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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-08-01 · Nr. 6 - August · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 6 - August
Date
1916-08-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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I „Aber" zu seinem eigenen Standpunkt hinüberleitete. So auch Cohen. Er geht zuerst auf den Standpunkt des Deutschtums ein und sucht ein Verständnis für die Motive, die zu harter SpanniTi g mit dem Judentum führen, um dann die Versen nungsmöglichkeiten , für Deutschtum und Judentum zu zeigen. Daß Cohen diese inneren Versöhnungsmöglic fikeiten in der Ab-, Stammungsgemeinschaft und wesenhaften Gleichheit des sittlichen Geistes aufweist, mag eine dem Tage verhaftete Parteipolitik als ideologisch bezeichnen, d. h. als eine Ueberschätzung der Macht des Geistes. Ich meine aber, wir Juden könnten den Geist gar nicht genug überschätzen, denn auf dem Geisie ruht das Wunder unseres Daseins überhaupt. Wer freilich von Ideen oder von einer Erörterung von Ideen unmittelbar praktische Wirkung erwartet, gleicht dem, der mit den Spnnen- Etrahlen |pflügen will. In den Ideen aber Einigkeit erstellen, in den Ideen des prophetischen Melanismus und des aus deutschem Christentum erwachsenen idealistischen Humanilätsgedankens die gleichen Grundkräfte aufweisen — das bedeutet, die innere Versöhnung zwischen Deutschtum und Judentum anbahnen, bedeutet Deutschtum und Judentum hellhörig machen für den Zusammen dang ihrer Sterne. Ich versage es mir, eine Analyse der Einzelheiten zu geben, auf den Reichtum und die Feinheit der Gedanken hinzuweisen — ich will der Lektüre nicht vorgreifen; denn ich halte es für selbstverständlich, daß jeder unserem Bunde Angehörige diese Ausführungen Cohens lesen und sich um ihre Weiterverbreitung in jüdischen und nicht-jüdischen Kreisen bemühen wird. Bei aller Kritik, die er dabei je nach Individualität und Parteistellung j üben mag, immer bleibe es ihm gegenwärtig, daß unabhängig von Zustimmung und Ablehnung das unvergängliche Verdienst Cohens für das deutsche! Judentum und für c essen Stellung in der deutschen Kultur hauptsächlich auf folgenden drei Punkten beruht: Zum ersten: Cohen'besitzt die Fähigkeit, Ideen, die für viele schon verblaßt sind und ihren Affektionswert verloren hab;n, in neuem Lichte aufstrahlen /u 1 isseu, sie mit Glut und Leben zu erfüllen, so daß vdn ihnen ein Anhauch frischer, unverbrauchter Kraft ausgeht. Weil solche Ideen, wie Monotheismus, Messianismus, Humanität bei ihm nicht pur aus deni In ellekte sondern aus der Tiefe eines vom Judentum ergriffenen Herzens stammen, daher wecken sie aueji Offenbart rg, chriütlicjr e an, beim Leser einen seelische 1 ihn wie eine neue Zum zweiten: Indem tums in einen systematischen Kantischen Idealisnlus — hi eine objektive Festigkeit und Bedeutung, die sie den Geistes zugesellen. Aujch nung ist, daß wesenhaf e Religiosität im Kantianismus finden können: die Tatsache Ordnung selbst bleibt von Religion, die mehr als will, muß danach streben zur weltlichen Kultur zi hierzu entnimmt sie der Rhi denke nur wie die Behufe sich der Philosophie oder Lotze bedient. Cohen mit dem von ihm besonders r Trotz meiner in diesem Auffassung stehe ich nicht deutsche Judentum ohne de die Grundideen des Jud spekulativ zu begründen und ärmer und im Geisteskampf lieh hilfloser wäre. Wie Cohen'schen Versuch ste len dem Andersdenkenden keinen andern, der sich Seite stellen könnte. — Und schließlich: Zum daß Deutschtum und Judent söhnung finden, sollen sie, zugeben, auch für den nicht den Beweis ihrer Wahlverw. nicht nur in Lehren, sondern körpern müssen, in Mensel» jüdischen I Geist als können. Eine solche Hermann Cohen, der, gleich .jüdischem Geistesleben schaffenden Kräfte in sich und Leben sich so zu ra: dürfen wir hoffen, daß dies denkenden edle Mahnung! sei, söhnung und Frieden herzig e tum und Judentum. AclltUll g ihm ' ei) -8b reprä$ertt itiv reprasen arive wurzelnd, ven inigt. gende m es Widerhall #und packen Cohen die Ideen des Juden- Zusammenhang — den nt instellt, gibt er ihnen eine überkonfessionelle Wtl [formen, des deutschen venn man der Mei- Momente der jüdischen ihren Ort nuV schwer ler systematischen Eingewaltigem Wert. Jede. Konventikelbedeutung haben , geordnete Beziehung gewinnen;■.<— die Mittel lo^ophie ihrer Zeit. Man Theologie^zu diesem : nes Kant,, Fichte,-Hegel tut dies für das Judentum gedeuteten Kantianismus. Punkte anders geartetwi zu behaupten, daß das Cohen^chen Versuch^ ei tums im Kantianismus;:u verankern, um vieles ehr Konfessionen wesentimiWer man sich zu dem mag, er zwingt' auch ab und wir haben nur entfernt an die di itten sei ■ daran .erinnert, in, sollen sie ihre^Veroine ihre Eigenart aufj £ (tischen Volksgenossen andtschaft erbringen, sich mch in Menschen ver*- die für deutschen und augesehen werden Persönlichkeit ist «r|w:ise in deutschem und das. Beste ihrer Wo aber Lehre Werke gestaltet, da fürderhin allen Wohlmehr und mehr Verlen zwiäch:n Deutsch

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