Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 7 - September
- Date
- 1916-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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über das Wesen und die Leistungen des Ordens sprechen, sondern einfache schlichte, zu Herzen gehende Ansprachen leiteten eine solche Feier ein. Aber sie genügten. Wozu auch viele Worte, wenn die r Taten eine beredte Sprache führen? Bei diesen Veranstaltungen haben unsere Feldgrauen das Wesen und die Atbeit der Logen nicht bloß kennen gelernt, sondern an sich empfunden und erlebt. Ohne viele Worte wurde ihnen durch die vornehme Art der gebotenen .Gastlichkeit klar, daß die Loge kein Verein ist, dtr sich mit einem Mitgliedbeitrage begnügt, daß wir vielmehr 'für unser Logenleben den ganzen Menschen fordern, daß unsere Brüder und Schwestern Die Kriegstätigkeit des österre den Dienst der eldlen so ausdrücken darf — in Zukunft nicht ohne ihre ganze Persönlichkeit. in Sache stellen. - Diese — wenn ich mich .Propaganda der Tat" wird Wirkung sein. Wenn unsereFeldgraueri nach erlangtem ehrenvollen Frieden sieggekrönt -in die Heimat zurückkehren, werden sie rühmend die. Täiigkeit der Logen in ihrem Bekanntenkreise verkünden und werbend für den U. O. B. B. wirken. —• Die edle Saat, die unsere Logen im Kriege ausgestreut haben; wird, de? sind wir sicher, im Frieden goldene Früchtezeftigen. Dafürseiden Logen, den Brüdern und Schwestern der wärmste Dank der Großloge auch an dieser Stelle ausgesprochen. ■> ■ Dem Gescräftsausschuss vor kurzem ein Bericht über die Tätigkeit des österreichischen Distrikts vor. Es wurde beschlossen, unserem deutschen Distrikt an dieser Stelle von der wahrhaft imposanten Tätigkeit unserer österreichischen Brüder Kenntnis zu geben,' damit unsere gesamten deutschen Logen und Logenbrüder einen Einblick in die vorbildlichen Leistungen des österreichischen Distrikts während der Kriegszeit erhalten. In schicksalsschwerer Zeit zeigt sich der Orden in Oesterreich vollkommen auf der Höhe seiner Aufgabe. Hatte er schon in normalen Friedenszeiten am eigenen Herd in Galizien ein Uebermass von leiblicher und geistiger Not zu lindern, so hat die Kriegszeit den Distrikt vor gewaltig vermehrten Aufgaben gestellt, mit deren Steigerung sich auch die Kräfte und die Leistungen des Distrikts vervielfältig! chischen Distrikts U. (X B. B. er Staa Von Expräs. Br. M a> i rn i I i an Stein, ur.serer Grossloge lag mehr sei in erster Reihe der Staat -berufen, zu hefen. Mit Unrecht sei die Anschauung vorherrschend, dass die armen Juden, die ein Anrecht auf kommunale und staatliche Unterstützung halten, immer auf die Hilfe jüdischer Vereine verwiegen werden. Dieser Standpunkt würde danri auxn-innerhalb ler österreichischen Grossloge konsequent festge^ lialten und durchgeführt. Es wurde beschlossen, nur unter der. Bedingung in eine umfassende und gross- :ügig: Organisation der Kriegswaisenpfiege und der I:lüchIitngs - Fürsorge einzutreten, dass die üstereichiiche Staatsregierung, die Statthaltereien und die Li Indesverwaltungen sich mit beteiligen» Die österreichische Grossloge hat den Erfolg für sich, dass die Staatsstellen sich bereü erklärt haben, in ausgiebiger Weise mitzuwirken. Für jede Waise wird seitens der österreichischen Regierung ein Zuhaben. Wie immer iL" i ' 1 sind es die Verhältnisse in Galizien cclnü von 1 bis Der e sterreichischen dott besondere Auftinter diesen sind es in und in der Bukowina, d e merksam keit erheischen, und erster Linie zwei Probleme, deren Lösung sich der österreichische Distrikt mit vollen Kräften widmet, die Kriegswaisenpfiege und die Flüchtling s - F ü r s org e. ,:' Der Standpunkt, von dem die österreichische Grossloge von vornherein hierbei ausgegangen ist, ist im höchsten Masse beachtenswert. Gleich bei den ersten Vorbesprechungen innerhalb der österreichischen Grossloge wurde dort hervorgehoben, dass es nicht anginge, das Schlagwort zu akzeptieren, dass für Juden nur die Juden zu sorgen hätten, viel- 103 1,50 Kronen pro Tag gewährt. Grossloge obliegt hiernach in ftnanz eller Hinsicht nur für diejenigen Erfordernisse zu sorgen, die aus diesen Beträgen nicht gedeckt werden können. Es sind namentlich auch Auslagen Irr innere Einrichtungen, wie z. B.' Wäsche, Bekleidung usw. sowie für spezielle Unterrichtszweige, Unterrichtin Handfertigkeiten und landwirtschaftlicher Beschädigung der'Kinder. Auch soll ein spezieller Fond geschaffen werden, aus dessen-Erträgnissen, die Kinder nach ihrem Austritt aus der Schule unterstützt Werden Es denen werden muss. sind jetzt mehr Als .10000 jüdische Kinder, Obdach, Nahrung und Erziehung geboten