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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-09-01 · Nr. 7 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 7 - September
Date
1916-09-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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hö( hste Anerkennung auch der. Regierungskreise Das Gleiche gilt von der Tätigkeit der Frau Anüa Müller-Rosenzweig. Alle In siitiitiOnen, die sie geschaffen und die nahezu sämt- Z weige der Kinder-, und Armen-Fürsorge umen, sind tonangebend für die Schaffung ähnlicher itute in den Provinzstädten. Ihre Bemühungen I von'glänzenden Erfolgen gekrönt und erfreuen der werktätigen Unterstützung aller Wiener findet Sei wester stit it lief e fasie Ins it sind siel i Bri der. Der österreichische Tätigkeitsbericht an unsere j deitsche Grossloge gibt in wärmsteh Worten dem Daike.an die deutschen Logen und Logenbrüder Autdruck, die durch Geld- und Kleidersendungen die Bemühungen in Oesterreich büderlich unterstü zen. Umherblickt man die ungemein reichhaltige und fruchtbare Tätigkeit des österreichischen Distrikts, so neben der unerschöpflichen hochherzigen tschaft als charakteristisches Merkmal der; zügigen Tätigkeit in Oesterreich, daß diese sich ematisch konzentriert. Sie wirkt zieli . ' i I ■ .; ■■ . . - . bewusst, planmässig und hütet sich vor .Zersplitterung Verzettelung. Mit. dem guten Herzen geht der erseti eint Opferbere groß sy s und kluge D Kopf und die geschickte Hand einher. ,1 -i : f- * '■' Eine alte und doch stets zeitgemäße Mahnung. Von ExgrGKopräsidenten Br. Ji lins Fenchel. Unser geliebter Orden scheint dazu bestimmt zu sein, für die über die Welt zerstreuten Israeliten und ihr : Nachkommen eine Schule der geistigen und sittlicl en Veredelung zu sein. Auch mit dem obersten Grundsatze unserer überlief :rjten Religion weiß sich unser Orden eins in der Erfüllung seiner Mission, und deshalb ist derselbe, indem er alle spaltenden Glaubensfragen von seinen Erörterungen ausschließt, zur allgemeinen Befriedigung auch der gemeinsame Boden geworden, auf welchem, bei silier Abweichung der religiösen Anschauungen und der äußeren Ausübjung des Kultus, doch alle edejl denkenden Israeliten sich zu gemeinsamem Zusammenwirken vereinigen können. Sjelbstprüfung und Selbstzucht unter den Brüdern zu üben, hat unser Orden sich zur vornehmsten Aufgabe gesetzt, und auch nur in diesem Sinne ist seine Beschränkung auf Israeliten, welche ihm von manchen Seiten zum [Vorwurf gemacht worden, aufzufassen. . . iL' ' r r Wir sollen in Selbsterkenntnis lernen, die Fehler der! Menschen zu ertragen in dem Bewußtsein, wie wen ig wir selbst frei von Tadel sind, sollen mi( Milde und Schonung urteilen gessen, vergeben lernen Guten bereit sein, zu wirc •ie innigste Anteilnahme des deutschen Distrikts begleitet die unermesslich segensreiche Wirksamkeit unserer litben österreichischen Brüder., Die Wunden, die sie heilen, die Tränen, die sie trocknen, die reiche Hilfe, die sie stiften, gereichen unserem' gesamten Ord<n unl der Judenheit zur Zierde. Möge )ald eine glorreiche Friedenszeit die Kriegsleisti ngen des Ordens auch im österreichischen Distrikt wieder in die Bahnen friedlicher Kulturarbeit zurucklenken, damit wir uns wieder in W erken des Friedens zusammenfinden aber jede teilen, zu keit und Die Schule des Ordens, sie soll uns lehren, wo es g ilt zu - rechten Zeit frei und. offen zu reden, mehr noch am rechten Ort Verschwiegenheit zu üben, aufrichtige Ueberzeugung, auch wo wir sie nicht achten und ohne Rechthaberei, Selbstgefälligfalsche Scham unsere Irrtümer einzuräumen ies Besseren überzeugen zu lassen. oder uns uns Wie allen allerdings nur sicherlich ernen, sollen verzeihen, ver- Wir sollen jederzeit zum Liebesdiensten gegen unsere Brüder und alle Mitmenschen. ■u- 1 Gelingt es uns, diese milden und humanen Lehren unserer Crdensschule dem Gemüie einzuprägen, dann dafür auch manche strengere Lehre in der harten un|d rauhen Schule des Lebens erspart bleiben' menschlichen Einrichtungen kann nun auch bei der unsrigen die Verwirklichung unvollkommen ihrer hohen Idee entsprechen, und kann daher auch unsere Institution in ihrer Allgemeinheit weder nach einzelnen Mitgliedern, noch nach einzelnen Logen bemessen und richtig beurteilt werien. „Es irrt der Mensch so lang' er strebt," daher sird auch Mißgriffe bei der Aufnahme von Mitgliedern schwer vermeidbar und können zur Beurteilung des Ganzen nicht als Anhalt'dienen. — soll aber unsere Gemeinschaft ihre Mission mehr und mehr erfüllen, dann muß auch der strengere Gesichtspunkt zur Geltung kommen, daß, wie der Krieger auch erst'zur Tapferkeit und Disziplin und Selbstverleugnung durch Beispiel erzogen werden muß,

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