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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-11-01 · Nr. 8 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 8 - November
Date
1916-11-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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richtet könne. Auf diese Weise treten neue Logen ' ins L;ben, und die Brüder, die in logenlosen Städten leben bleiben der Fahne des Ordens B. B. treu. Die Aufre chterhaltung der Beziehungen zu den auswärtigen, verzogenen Mitgliedern ist einem besonderen Ausschuß zu übertragen, der zugleich mit der Oroßloge über jeden Wegzug von Brüdern korrespondiert. Befindet sich an dem heuen Wohnort des weggezogenen Bruders eine Loge] so ist diese von seiner Ankunft in Kenntnis zu setzen: sie wird den Zugewanderten einladen, sodaß sich der Fremde bald heimisch fühlen wird. Da der Orden in Amerika viele Mitglieder verloren hat, weil die Logen sich um die weggezogenen — vielleicht durchaus logenfreudigen — Brüder nicht mehr kümmerte, so schlägt Br. Marks einen allgemeinen Werbefeldzug vor, um diese abgesprengten Mitglieder wiederzugewinnen: die Förderungen der Loge an diese seien als verjährt anzusehen; und wenn es gelingt, diese Brüder wieder'für unsere Ideale zu begeistern, so nehme man sie mit offenen Armen auf, als neue Kandidaten mit den alten Rechten, aber mit neuen Pflichten. . ' Unter reger Mitarbeit des Ordens wirkt in Amerika der „Bund für höhere Erziehung der Waisenkinder". Vor zwanzig Jahren trat er ins Leben: 1904 machte der erste Stipendiat des Bundes sein medizinisches Staatsexamen mit höchster Auszeichnung. Seitdem haben sechzig jüdische junge Männer und Mädchen unter weitgehendster materieller Förderung durch den Erziehungsbund ihre Prüfungen abgelegt und sind zu Amt und Würden gelangt Der — inzwischen verstorbene — Vorsitzende des Vereins „Jüdisches Waisenhaus" zu New York war, als er von dem Erziehung?bunde hörte, von seinem Wesen und Wirken so entzückt, daß er ihn anläßlich seines 70. Geburlstages mit einer Spende von 400000 Mark bedachtef Ebenso erfreut sich die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Cincinnati des regen Interesses der amerikanischen Brüder. Dieses Rabbinerseminar zählte im abgelaufenen Winterhalbjahre 95 Hörer, die größte Studentenzahl seit seinem Bestehen. Das ausschließlich vom Orden unterhaltene Waisenhaus zu Erie 'Pennsylvanien) ist nunmehr in das vierte Jahr seines Bestehens eingetreten; es beherbergt zurzeit 29 Pfleglinge. In dem nämlichen Staat hat die Washington Loge, die 40 Brüder zählt (während die ganze Gemeinde nur aus 50 Familien besteht), ein« „Bibelschule" ins Leben gerufen. Die Washington- Loge darf sich rühmen, „eine der rührigsten Logen des Distrikts" zu sein. . In St Paul hat die Loge der dortigen Universität eine „B'nai B'rith Bibliothek" überwiesen,' die nach Aussage des Bücher warts von den. Studenten fleißig utzt wird. Was aber bedeuten alle diese Kullürleistungen des Ordens in Amerika gegenüber den philanthropischen Werken, mit denen er sich ein Denkmal' „aere peren- •nius" setzt! Infolge eines Aufrufs des amerikanischen Beschatters in Konstantinopel, Br. Mergenthau, zi welchem die Großloge des 11. Distrikts das erforderliche Tatsachenmaterial lieferte, hat der Ordens- Präsident mittels Kabeltelegramms 10000 Mark für die durch den Krieg schwergeschädi^ten Glaubensgenossen in der Türkei gesandt; diese Summe wurde in 21 Ortschaften an 1764 Personen verteilt. Wie bereits berichtet, gedenkt der Orden bei den sehnsüchtig erhofften Friedensverhandlungen sich, diplomatische Hilfe behufs Erlangung gleicher Rechte für alle Bekenner des-Judentums aufj. dem weiten E denrund zu sichern. Die vorliegende Nummer des Ordensorgans berichtet, daß der Präsident Br. Kraus einem hervorragenden Glaubensgenossen in einem neutralen Staat per Kabel den Auftrag gegeben habe, unverzüglich die Hauptstädte aller jetzt miteinander in Kriege liegenden Lander aufzusuchen, um {mit den iühretfden Persönlichkeiten über Mittel und Wege zur Vertretung dieser politischen. Rechte auf dem F riedenskongreß zu beraten. Hierauf] wird dieser Herr nach Chicago kommen, um dem Beamtenrat des Exekutivkomitees das Ergebnis seiner. Verhandlungen vorzulegen. Die .vorliegende Nummer der B. B. News berichtet, daß von Dänemark aus gleichfalls Schritte getan werden, um die Lösung der Judenfrage vor das Forum der Friedenskonferenz zu ■i'"■{/.>■-■■ - beschäftigt man sich auch in der russischen Juden. Vier in der Berichtszeit behufs Beschlußfassung über eine umfangreiche Hilfsaktion statt. Die vorliegende Nummer erzählt noch von einer allgemeinen gewaltigen Protest Versammlung, die im großen Saale der Technischen Hochschule zu Cleveland stattfand. Das den Juden in manchen Ländern Europas zugefügte Unrecht wurde von den Rednern scharf gegeißelt. Am Schlüsse der Versammlung, in der eine Protestresolution angenommen und. dem Präsidenten Wilson, dem Minister des Auswärtigen 3nd den beiden gesetzgebenden Körperschaften zue teilt wurde, sprach der Vorsitzende, Oberlandesgerichtsrat C I a r k e, die bestimmte Erwartung aus, vme bringen. Wie in Amerika, so England mft dem Lose Versammlungen fanden

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