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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-08-01 · Nr. 7 - August · p. Seite 106

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 7 - August
Date
1917-08-01
Page
Seite 106 (sequence 14)
Language
German
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Artikel und Berichte aus dem Verbände Aus dem Verbünde der FrnuenvereiniMnjen der 11.0, i Manuskripte für Einsendungen, die untei dieser Rubrik erscheinen sollen, werden jedoch zuvor Frau Julie i a I i n ge r. Dresden-A. Gabelsbergerstr. 20, erbeten. stehen unter Verantwortung der Hedaktion der Monatsberichte der Orotslogi; an die Adresse von Die Soziale Frauenschule in Hamburg. Vbn Mary Fink. ist les dringendste Was die Frauen von damals Ein Sehnsuchtstraum, tfen hochgemute Frauen und Männer Hamburgs sehen seit länger Hals einem Jahrhundert geträumt, den Mal vi da von Meysenbug, Emilie Wüstenfeld vergeblich in die Tat umzusetzen versucht hatten, er ist jetzt durch die Gründung der sozialen FrauenschuleIund des sozialpädagogischen Institutes zur Wirklichkeit geworden. Die Zeit ist reif — durch den [Krieg vielleicht überreif dafür! Und was vor fünfzig Jahren noch Utopie sein konnte — heute Forderung des Tiges ihren Gtschlechtsgenot sinnen erringen wollten: eine gründliche Durchbildung des Wissens, eine zielbewußte Entwicklung aller vorhandenen Fähigkeiten, damit sie nicht nur den Allernächsten, sondern m weit höherem Maße der Allgemeinheit dienen konnten — das der Zweck und das Ziel der neuen Schule. Und | heute, da die soziale Erkenntnis, das soziale V erantwortungsgefühl in's Riesenhafte gewachsen ist, gemessen an dem Zeitgeist von damals, wo alles weibliche Streben auf heftigste Widerslände stieß, heute kann verwirklicht werden, was damals nicht möglich" war. . „Keine Tugend ist weiblicher, als die Sorge für andere"; diese Kleist'schen Worte hart unser Bürgermeister in seiner Eröffnungsrede dem Neugeborenen mit auf den Weg gegeben. Und sie scheinen mir ganz besonders gut gewählt, wie eigens geprägt für diese Anstalt,, deren erstes und letztes Ziel es ist, Frauen heranzubilden zu dem Dienst, c er hingehendsten Sohge lür Andere.. ~ Der entsetzliche, grausame, mannemordende Krieg er zeigt sich hier als ein Teil jener Kraft, die das Böse will und das Gute schafft DeiU die Gründung der Schule steht in engster Verbindung mit den Eindrücken und Wirkungen des Kriege t Unsere weib- .B. Losen. auch manche, Ersitz suchen. Und was liehe Jugend, die ja seit Jahren nun schon auf den mannigfaltigen Gebieten der Kriegshilfe freiwilligen Vaterlandsdienst leistet, findet in der sozialen Aroeit ein Feld befriedigenden Wirkens. Diese freiwil Arbeit zu einer dauernden Berifstätigkeit werden zu lassen, das ist der Wunsch Vieler. AeuBere Not wendigkeit drängt zudem wohl für Ehe und Familienberuf zl wäre da geeigneter, dem Wunsche nach Betä.igung helfender Liebe zu genügen, ein Frauenleben würdig auszufüllen? Es genügt den ernst Strebinden nicht mehr, dilettantenbafter Weise Wohlfahrtspflege Ein wenig Säuglingsfürsorge, nachweis, gelegentlich auch 'mal ist Die großen Zusammenhänge sollen erforscht, die hohe in zu üben, ein bischen Arbeits- Bahnhofsmission aller sozialen Kräfte die Alltagsarbeit um- Gestähltes Wollen Wissen und Können stützen. Uid streng systematische Berufsbildung vor dem Kriege in u|nd Dresden soziale Wichtigkeit der Einheitlichkeit betont, der enge Horizont, der lagert, soll durchbrochen werder muß sich auf dazu ist eine dringendes Erfordernis. Es bestanden zwar schon Berlin, München, Frankfurt Frauenschulen, die Angliederung eines sozial-pädagogischen Institutes vollzieht sich hier jedoch zum ersten Male. Die Frauenschule will im Ai.schluß an die Lyzeen die allgemeine Bildung der jungen Mädchen nach der hauswirlschaftlich-pädagogischen, staalsbürgerlicben Seite erweitert führen. Die Hauptfächer ihres Geschichte, Bürgerkunde, Volkswirtschsftslehre, Ein führung in die Praxis der Wohlfahrtspflege, Pavelologie und Pädagogik, Sozialethik, üesundheitslehre, Kulturpüege und Organisationsl« tire. — 106 — sozialen und und zum Abschluß .. < -ehrplanes umfassen

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