Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 5 - August
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 79 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus den Logen des V Die Carl Friedrich-Loge Karltruhe, feiere an Sonntag:, dem 26. Mai 1918 ihr 20 jähriges Stiftungsfest Seitens, des General-Komitees, das am gle'cben Tage in Berlin eine Sitzung abhielt, wurde telegraphisch herzlicher Glückwunsch ausgesprochen. Die Nachbarlogen waren vertreten. Nach der Rede des w. Präsidenten Br. Ferdinand Mira in, die wir auszugsweise wiedergebe», sprach Exprä3ident Dr. Fritz S'rauß iür die Oroß'oge. Abends vereinigte die Teilnehmer ein Künstler-Konzert, das durch einen poetischen Vorspruch des Br. Rechtsanwalt Hugo Stein eingeleitet wurde. — D e Feier verlief in allen Teilen' außerordentlich befriedigend. Au< der Rede des w/ Präsidenten, Br. Marum geben wir die fb'genden S'eilen wieder: Redner gedenkt zurädist der Gründungsfeier vor 20-jabren und der Einlfihrung durch den hochwürdigen Oroßpräiidcn'en und stellt fest, daß der Krieg selbst der Loge einen Verlust von Brüdern nicht zjugefügt hat. S >dann fäart er nach Anerkeonungs worten für die Kämpfer'des Vaterlandes fort: Mit 66 Brüdern wurde unsere Loge vor 20 Jahren installiert, und heute sind wir zur stattlichen Anzahl von 120 Brüdern angewachsen. Von den Begiündern haben wir leider schon 24 teilweise Im besten M»nneialtcr durch den Tod verloren; Ich erwähne hier besonders unsere beider ersten Präsidenten, die Brüder Dr. Max Friedberg und Emil Weil, die die festen' Grundpfeiler unserer L ge trrlchtet und die für uns alle das beste Beispiel eines wahren, zielbewußten Ben Brlß gegeben. Wir ehren ibr Andenken, indem wir alle daran arbeiten, dem Logengedanken eine Immer tiefere und weitere Verbreitung zu geben, und das uns von Ihnen übcrlassene Werk iu Ihrem Sinne weiter zu fördern. Wenn wir auf die von unserer Loge geleisteten Arbeiten in diesen 20 Jabren zurückblicken, s3 dürfen wir mit Stolz Unsere Leittungen überschauen, hat sich doch die Carl Friedrich-Loge stets dei besten Ansehens bei der Orößloge und allen Schwesternlogen zu | erfreuen gehabt. Wir haben unsere Oescbäftstitzungen regelmäßig abhalten können und die meisten durch Referate oder Vorträge mit verknüpfenden Diskussionen ausgefüllt, um den geistigen Stand der Brüder zu heben. Dabei muß ich hervorheben, daß neben unseren Akademikern auch die Brüder aus kaufmännischen Berufen uns durch ihre Erfahrungen tut ihren Gebieten anregend« und interes- II. Distrikts. saute Belehrungen gegeben. Auch wä tuend der Kriegsjahre konnten wir unsere wöchentlichen Sitzungen al »halten; war auch der Besuch in den Jahren 1915/16 öfters ein schwacher, so konnten wir zu unserer Freude ins le'zten Jahre ein stet es Anwachsen der Besu:herzabl feststellen, d e sich in unseren letzten Sitzungen bis zu 50% der ortsanwesenden Brüder steigerte, so daß der von manchen Logen oit beklagte : ch wache Logenbesuch bei uns nicht zutrifft. Außer der Ausbildung einer Krauken ichwester war ein weiteres soziales Werk die Begründung, der Ferienkolon'e, mit der unsere Loge seit 1903 segensreich gewirkt, und die wir auch weiter ausbauen werden. Der jüngste Bericht unseres. Vorsitzenden des Ausschusses für Ferien kolonient D\ Th. Hamburger, g ib uns ein genaues Bild deVWirkens auf diesem Gebiete. Wir werden auch in diesem Jahre wieder IC bis 12 Kinder nach Bad Dürrheim schlkken. Vor dem Kriege haben wir außer der F e r I e n - kolonl! auch eine Waldkolonie alljährlich abhalten Können; eine größere Anzahl Kinier würden jeden Vor mittag unter Aufsicht in den hiesigen Waldpark geführt, wo sie neben den Spielen in Waldesluft auch ein kleines Frühstück erhielten; durchdie Knappheit der Lebensmittel läßt sich diese Waldkolonie wahrend der Kriegsjahre nicht weiter führen wird abc später wieder von uns aufgenommen werden. Außer diesen eignen Institutionen unterstützen wir durch Jahresbeiträge mehrere soziale Em richtunger der Großloge und Schwesternlogen. Der verflossene Termin brachte uns durch die Anregung der Loge den badischen Wohlfahrtsbund in dessen Vorstand in erster Reihe. unsere Logenbrüder tätg sind. Nachdem wir im Frühjahre 1917 auf Anregung der Größloge und des Zentralvereins eine größere Versammlung In unseren Logenräumen behufs Besprechung der Berufsberatung und Berufswahl mit Erfolg abgehalten, konstituierte sich daraus neben dein Wohlfahrtsbund des Deutschen Reiches, der badlscbe Wohlfahrtsbuttd, wjzu die vorbe eilenden Schritte und Arbelten von unseren Logenbrüdern geleistet wunden. Ich darf hier insbesondere unseren Bruder" Dr. Nathan Stein rühmend als den' Hauptförderer dieser neuen Institution hervorheben. Der W. B. hat bereUs seine Tätigkeit in der Berufsberatung für weibliche Personea und auch in der Fürsorge für Säuglinge und kleine K'nder begonnen. Hoffen wir auf besten Erfolg. Durch den Beitritt der größeren Gemeinden und der verschiedenen Vereine sind — 7» -