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Bericht der Großloge für Deutschland · 1918-05-01 · Nr. 4 - Mai · p. Seite 51

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1918
Issue
Nr. 4 - Mai
Date
1918-05-01
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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der regste Blutuvlauf ******* hat Die Wissensch»« des Judentums bat ferner der Herfcilflhiiiiig der Emanzipation planmäßig «ad erfolgreich vorgearbeitet, sie bat dem Vorurteil der Jahrhunderte gesicherte Tatsachen und Erkenntnisse gegenübergestellt «od dar i t"jfrp*—|j»"i unsere soziale und politische Lage von Grund aas zu andern. Und wenn noch heute gewissenlose Agitatoren es wagen, I alte vergiftete Waffen gegen uns zu erheben, dürfen wir dato Schutz unserer Wissenschaft, ihrem Einfluß auf alle QebHdeteu getrost vertrauen. Was aber bat die moderne Judenhdt getan, um der Wissenschaft des Judentums, eine daueflftie, nachhaltige Wirksamkeit zu sichern? Sie hat die Institutionen, die ihrer Pflege dienen, in kümmerlicher Weise ihr Dasein fristen lassen,! nat der Wissenschaft und ihren Vertretern geringe Wertschätzung entgegengebracht. Die Wissenschaft des Judentums galt Ihr als eine Angelegenheit der Religion, der ein „moderner Mensch*', ohne sich eine Blöße zu geben, seine Förderung nicht angedeihen lassen dürfte. Oedinken- und sorglos baute man darauf, daß das ' Wissen, das alte Eibfeil unseres Stammes, .aus unserer Mitte nicht schwinden würde. Aber ein Erbe kann sich nie erhalten, wenn man es nicht vor Zerstörung schü'zt, es nicht erwirbt, um es zu besitzen. So ist auch die Wissenschaft in unserer Mitte, da sie ohne Förderung und ohne Beachtung blieb, zusehends zurückgegangen. Die gelehrten Laien, die noch vor zwei Generationen in unserer Mitte so zahlreich waren, sind längst ausgestorben. Aber nunmehr sind wir auch bei den Berufsgelehrten an dem kritischen Punkte angelangt, daß uns der Nachwuchs auszugehen beginnt. Die Lage droht, sich in kurzer Zeit derart zu verschlimmern, daß sie zu einer Frage von Sein oder Nichtsein für unsere Wissenschaft und damit für das Judentum sich zuspitzt Dieser Alarmruf wird heute nicht zum ersten Mal erhoben. Einsichtige haben den Verfall kommen aen und davor gewarnt. Auch in diesen Moa*b> berichten ist bereits Vorjahren') eindringUch zur sieder MBt unseeer Wissenschaft aufgerufen Damals blieb die wanne Stimme das ungebört diesmal darf das Wort, das ein Hermann Cohen uns ans dem Grabe zuruft erfolglos verhauen. Unsere Brüder und Logen, die in der Förderung der sozialen und kulturellen Autgaben des Judenrums stets ab) Pioniere voranschreiten, werden auch in diesem BestrehfB, die geistig« Zukauft des Judentums zu sichern, nicht zurückstehen Diese Erwartung dürfen wir mit umso arMarer Zuversicht aussprechen, als die hochwürdige G rofUoge großmütig mit ihrer Beteiligung vorangegangen ist Das Kuratorium der Timendorfer-Stiluwg hat unter Leitung des hochwürdigen 3Präsidenten beschlossen, die Zinsen der Stiftung der Akademie zur Verfügung zu stellen und die aufzufordern, ihre Spenden und Sammlungen für ] den gleichen Zweck der Stiftung zuzuführen. Brüder fördern daher nicht nur die gute te, sondern auch eine Logeninstitution, «renn sie für! die neue Gründung willig Opfer bringen, und sichern dem Großpräsidenten einen Einfluß auf die Verwaltung der Akademie, der mit der Höhe der Mittel wachst Eine ihnen vom Gescbäftsausschuß zugesandte Anregung der w. Sinai-Loge gibt den Logen Gelegenheit, sich mit der Frage der Akademie zu beschäftigen. Das Ergebnis kann für jeden, dem es um die Zukunft des Judentums ernst ist nicht zweifelhaft sein. Hermann Cohen lag es am Herzen, die noch nicht erloschene Liebe zur Tora, zum Schrifttum der Väter wieder zu wecken. Es ist ein Gebot der, Dankbarkeit an dem Bau, zu dem der verdiente Grundstein gelegt hat 'rüstig weiter- „Zeit isFsl" J. Elbogen (Berth. Auerb.-Loge). Bruder den zuarbeiten! Aus dem Büro der Großloge *) M. B. 1910. Nr. Ii. Bemerkungen zum Boidertag Karlsbad Von £ F. - .»• 1 * ■ * -- Iii ■ .»" . N Förderung der Jugendvereine. Der Oescbäftsausschuss bat beschlossen nachstehendes Rundschreiben an die w. Logen zu richten, dessen Wortlaut wir auch hier den lieben Brüdern zur Kenntnis bringen. Der Verband neutraler Jugendvereine hat die Anregung gegeben, die jüdischen Jugendvereine bezw. Verbinde der verschiedenen Richtungen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschließen, um da gemeinsames. Arbeiten auf dem Gebiete allgemeiner Jugendpflege und Jugendbildung, sowie bei allgemein jüdischen Fragen zu erzielen. — Die am Dienjlag, dem 5. März d. J. in Berlin stattgehabte n

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