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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-04-01 · Nr. 4 - April · p. Seite 60

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 4 - April
Date
1917-04-01
Page
Seite 60 (sequence 16)
Language
German
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p In der Berichtszeit ist ein neuer Edelsten in die Krone der Wohltätigkeitsinstitute U. O. B[) B. eingeügt worden: das „Leo N. Levi Gedächtnis-Hospital" tu Hot Springs in Arkansas wurde seiner Bestimmung ubergeben. 1904 faßte die Großloge des 7. Distrikts den Plan, für die armen Glaubensgenossen,: die dies .amerikanische Karlsbad1' besuchen, ein Krankenheim eu schaffen. Noch während der acht Jahre dauernden Verhandlungen wurden von den vorhandenen Mitteln jereits über 1000 arme Kfarke unterstützt 1910 wurde der Bau beschlossen, 1913 wurde er ausgeführt, m November 1914 wurde er vollendet Seit c'er Erjffnung sind bereits 191 Insassen — ohne Unterschied des Glaubens — in dem Hospital beherbergt worden. usf. jetzt ist die feierliche Einweihung des Instituts in Gegenwart zweier Töchter unseres verstorbenen Ordenspräsidenten Br. Leo N. Levi durch den Rabbiner Louis Witt aus Little Rock erfqlgt. Dr. Frank W. Lambden, Oberarzt am deutschen Krankenhause zu Chicago, schreibt über diese neue Ordensschöpfung: „Das Hospital ist hübsch gelegen und für den Zweck, dem es dient, gradezu glänzend ausgestattet. >ie Hilfsmittel zu therapeutischer Behandlung sind ollständig. Die Anstalt.ist ein Gesundbrunnen für ie bedürftigen Kranken.- Dem Orden B. B.| gebührt hohes Leb für seine Hochherzigkeit."f. ' Im Mittelpunkt einer gleichfalls großen Feier stand Br. Rabbiner Dr. Eduard Calis c h, Mitglied des Exekutiv-Komitees in Richmond. Während »eine Gemeinde das 75 jährige Bestehen ihres j Tempels „Bern Ahabah" feierte, beging der Rabbiner sein 25jähriges Amtsjubiläum. Fünfzehn Jahre lang, vertritt Br. Dr. Calisch den 5. Distrikt im Exekutiv-;Komitee. Eine Ehre für Br. Dr. Calisch wie für den Orden sind die Glückwünschworte des Pastors Dr. Edward Leigh Pell: „Sie halfen die Erkenntnis verbreiten, daß, wie es nur einen Gott gibt, es auch nur eine Menschheit gibt. Sie haben mit dazu beigetragen, daß Juden und Christen mit einander auskommen, an einander glauben. Sie haben mitgewirkt, daß die Herzen der Juden und Christen,. | einander entgegenschlagen. Wenn Gott gütig ist, so sollten auch seine Kinder nicht bloß tolerant, nein, gütig, wunderbar gütig gegen .einander sein." Ith Namen des amerikanischen Rabbinerverbandes sprach Dr. William Rosenow, indem er das herrliche Schriftwort Hosea 2, 21 u. 22 auf den Jubilar anwandte. Auch Logen feierten in der Berichtszeit Jubiläen, so die Joseph-Loge zu St. joseph (Missouri), die das Jubelfest ihres fünfzigjährigen Bestehens beging. Zwei Brüder, die damals die Loge mitbegründeten, Samuel Levy und Samuel Heß, leben heute noch. Zur Erinnerung an dies seltene Fest spendete die Loge jedem Bruder eine Menorah mit entsprechender Widmung. Auch die Logen zu Columbus (Georgia) und Beth Zur in Mobile (Alaska) konnten auf ein halbes Jahrhundert treuer Logenarbeit in festlicher Stunde zurückblicken. In Chicago feierte die Großloge des 6 Distrikts die Einweihung des Heinrich Orünbaum-Gedäcbmisbrunnens auf dem B'nai B'rith-Friedhofe. Br. Grünbaum war der Begründer und erste Großpräsident der Großlsge Nr. 6. Gleichfalls in Chicago fand eine gewaltige Volksversammlung behufs Aufbringung eines Hilfsfonds für die durch den Krieg geschädigten Glaubensgenossen statt Ansprachen hielten: Monsignore Francis E. Kelley als Vertreter des Erzbischoft, Dr. Jenkin Lloyd Jones, Wm. J. CalhouH und Rabbiner Dr. J. L. M ag n e 8. Die angesehenste« Christen unterzeichneten den Aufruf, der in geradezu schmeichelhaften Ausdrücken der Wohltätigkeitsäktionen gedenkt, an denen sich die Chicagoer Juden jederzeit opferfreudig beteiligt haben. Vier neue Logen traten ins Leben: in Ost St. Louii wurde die Illinois-Loge mit 100, in Steubenville (Ohi») die Loge gleichen Nauens mit 29, in Chisholm die Scholem-Loge mit 33, und in Huntington eine Loge mit 41 Mitgliedern gegründet. - Die London-Loge meldet, daß sich ihr der bekannte jüdische Maler P i 1 i c h o w s k i als Mitglied' angeschlossen hat. Br. Professor Dr. Eugen Wölbe, I Musketier Res.-Iaf -Reg. 93, Eis.-Bat, 4. Komp)., Mitglied der Montefiore-Loge. Berichtigung. Der Verfasser des Reh Frage der Berufsberatung' (Monatsbericht 19 nicht Siraus. »" . er»ts : „Was wird aus unteren Söhnen?", das in dem Artikel „Zur 1T7, Nr. 3 S. 31) erwähnt wird, ist Br. Dr. Nathan Stein, KarUruhe, D. Red. Beiliegend : „Inhaltsverzeichnis 1916." r«raai rwortliah flr! D». B. Fink et, Klfiititrale ». — Druck: Max Cohn, Berlin SW. 68, HoUmuuutr.Io.

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