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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. Seite 74

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1917-05-01
Page
Seite 74 (sequence 14)
Language
German
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Frl. G. v. Blücher, Dresden-A., Liebigstraße 22 zu richten. I f ■» " - - * T ' * " I * 1 I I * /I'' * * ■ I Der Frauenverein der Lesn'ng-Loge zu Breslau hat vor kurzer Zeit ein .schönes Festfeiern können, um ein langjähriges Vorstandsmitglied, Frau Valerie G 1 a s s, anläßlich ihres siebzigsten Geburtstages zu ehren. Dreißig Jahre lang gehört Frau Olass dem Vorstand an und hat in dieser langen Zeit ihre ganze* Kraft dem Verein gewidmet- Die Ferienkolonie lag ihr besonders am Herzen; ihre gütige, mütterliche Art konnte sich in der Arbeit für pie -Kinder am besten entfalten.- Trolz ihrer Jahre fand auch die Kriegsarbeit sie auf * dem Posten und sie gehört noch heute zu den Unermüdlichen, wenn es gilt, Fürsorge zu üben. So war es denn eine gjern geübte Pflicht, daß nicht nur der gesamte Vorstand des Frauenvereins der Less"mg Loge unter Führung der Vorsi zenden Frau Clara Peiser, sondern auch der Logenpräsident und «ämtliche Vertreter der Verschiedenen Logenkommissionen an diesem Tage im Hause der Geburtstajgfjubilarin erschienen, um ihre Cückwünsche darzubringen. Die Loge ehrte sie außerdem noch durch Ueterreichung eines schön geschliffenen Pokals mit Inschrift. Der Frauqnverein .iberreichte eine von Frau Peiser verfaßte Adresse ■und eine Urkunde über eine Valerie Gla=s-Stiftung im Beirage von 1000 Mark, deren Zinsen einem von Frau GlaSs zu bestimmenden Kirde aus der Ferienkolonie zu gute5 kommen sollen. Am 22. März gab der Frauenverein zu Ehren Ider Jubilarin eine-gesellige NacHraittagsunterhältung, um dem ganzen Verein "Hie Möglichkeit zü. geben, die verehrte Frau zu beglückwünschen. Im festlich geschmückten Saal war ein, durch- Ansprachen und 'Aufführungen verschönter, gemütlicher und froher Nachmittagstee veranstaltet, und der stark? Besuch, wie die Fe.tstimmung bewiesen der regen und geistig frischen Siebzigjährigen, welcher großen.Liebe, Freundschaft und Sympathie sie?sich zu erfreuen! hat. Mrjge sie noch Ian^e Jahre so frisch, gesund und freudig für das Gemeinwohl weiterarbeiten. Das ist der Wunsch,. . den der Frauenv£rb^nd der UL O. B B. jLogen für diese 70 Jähre, alte? nein, junge! Mitarbeiterin hegt '■• i A ■■■ . , j ■ - •. i i ■ ' 1 Schwesternbund der Baselloge. (Präsidentin Fr. H. Wjler.) Es ist nun das dritte Mal, daß wir untere Jahresversammlung im Zeichen des Krieges abhalten müssen. Das große Völkerringen hat noch kein Ende und wird es anscheinend auch nicht so schnell finden. So war denn unsere Arbeit auch, im verflossenen Jahre wieder stark vom Kriege beeinflußt, und wir blicken auf ein arbeitsreiches Jahr zurück, das uns wohl Mühe, aber auch Freude und Befriedigung brachte. Wir sehen unsere Arbeit allseilig anerkannt. Es laufen reichliche Bestellungen für unsere Heimarbeiterinnen ein, so vom Roten Kreuz, von der Geschäftsstelle für Kriegsgefangene, vom Geiselbü-o von der Hilfsgesellschaft für Evakuierte, vom Piatzkommando, von der Gesellschaft „Zwischen Licht", vom Israelitischen Waisenhaus, vom Malbisch Arumim und auch von Privatpersonen. Um die trotzdem aufgestapelte fertige Arbeit zu verwerten, wurde ein Bazar veranstaltet, für den uns das hiesige Platzkommando einen Verkaufsstand mit Arbeiten kranker schweizerischer Wehrmänner zur Verfügung stellte. Das Jtaseler Polizeidepartement überließ uns die Verkaufsstände, der katholische Nähverein die dazu gehörige Ausschmückung, so daß durch dieses Zusamtrenw rken ein außerordentlich befriedigender Erfolg erziel: werden kannte. Zum Besten des Israelitischen Hilfskomitees wurde ein bunter Abend mit anschießender Verlosung veranstaltet, der durch die dankenswerte Mitwirkung von Töchtern und Söhnen unseres Logenkreises allgemeines Interesse erfegte und uns den Reinertrag von fr. 360 brachte. Am 20. Dezember fand, wie jedes Jabr, die C h anukafeier mit anschließe ndei Gabenverteilung statt, wobei wir 120 Kinder um uns vereinigen konnten und zu -der wir, wie übl ch auch die Waisenkinder eingeladen hatten. Bei der <nappheit der Lebensmittel in den meisten Familien w ir es eine Freude, zu sehen j r 7\ * %'. * wie gut den Kindern unseie Bewirk ng mit Schokolade und süßen Brötchen riundete. Wir haben den K i n d e r h o r t, d en wir zu Anfang des Krieges auflösten, wieder für 4 Nachmittage der Woche eingerichtet. Augenblicklich nehmen 25 Kinder daran teil. Sie werden, wie in alen Horten mit Arbeit und Spiel beschäftig t und erhalten zur Vesperzeit Brot und Sthokolade unserer Logenschwestern die Aufsicht und je 2 jur und Liebe für die Sache anwesend. Mit Dank an die Loge Stützung, möge dieser Bericht mit oder Ap el. Die Töchter übernehrt en abwechselnd ge Mädchen sind mit Lust an jedem Hortnachmittag für ihre tatkräftige Unterdem Wunsche schließen, daß auch fernerhin ein guter Stern über unserm Streben walten möge. l— 74 — I

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