Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 5 - August
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 64 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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gen.trotz mehrfacher Mahnungen die Jahresberichte» die darum unverwertet bleiben mußten, Inichtj eingesandt hat. Br. Timendorfer erinnert daran, daß' er in Februar dieses Jahres auf eine 20 jährige) Tätigkeit als Großpräsident zurückblicken konnte. Die Aus-1führung des Gedankens, das Amt jüngeren iänden anzuvertrauen, sei während des Krieges licht gut möglich gewesen, die Glückwünsche der L >gen seien zudem so zahlreich und so herzlicl gewesen,' atmeten so viel Zuneigung und Vertrauen, daß der Gedanke eines 25 jähr. Jubiläums ihm g; r niclt so fern gelegen habe. Da aber habe ein Wort von Wt von Siemens: „Eine Institution bleibt nur Jann jung, wenn ihre Führer jung sind!" im Verei 1 mit perlicijer Abspannung ein meinen io gegeben, diesem Grunde müsse .er bitten, sich ini dem danken einer Nachfolge schon' jetzt zu beschäftigen. Es empfehle sich — vorbehaitlic 1 der Zustimmung der Großloge- — zwei weitere denten zu wählen. .Es sei. das kein rein i ußerli Vizep-äsi nur kör- Aaf Geher Wunsch. Vier Mitglieder des Ausschusses wüfden dadurch mit einer höheren Autorität bekleidet, das erleichtere auch die Vertretung bei andern großen Körperschaften. Die anderen großen Verbinde hätten bereits die Vielheit, der Vizepräsi ientschaft. Auch der Wunsch' nach Vermehrung des Geschäftsausschusses sei nicht unangebracht, nachdem wir in Br. Alexander-Katz das fleißigste Mitglied des Geschäftsaüsschusses verlorenj hättep. Br. Timendorfer fährt sodann feirt: Im Zusammenhang .damit wollte ich| Sie dringend bitten, schon jetzt zu beschließet, daß ini November oder Anfang Dezember in jedem Fälle, auch wenn den Krieg noch fortdauern Sollte, <:ine Großlogentagung stattfinden soll, zumal samtorden in <liesejn Jahre auf'ein 75 jähriges stehen zurückblicken wird. Die Verkehrsverhilfnisse sind schw Reisen bieten keine Annehmlichkeiten Wir haiben das auch heute ersehen, da acht Mitglieder fehlen. Die Reisen sind freilich jetzt auch sehr teuer; es bedeutet das eine erhebliche Belasti::!^ ler Gioß logenkasse. Aber ich glaube, die £:ünsucht: nach einer Aussprache in einer Großlogentagung ist bei allen Logen gleich groß. — Auch in Oesterreich hatte man sich entschlossen, am 5. d. Mts. ( ine Tagung der österreichischen Großloge ttattfinlen zu lassen. Wir konnten nicht dabei seit, mußten uns mit unseren herzlichsten Wünschen jegnür en. Die Kriegszeit verhinderte es, einen Vertreter pes deutschen Distriktes zu entsenden. der iGe- Beleng, die klagen: Maretzki-Be lin, Wenn ich nun zu meinem eigentlichen Bericht kommen soll, so ist diesmal das Gefühl der Wehmut überwiegend. Am 8. und 9. September 1917 hat die letzte Generalkomitee-Sitzung stattgefunden, ineun Monate später dauert der entsetzliche Krieg hoch fort, und ein Ende ist nicht abzusehen. Auch wir sind an den weiteren Opfern des Krieges mit Gut und Blut beteiligt. Den Tod fürs Vaterland starben seit der letzten i r i ' * Generalkomitec-Sitzung die Brüder: Adolf Rosenblum-Lessing-Lolge, Alexander Tichauer-Michael Sachs-Loge, Wiljhelm Arnsdorff-Kant-Loge, Ludwig Porges-Leipzig-Loge, Dr. Bertliold Jacobi-Veritas- Loge, Rechtsanwalt Dr. Adolf Warx+.Aiugust Lamey- Logc, Max Sonqheim-Märkische-Loge] Emil Hirsch- Saar-Loge, Dr. 1 Rudolf H|ilber!>tadt-Henrv Jones- Loge. Ifirer aller wollen wir in Liebe und Treue gedenken. Aus dem Kreise der Grofloge selbst haben wir das Hinscheiden folgender Mitglieder zu he- 1 ■ < II ■ Ii ' ■ Abramowskv-GtTlitz, Alexander-Katz-Berlin, Belmonte-Leipzig, Löwenstein-GIeiwitz, Meyer-Leipzig, Fabian-Breslau, Sternberg- Breslau. Dankbar gedenken wir dieser verdienstvollen . Brüder, aber wir halten gewissermaßen von selbst Hnne, wenn wir unfer diesen Namen den Namen Louis Maretzki hören oder lesen. Dreiunddreißig Jahre war er unser Mitglied, und wie] sein Leben erfüllt war vom Orden, so ist auch der Orden erfüllt von seinem Wirken; einfach, wie er; gelebt, war nach seinem Wunsche die Bestattung1. Aber die Liebe und Verehrung zu ihm kam doch elementar zum Ausdruck an seinem Grabe und iei der erhebenden Trauerfeier der w. Deutschen Reichsloge. Eine besondere Maretzki-Nummer sollte einen kleinen Tribut unseres Dankes darstellen. Alle anderen Ehrungen hatte sich ja beten; namentlich Stiftungen, die verbunden werden, so daß die s<? eigentlich selbstverständliche Anregung von Br] Ollendorff kaum ausgeführt werden kann, wenn wir uns nicht über den letzten Wunsch von Br Maretzki hinwegsetzen wollen. Obwohl nicht dem Kreise der Großloge zugehörig, erwähnen wiran dieser Stelle auch noch das Hinscheiden der BBr. Horwitz vion der Deutschen Reichsloge, Abraham Ofner von der München-Loge und den Stolz unserer Gemeinschaft Hermann Cohen. — Horwitz und Ofner haben sich durch ihre Br Maretzki vermiti seinem Namen - §4 — «