Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 4 - Mai
- Date
- 1918-05-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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ij will ich heute nicht antennchen; daß aber ein geeignetes Ritual einen mächtigen Kitt für unsere Schwesternvereinigungen bilden wurde, daß es das Verbindende in den sonst divergierenden Verhältnissen und Interessen des täglichen Lebens darstellen würde, daß es unsere Frauen allmählich zu Schwestern in des Wortes schönster Bedeutung machen würde, erscheint mir doch recht wahrscheinlich. Auf alle Fä'Ie ist es notwendig, daß wir unsere Frauenvereinigungen in der Weise organisieren, daß aus unseren Frauen zielbewußte Schwestern, Töchter des Bundes B'nauß Bnß, werden; sie sind die Erzieherinnen unserer Söhne und unserer Töchter, sie sind es, die unsere Jugend für unsere Bestrebungen erziehen und erwärmen müssen, in ihren Händen liegt unsere Zukunft. Sorgen wir dafür, daß unsere Frauen sich als Schwestern, als Töchter des Bundes Abrahams, fühlen, daß Wohltätigkeit, Schwesternliebe und Eintracht ganz unwillkürlich zu jeder Zeit Ihr Handeln bestimmen, dann ruht das Fundament unserer Logen und unseres Ordens auch in der Zukunft auf einer sicheren, gefestigten Grundlage. » v ■-'[* ■ Die Aufgaben unserer Frauenvereine. . Von E. Eschelbach« r-Berlin Unter diesem Titel hat Bruder Dr. Josef Schlesinger-Breslau eine Abhandlung veröffentlicht, die von uns Frauen, mit Dank begrüßt wird.; Nicht, als ob wir allem dem Angeführten zustimmen könnten, nicht als ob bei .diesen Betrachtungen unserem Logenfrauenstandpunkt stets Gerechtigkeit entgegengebracht wäre. Aber vor allem hauptsächlich deshalb, weil es uns wertvoll ist, unsre Frauenvereinssache auch von seifen eines Bruders betrachtet zu sehen. Auch einmal diesen wichtigen wertvollen Teil des gesamten Logenwesens einer Ansprechung gewürdigt, sie gewissermaßen der Oeffentlichkeit [der Logen - Interessen zugewendet zu sehen. Viel zu wenig besteht dieses Interesse der Brüder. Und viel zu gering ist die Kenntnis unserer Arbelten, unsres Wollens und Vollbringens, unsres Strebens und Erreichens. Wäre dies in den Kreisen der Brüder der Fall, dann könnten solche summarischen Urteile, Schlußfolgerungen von Eigenerscheinungen auf Gesamtverhältnisse nicht vorkommen. Der Herr Verfasser würde dann wissen, daß der Geist ernster Arbeit, liebenswürdiger, entgegenkommender Formen weitaus den meisten Logen-Frauen vereinen eignet. Daß darum noch kein Cliquenwesen besteht, .wenn hrfrunrklr sich naht stehende raasfllan halten. Er müßte wissen, wie sehr wir Frauen dem Lichte zustreben, wie sehr wir empMnglicb sind f*r Belehrung, Afllritung, Erbebung über dem Alltag der Stimmung in unsren Zusammenkünften. Er müßte aber auch wissen, wie viel intensiver die Anteilnahme der Brüder zu sein bitte an unsrer Arbeit Eine grundlegende Ordenspflicht ist die Heranbildung des Einzelindividuums. Sie geht sinn- und pflichtgemäß der Ausübung sozialer Arbeit vor. Bei weitem der größte Teil der an den Schwestern vereinen getadelten Erscheinungen verlören von selbst den Boden würden die Brüder der Frauenarbeit mehr Beachtung schenken, sie offiziell mehr würdigen. Würden sie dieselbe wachsen lassen durch Ueberfragung des Oeis'es, den sieselbst empfangen, und der ihnen, reich und wohl vorbereitet und bearbeite I zugänglich gemacht wird in den verschiedensten Formen und Gestalten. Dem glücklichen idealen Intellekt einzelner von uns Frauen bleibt es zumeist vorbehalten, diese geistigen Hilfsmittel zu suchen, zu finden und an ihrer Verbreitung mitzuarbeiten. Wir wollen werden, wie der Herr Verfasser wünscht, daß wir seien, und wie wir selbst es wünsehen. Wir streben danach, uns schwesterlich zu fühlen, dieses mit den anderen Ordenstugenden, mit der Wohltätigkeit und der Eintracht zu vereinen. Ob ein Ritual, dessen Wert wir nicht zu beurteilen vermögen, da wir es nicht kennen, uns hierzu verhelfen würde, wage ich nicht zu entscheiden. Wir Frauen setzen unsre Hoffnung auf unsre eigne Kraft, und kann die Mithilfe der Brüder uns starken, um so besser. Wir bauen unsre Arbeit erst aus. Wir haben in dem 1912 gegründeten Verband der Frauenvereine der U. O B. B. Logen einen Mittelpunkt geschaffen, von dem wir Vieles erhoffen und erwarten. Hier soll uns immer mehr die Stelle erwachsen, die Rat und Tat, Kräftigung und Stärkung gibt Es soll sich eine Ideen-und Arbeitsgemeinschaft herausbilden, die eng zusammenschließt. Immer mehr werden uns dann ans diesen Bestrebungen Frauen heranreifen, die mit feinem jüdischen Empfinden die heiligenden Ideen" in sich aufnehmen, die von Israel ausgegangen, ihre Auferstehung finden im Geist und in den Werken des Ordens Bnei Briss. Jagendgrappe begr. Prmkfart-Loge. (Paula Heymann). Ein Bericht unterer Jugendgruppe unterscheidet sich im wesentlichen nur dann von einem Friedensbericht, wenn wir die — M - 1