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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-09-01 · Nr. 8 - September · p. Seite 109

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 8 - September
Date
1917-09-01
Page
Seite 109 (sequence 1)
Language
German
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o Berlin, September 1917. BERICHT Nummer 8. VIII10. B. B. Eingetragener Verein. Eigener Verlag drr Grossloge. Bureau: W62, Kleiststr. 12. Telephon: Amt Lützow 4619. Postscheck: 16333 Nachdruck »amtllchar Artikel aus dieten Berichten verboten. Inhalt i Zur religiösen Jahreswende. Logen. — Gedächtnisblich. « Zum Neujahr — Berieht des Br. GroBprasiucnteh zur..!30. Sitzung des Qelieralltpmilees. — Auswärtige Zur religiösen Jahreswende im vierten Kriegsjahre entbietet die Großloge den w. Logen, allen 1. Brüdern und Schwestern ihren Gruß und herzliche Wünsche. I In einer Umwelt der Größe und des Grauens, die uns alltäglich geworden, gilt es das Alltagliche zu tun, ohne sich durch den Druck der Zeit niederbeugen zu lassen; gilt es, das Haus so zu erhalten, daß unsere Lieben bei ihrer Heimkehr aus Feld und Ferne ein Hei m wiederfinden.« Auch das jüdische Haus soll hier vorbildlich sein. Wir haben mancherlei Entbehrungen zu ertragen. Es ist wenig im Verhältnis zu dem, was unsere Kämpfer an täglichen Nöten, an Grausigem wie an Eintönigem, durchmachen müssen. Am schwersten ist und bleibt für uns Daheimgebliebene, das seelische Gleichgewicht zu erhalten - gegenüber dem, was uns fehlt, was wir brauchen, was wir hoffen und wünschen. Die Aufgabe, die wir in diesem Punkte zu erfüllen haben, leisten wir für uns und alle unsere Lieben — daheim und in der Ferne. Laßt uns auch darin Vorbilder «ein! . , ' '. > . Auch hierin zeigt sich W o h 11 ä t i g k e i t, Bruderliebe und Eintracht. So möge denn ein gütiges Geschick uns geben, daß wir unser Haus wohlbehütet erhalten! Unseren Lieben sei glückliche Heimkehr beschieden, den Leidenden sei Trost, daß ihre Opfer der Gesamtheit gebracht sind. % i j Ihnen gelte unsere doppelte Liebe!! v . , ' 1 7 ' 1 ''■'■ >'' ' - ' ' . ■ ■ s-'j -'H" " * Timendorfer Goldschmidt Zum Neujahr. i [' •' ' j . " Zum vierten Male feiern wir unser religiöses Neu- und Kriegeszeiten erzählen, ahrsfest, während fast die ganze Welt in Waffen starrt und alle Erfindungskiinste aufgeboten, alle Elemente un'ertan gemacht werden, um Elend und. Jammer, Tod und Vernichtung über die ganze Menschheit zu bringen. Wir als Juden können den Haß und die Feindschaft der Völker gegeneinanderan sich nicht begreifen, so wenig wir die Feindschaft gegen uns selbst zu begreifen vermögen. Denn die Blätter unserer Heiligen Schrift, so viel sie auch von Krieg sind durchweht vom Hauche des Friedens; auf dem Leidenswege unserer Vorfahren durch die Jahrtausende der Geschichte begleitete und hielt sie aufrecht .die. Ffaffnung auf den ewigen Völkerfrieden, die ^messianlsche Hoffnung. Und so weit sicVauch' der einzelne unter unseren Glaubensgenossen von dem Judentum der Vergangenheit entfernt haben mag, /las geistige Erbe^ unseres, ja der Menschheit größten Lehrers, Mose, und unserer Propheten, das durdi alle Generationen erhalten . ge- - 109 —

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