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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-04-01 · Nr. 4 - April · p. Seite 53

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 4 - April
Date
1917-04-01
Page
Seite 53 (sequence 9)
Language
German
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Mansche i, erringen ihm das höchste Ulück auf Erden „Die Persönlichkeit" und reichen ihm das Rüstzeug zum Durchhalten in allen Lagen und Verhältnissen des Lebens. Wer durch die Sthule der Logen gegangen, der wird standhaft und entschlossen auch den "röti en Gefahren ins Antlitz schauen und überal ii - - ganzen Mann stellen. Innerlich gefestigt, zum Kampfe gegen Not und Leid mit jenen Waffen ausgerüstet, die nicht versagen und niemals stumpf werden, mit der Liebje, die sich selbst überwindet, und der Opferwilligkeit, die alles trägtj und duldet» bleibt er ungebrochen und aufrecht, ein Quill des Segen; si:h selbst und der Sache, der er dient. Ohne Abs cht, unbewußt hat so ' unsere V'/einigurg mit die Warfen schmieden helfen, mit deneri wir jns in unserem Vaterlande versehen müssen, unn in den Kämp'en und Entbehrungen, die draußen und c aluim zu liesleken sind, nich' zu erliegen. „Eines Allannes Tugend erprobt allein die Stunde der Ge'ahr, auch unseres Ordens Ideale bewähren ihren und ihre Kraft eben jetzt, wo sie uns gelehrt dem] Leid und der Sorge zu trotzen und auch Stunde der Gefahr uns d;s Gleichgewicht dei zu erhalten. und Wert laben, n der Seele Was der Orden vollends wählend des Xri'e ges zum Segen unseres Vaterlandes leistet, wird zu einen Ruhmesblatt in seiner Geschichte und gsroicht der ganzen deutschen Juieiheit zur höchsten Ehre. Diese Arbeit setzt sich aus Einzeüeistungen zusammen, so zahlreich und so mannigfach, daß es schier untrüglich ist, auch nur ein einigermaßen getreues Bild von ihr zu entwerfen. Mm vergesse ja nicht, dal! überall, wo Juden in konfessionellen oder interkonfessionellen Vereinigungen mit am Werkt! sind, zu lindern und zu mildern, was die ..harte Not des Tages an Wunden schlägt, unser Orden die Pfohiere stellt, die ins Werk umsetzen die Ideen^ für «jlie sie in Liehe und Begeisterung erglühen. Die Spuren dieser Segenstätigkeit vermag ein jeder zu verfolgen, was aber nicht allgemein bekinnt werden kann, das ist, wie oft sich die Bruderliebe in diese bangen, langen Zeit des Sehnens und des Hoffens bewährt hat, wie so mancher Bruder, vom Schmerze der Vereinsamung gequält, aus seiner Familie und Umgebung gerissen, im Hause des Bruders [ liebevolle und gastliche Aufnahme gefunden und hier die innere Sammlung wiedergewonnen. All das und mehr noch aus solchem Liebtswirken läßt sich nicht nach Zahl und Maß bestimmen, daß aber unser Orden unendlich und vielen jetzt ein Helfer geworden und es täglich neu wird, ist mehr als gewiß. Er hat aber noch mehr geleistet. Er hat sein segensreiches Schaffen weit hinausgetragen und sich bis über die Grenzen unseres Vaterlandes in den Dienst der Verwundetenpflege gestellt. Der Lazarett/ng des Ordens, ein rühmliches Zeugrtis für die ihm innewohnende Gebefreude, erfüllt neben seiner eigen liehen Bestimmung nech die Aufgabe, in weife Kreise von den innerhalb der deutschen J ideji wirksamen Kräften Kenntnis hineinzutragen. Das ist gewiß nicht zu unterschätzen, mehr wir gekannt werden, in unserem Können Gebaren, de;to mehr mü;sen die Vorurteile schwinden, die, »ir im en uns ke;n«rTäu\chi!i!ig hingeben, in hohem Alaße I(:der noch bestehen. Solche Liebe, hofien wir, muß sich a's ein Samenkorn erweisen, aus dem noen Anerkennung und Würdigung hervorkeimen wird. Und diese Hoffnung ist wie de Stern am ftäshtlicheri Himmfel, der di:m Wanderer auf einsamen Weg-seinen PJad ererlieuchtet Daß wir getade jetzt, wo das gemeinsam vergossene Blut jüdischer und nichtjü Jischer Helden die daheim zur Harmsrie und Versöhnlichkeit, zum Festhalten am. proklamierten Burgfrieden spornen sallte, die alten Leidenschafjen wider uns neu aufflammen sehen, darf uns nicht, die wir als Juden uns zwischen Erinnerung und Hoffnung bewegen, beirren. Wir erhoffen eine neue Zeit, ein gefestigtes geschlossenes und gelästertes^ Deutschland, in dem freie Bihn werden soll für alle. Ringenden und Schaff;nden. Wi:Ichen_Pflichtenkreis da der .Krieg unserem Orden für die Z u k u n f t Ji interlassen wird? Wir meinen keinen anderen als den. der bisher schon sein BetätigutTgsgebiet gebildet. Atag man immerhin so häutig jetzt das Schlagwort hören und lesen, von der ..Neuorientierung". Wir freuet?, uns, daß wir am allen Geiste festhalten dürfen, und so au besten zu bestehen glauben. Uns ist es.Labsal und Beseligu ig, daß wir auf dem alten Grunde, weiterbauen könne n, und daß unser Lpgentempel die Pflanzstätte edelster Triebs und reinster Gesinnungen bleibt und zur Verherrlichung unseres Glaubens am würdevollsten beiträgt. Nichts Menschliches wird ihm weiter fern bleiben, und s» sott er uns zur Teilnahme an der großen AI enschhertsaufgabe vorbereiten, wie sie die Bibel als das Ziel aller Menschheitsvervollkommung zeichnet, und so für seinen Teil mit den Boden scharfen hellen, auf dem die Menschen und die Völker zur Verbesserung der Welt und zur Veredlung der Menschheit in Harmonie und, Eintracht sichzusamtnen- - 53 — .•}

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