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Bericht der Großloge für Deutschland · 1918-05-01 · Nr. 4 - Mai · p. Seite 55

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1918
Issue
Nr. 4 - Mai
Date
1918-05-01
Page
Seite 55 (sequence 7)
Language
German
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ÄffcH M öTftJW] JWrt fffliTÄl wir dft OetJefreudigtett hnseier Örüder darrkMr MAfAM. * Da Vereinen und wobMttigen Anstalten, denen wfr 41e nahestehen, fiberwlesen wir auch in diesem JaSre die gewohnten Zuwendungen ohne Einschränkung; ebenso halfen wir zahlreichen Einzelpersonen im Kampf uns Dasein, der «ich im Krieg noch schwieriger gestartet. Dabei leistet uns unser Kriegshilfsfond, dessen. Gründung wir unserem I. Br. Exprfts. Dr. Warmbrunn verdanken, die besten Dienste Unser sozial e r Ausschuß bat in diesem Jahre einen landwirtschaftlichen Versuch mit der Bearbeitung eines Feldes an der Hundswiese gemacht, der den Beweis der Befähigung der jüdischen Jugend zu landwirtschaftlichen Arbeiten erbrachte, und uns, da wir diese Arbeit fortsetzen, zu frohen Hoffnuogen für di e Zukunft berechtigt Unserem Br. Willy Wolff, der dieser Arbeit in erster Linie seine Dienste widmete, gebührt besondere dankbare Erwähnung. —» Unser Arbeitsnachweisausschuß arbeitete unter' Br. Julius Sommers Führung, wie immer, musterhaft. Wh* sind im Begriff, diesen Ausschuß zu einem selbständigen Verein umzubilden. Die nötigen Vorarbeiten hierzu sind im Gange Außer diesen Werken sozialer Richtung im allgemeinen, sei im besonderen noch zweier' Arbeiten gedacht, welchen d e Loge ihr Interesse, ihre Mittel und die Arbeit ihrer Brüder gewidmet hat. Erstens hat der Handwerkerverein ein „Heim für jüdische Handwerkslehrlinge" zu gründen die Absicht. Wir beteiligten uns an dieser Aufgabe durch Entsendung eines Delegierten in den vorbereitenden Ausschuß, durch Zuwendung einer ansehnlichen Subvention und werden auch im Vorstand dieses „Heims" vertreten sein. Es handelt sich bei diesem Plan in erster Linie um Zu- führung jüdischer Jungen zum Handwerk. Zweitens planen wir die Gründung einer „Heilstätte für tuberkulöse Kinder4-. Einer unserer verdienstvollsten Brüder, Br. Michael M. Mainz, hat uns durch Vorarbeiten in die Lage versetzt, diesen Plan mit freudiger Zuversicht in unser Programm aufzunehmen. Ein Ausschuß, an dessen Spüze Br. Dr med. David Rothschild, eine Autorität in dem Spezialfache der tuberkulösen Krankheiten, steht, arbeitet mit großer Sachkenntnis und anerkennenswerter Hingebung an seiner Aufgabe. DMkt neuen Aufgaben enthoben uns nicht unserer ——-r. ^BB^BBM*BS*>^^ ^BBaM ^BTa*P^*BTh^^**SlsBM ^Ba^K S^k BVtta^BW «tau auf .»^^^i^^^^a-B^B^^ag^^^ cneiiueiiu, ois w iiseriiura m Dfcz, ore rviuiRfiuausa M Nauheim, Soden, dal Qnmperfz'scrte SteclfeMitfus und andere zahlreiche wohltätige Aris'taTfen. XM& diese Anstalten darf ich unsere Kinder nennen, denn die Gründung fast aller beruhte nicht allein auf der Initiative unserer Loge, auch ihre arbeitenden Mitglieder relfrulJefen sich aus dem Kreise unserer Logenbrüder. | Unser Br. Direktor Dr. Adler hat an seinem 60. Geburtstage, den die Loge mit ihm in diesem Jahre feiern konnte, eine Unterstützungsk asse für Töchter jüp. Lehrer und Beamten gegründet, an deren Gründung sich ebenfalls eine größere Anzahl Brüder beteiligen konnte. Unser Logenfond beträgt: M 18987227 '; •' I ' L ■ ■ '■' •' " '•" * - Unser Kriegshilfsfond beträgt: „ 30 709.86 Unser Bruderhilfsfond, dessen Höhe nicht bekannt gegeben wird, zeigt weitere Zunahme. Unterstützungen wurden gewährt aus dem Kriegshilfsfond : M 3 500.— aus den anderen Fonds .. 84QQ.— zusammen M 11 900.— Unsere Fr a üen v er e i n igung, welche sonst die Gepflogenheit hatte, auch jeweils an unseren S tzungs- - abenden in unserem großen Saale ihre Versammlungen abzuhalten, war in diesem Winter durch die Schwierigkeit der Beheizung behindert, doch hat sie auf allen Gebieten ihre! segensreiche Tätigkeit fortgesetzt. Die Jugendgruppe der Frauenvereinigung hat sich durch Be ubeitung unseres an der Hundswiese gepachteten Grundstücks wahrhaft glänzend bewähr t Ohne jede bezahlte Hilfe haben die Mädchen ein Grundstück von 10 Ar bewirtschaftet, was einen erheblichen Aufwand von Zeit und Arbeit erforderte. Sie haben die Freude gehabt, einen reichen Ernteertrag zu sehen. Dieser landwirtschaftliche Versuch wird ioi nächsten Sommer erweitert fortgesetzt werden, und wenn erst die Lehren, die uns der erste Versuch gab, ausgenü zt Und die Kinderkrankheiten, die dieser Sache, wie jedem Versuch, anhaften, über#unden sein werden, werden wir alle unsere ungerüMe Freude an dieser Arbelt haben.

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