Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1917-03-01
- Page
- Seite 38 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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de und wetteifert im Dienste der Kriegsküchen, der Kinderfürsorge, der Krankenpflege und in Vielen anderen Dingen mit ihrer Mutter, der Frauenvereinigung, im Dienste der Menschheit zur Ehre der jüd sehen Frau. Der Frauenvereinigung und der Jdgcndgruppe sei deshalb unser/ wärmster Dank hier aus gesprochen. In jüngster Zeit bemühen sich Philanthropen um Schaffung von Einrichtungen, die. die sittliche Qe ahr für unsere der Schule entwachsenen Jugend herabmindern sollen. In einen diesem Ziele zustrebenden Ausschuß haben wir zur Mitarbeit einen '"'-['--".• erfahrenen Bruder delegiert . Die Loge betonte dabei den Standpunkt, daß durch Stärkung des Montefiore-Vereins, auch ein Kind unserer Loge, den Zwecken jener Philanthropen am besten gedient werde. Der Beamtenrat dankt, zum Schluß durch den Mund des Präsidenten Br. Bernhard Simon allen Brüdern für die rege Unterstützung und das warme Interesse. Die Qroßloge schließt sich diesem Danke von Herzen an, der an erster Stelle wohl auf den Präsidenten und den Beamtenrat selbst ausgedehnt werden kann. (B'na Aus Amerika. LIV. B'rith News VIII, 8 n. 9). B'r i th Die vorliegenden Nummern der „B'na News44 stellen die Fraie: „Wer ist ein Ben Bris»?" Die Antwort lautet: „Wer reines Hetzens ist und reirer Hände;.wer weder In knechtischer Unterwürfigreit erstjrbt vor den Reichen, noch geringschätzig heraoblickt auf die Minderbemittelten; wer Frauen, Kindern und alten Leuten die ihnen gebührende Rücksichtnahme zu teil, werden läßt; wer zu anständig ist, um zu lügen, und zu peinlich gewissenhaft, un sich fremdes Gut anzueignen; wer Verlust ertra. ren kann, ohne zu wehklagen, und mit der Rechten gelten kann, ohne daß die Linke es weiß; wer seinen Ar teil an den Gütern dieses Welt freudig entgegennimmt, ebenso freudig aber dem Bruder den seinigen gönnt — der ist ein echter Ben Briss." Ebenso weist ein Vortrag des Br. M. H Bernstein vor der Joseph-Loge zu Savannah (Georgia) aul den großen Staatsmann aus jüdischem Stamme, Benjamin Disraeli, hin: „Von allen Lebensbil< lern der Geschichte gibt es vielleicht kefns, das so anziehend und so bemerkenswert ist und j andrersei's in so hohem Grade Ehrgeiz weckt und dem Leer einen so tiefen Einblick in die menschliche Natur gewährt, wie das Leben des Benjamin Disraeli. ' Dil ser — trotz der Taufe — durch und durch jüdisch füt lende Schriftsteller und Diplomat könnte auch in un »res Logen einmal zum Gegenstand eines' Vortrages gemacht werden: seine Tätigkeit auf dem Berliner Kongreß 1878 wird vielleicht für unsere — 3S — Sachwalter bei den sehnlichst erhofften Friedensverhandlungen vorbildlich sein! Wie die englischen Juden auf Disrael', so sind die amerikanischen Glaubensgenossen, insonderheit unsere Brüder, auf den bisherigen amerikanischen Botschafter bei der Pforte, Br. Rechtsanwalt Morgenthau, stolz. Angenehm berührte auf einer Versammlung, die anläßlich der Rückkehr Br. Morgenthaus veranstaltet wurde, eine Ansprache des Bischofs Oreer von der evangelisch-bischöflichen Kirche, welcher bemerkter „Ich bin überzeugt, daß die Religion, zu der er sich bekennt, unserm Botschafter Morgenthau die Schwungkraft verlieb, sich auf seinem überaus schwierigen Posten als diplomatischer Vertreter in Konstantinopel so glänzend zu bewähren." Inzwischen haben die amerikanischen Juden ihre Sammlungen zu Gunsten der durch den Krieg geschädigten Glaubensgenossen fortgesetzt Diesmal erstattet das New Yorker Zentralkomitee Bericht Et ist nicht nur nahezu eine Million Dollars eingekommen, nein, auch viele Weitgegenstände wurden an den Sammelstellen behufs Veräußerung abgeliefert Das Komitee plant ferner einen „Frauenhilfstag", während sich in Buffalo 850 Frauen verpflichtet haben, so lange der Krieg dauert, monatlich 4 Mark dem Hillsfond beizusteuern. In Milwaukee ist die Hilfsaktion nach Art der Logenwerbefeldzüge organisiert. Frau Ruscha Carmen Ist Vorsitzende