Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Nr. 8 - September
- Date
- 1917-09-01
- Page
- Seite 114 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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„Unser s. w. Verbandsprä: ident Br. Professor Ehrmann erhielt vom k u. k Generalkonsul Hu8° Silvestri eine am 20. Mai 1917 an Bord des dischen Dampfers Rijndam geschriebene genden Inhalts: niederlän- Karte fol- „Hochgeehrter Herr! Ch cago hat Bruderi selben n zu be- Mein Freund, Herr Adolf Kraus in mich vor meiner Abreise ersucht, Ihnen seinen I . ^- grüß zu übermitteln. Auch bittet .er Sie, Sinne den Präsidenten des Vereines in Berl|i grüßen. Hochachtungsvoll Hugo SiIv e s tr i k. u." k Generalkonsul ■ Bis dahin freilich müsssen alle unsere Beziehungen zu Amerika ruhen, denn es gibt während d«s Krieges keine irgendwie offizielle Verbindung mit Aflierika. Als notwendige Folge .freilich werden vrirj zu erachten haben, daß der deutsche Distrikt ncch| mehr als bisher auf sich.selbst und auf seine Kr.ift! angewiesen sein wird^und die'serhalb wird der \ p p e 11 nach Stärkung des deutschen Distriktes durch neue Brüder, den die Großloge in der Februar-Nummer 1917 unserer Monatsber ch|te erlassen hat, noch mehr Geltung haben müsspn. Die Gewinnung neuer Mitglieder tut Uns bitter not. Das Jahr 1915 hat uns eine Einbuße 'von 217 Mitgliedern und" das Jahr 1916 eine Einbuße! vbn 180 Mitgliedern gebracht. Unser Mitgliederbestand betrug Ende 1916 8586 Mitglieder, 2lso. noch weniger als bereits Ende 1912, während der Mitgliederbestand Ende 1914 8983 betrug: ... . Der Appell vom Februar 1917 ist nicht ohne Wirkung geblieben. Während im ganzen Jahne 1915 nur 60 neue Mitglieder aufgenommen wurden und im ganzen Jahr 1916 113 Mitglieder, sind im ersjten Halbjahr 1917 bereits 162 neue Mitglieder im deutschen Distrikt eingeführt worden. Di aber der jährliche Abgang durch Tod und Austritt etwa 280-300 Mitglieder beträgt, so müsseh noch 140 neue Mitglieder in diesem Jahre gewonnen werden, wenn die Zahl der Mitglieder nicht auch im Jahre 1917 zurückgehen soU. Mit Rücksicht darauf, daß noch immer wegen des Krieges eine Großlogen Versammlung nicht stattgefun-' den hat, hat die Großloge gern der Anregung Folge gegeben, die Präsidenten der sämtlichen deutschen Logen als Gäste bei der Oeneralkomitee-Sitzung zu sehen, damit diese mit iljren Wünschen zu Worte kommen, und damit' aus bewährtem Munde Rat erteil| werde, in welcher Weise das Logenleben während des Krieges und nach dem Kriege gehandhabt werden solle. Der Vortrag von Br. Dr. Ollendorff-Barmen wird ja die Möglichkeit, geben, stich nach jeder Richtung aussprechen zu können. Wenn auch naturgemäß die innere Propaganda den Hauptgegenstand der Diskussion bilden wird, so bitte ich mit Rücksicht auf das von mir Vorgetragene, auch die ä u ß e r e Propaganda in den KVeis der Tätigkeit für das Wintersemester 1917, IS ziehei zu wollen. Dabei interessiert mich besonders der an- ' geregte Gedanke der Erleichterung der Einlrittsg :Ider und der Beiträge durch Staffelung. Sie wissen, daß ich rrn'ch s. Zt. ganz besonders für den Gedanken interessiert habe, diejenigen Söhne lebender und verstorbener Brüder, die das dreißigste Lebensjahr noch nicht erreicht und die noch keine Selbstständigkeit erlangt haben, von der Verpflichtung der Zahlung von Eintrittsgeldern zu befreien. Je mehr ich iber diesen Gedanken nachgedacht desto sympathischer erschien er mir. Ich würde wünschen, daß er ebenfalls Gegenstand der Beschlußfassung werden winde. Die Präsidenten der Logen resp. ihre Veit-eter werden von mir und dem Generalkomitee auf das * JT ' T herzlichste willkommen geheißen.1 Ich lüge roch den Wunsch hinzu, daß sie, durch die Aussprache für ihre Tätigkeit segensreich angeregt und beeinflußt, befriedigt zu ihren Logen zurückkehren mögen. , Zu meinem eigentlichen Bericht übergehend, gedenken wir, wie immer, an erster Stelle der Brüder, die mit uns gearbeitet und von uns geschieden sind Aus dem Kreise der Großloge starben die Brüder Expräsidenten: Samuel Meyer-Berlin v. d. Pommerania-Loge- Stargard, i ) Gustav Hirschberg-Freiburg, Josef Baum-Wiesbaden, Richard Bacher-Magdeburg, Adolf Beck-Chemnitz, Max Wachsner Hindenburg, Emil Weil-Karlsruhe, Julius Bensheimer-Mannheim, Gustav Herzfeld-Düsseldorf, fast alle Träger klangvoller Namen, deren Bedeutung sich in unserem Ordensleben nicht erschöpfte, fast alle Führer im öffentlichen Leben ihrer Vaterstadt. } 114 —