobsohn-Stiftuitg, Br. Eduard Jacobsobr, Berlin, und seine Ehefrau Emilie geb. Lisser haben zum ehrenden Anbuken an ihren ftühvrntbrbenen Sohn Siegfried die „Eduard-Siegfried Jacobsohn Stiftung" mit einem Betrage von Mk. 20 000.— bei der Großloge für Deutschend errichtet. |Dle fälligen Zinsen sind an herzkranke Kinder von Brüdern zu vergeben. Unter Kindern im Sinne der Sliltungsbeslimmungen sind Personen zu verstehen, die dfe Volljährigkeit noch nicht erlangt haben. . * Berücksichtigt werden in erster Linie solche Kinder, die sich im Verlauf einer Infektionskrankheit eine Herzentzündung zugezogen und zur Ausheilung eine Kur nötig haben. - Gesuche von Eltern oder Vormündern, mit Geburtsschein und ärztlichem Attest versehen1, sind an uns bis zum 15. März d. J. zu richten; die Ausschüttung des verfügbaren Betrages erfolgt am 5. April, dem. Geburtstage des verstorbenen Siegfried Jacobsohn ' \-" Berlin, im J-nuar 1919, * * t Großloge für Deutschland VIII Ü. O. B. B. Timendorfer. Fi nkel. Weltfrieden und Judentum. Vortrag gehalten fn der Nassauloge am 22. Oktober 1913 von Br. Ör. A 1 f r e d Land sbe r.g (Wiesbadtrt); .In beklommener Spannung erleben wir die Gesebebnisse dieser Tage. Der groß e Krieg, der 'die Menschheit je zerfleischt bat, naht seinem Ende und das deutsche Volk sucht nach Jahren des tapfersten Ringens mit der ganzen Welt den Frieden. Wie auch die Erörterung über den Frieden, die jetzt begonnen hat, ausgehen mag, eines wissen wir, daß sich In der Gegenwart Dinge begeben, die nicht nur die Zukunft Deutschlands entscheiden, sondern vielleicht auf Jahrhunderte hinaus über das über auch Schicksal der Kulturmenschbe't. Die Bedeutung der welthistorischen Ereignisse, deren Zeugen wir eben sind, ganz0 zu erfassen, ist beute noch unmöglich, aber welches ernste Streben möchte sieb nicht wenigstens einige Klarheit suchen in diesem Cbios der Begebenheiten. Wir in unserem Orden haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, die Folgen des Krieges und des kommenden Friedens für" Sie Menschheit und dss Judentum in den Rahmen unserer Erörterungen zu ziehen, wenn es sich auch auf - 125 —