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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-06-01 · Nr. 5 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 5 - Juni
Date
1916-06-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Berlin, Juni 1916. BE iic der ' WW&$ , .« f Mt * Nummer 5,* '. ■ •>.» i -j ■ ■ -]■■■, >/•! VU Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: W62, Kle ststr. 12 Nachdruck »mtlicher Artikel au* di«»en Berichten verböten. DEDTSCHL1ND Till IL MB. :ragene hurt d tf August Lamey-Loge. — Aus den Logen des VIII. Distrikts. Telephon: Amt l.ützow 4619. Postscheck: 163ss. Inhal i Br. Siegfried Irunn. Zur Frage der Kriegswaisenpflege und Krk'gsp«t -nschaft. Heeihoven, - Sedcribemle m Wiskuli. . I>er Jugend- - Auswärtig Logen. -ifl« A .■' - Oedächlnisbucli. — Lli bi$gahen dir ilvii l.irarettnig, Br. Siegfried geb. am 4. August 1838 Brunn gest. Cer deutsche Distrikt beklagt den Tod eines seiner besten und verdienstvollsten Brüder. Siegfried Brünn hat nie ein Amt im Orden bekleidet, sein Name wurde in unseren Berichten nicht allzuhäufig genannt, dennoch hat :s. wenige gegeben, die, wie er, als echte .Bnei, Briss in ihrer Gesinnung wie in ihren Handlungen sich betätigt, wie er, in Treue gegen den großen Bund lies Judentums und den engeren unseres Ordens gelebt habet. Er stand bereits in reifem Alter,- als er sich dem Drden anschloß, nachdem er in reiflicher Ueberlegin g die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß unsere Ideal: sich mit seinen Bestrebungen im Einklang befände n. Nachdem er aber einmal .seinen Beitritt vo 1zoge i hatte, gab es niemand, der mit tieferer Anhänglichkeit zum Orden stand, der mit regerem .Eifer.für ihn warb. Es hat unter seinen jüdischen freunden wahr »cheinlich keinen einzigen gegeben, den er nicht tür Jen Orden zu erwärmen suchte; die Berthold Auer jach-Loge zählt eine ganze Reihe von' Brüdern aus den besten Kreisen, die er ihr zugeführt hat. B r. Brünn hatte etwas vom Apostel in 'sich. Er k >nnte sich bis zur Hingebung für eine Idee begeistern, es trieb ihn, seine Begeisterung anderen mitzuteilen, er hatte die Ueberzeugurigskraft, sie zu gewinnen. Vor Jahrzehnten, als Berlin meinen Geam 13. Mai 1916. F ■ dankirn noch tehr fern lag und der Name joelsohn & Brün t nur Schall und Rauch für mich war, hörte ich die w. einiger Kaüfleute aus der Tuchbranche darül er, wer wohl der Tüchtigste in ihrem Geschäftskreise wäre, und bald kamen siea|le dahin überein, daß Siegf ied Brünn die Palme gebührte. Wer die Be weglichkeit urd Tatkraft des alten Herrn gekannt bit, wohl ermessen, von welch unwiderstehlicher Energie und organisatorischer Tüchtigkeit er in sehnen jungen Jahren gewesen sein mu.fj. ~ Tatsächlich stieg Firma \on kleinen Anfängen zu einer der leistungsfähigsten und angesehensten empor. Doch wenn Br. Brünn auch im Geschäft aufging, so ging er doch nicht darin unter, Ier behielt Zeit und für höhere Dinge; mit seinen Jahren und seinem Vermögen weitete sich auch. derj.Kreis seiner Interessen reit und er selbst wuchs mit seinen höhe- / wecke n, sO daß er sich zuletzt nur noch gemeinnützigen Bestrebungen widmete und ein Wohl täter rfoßen Stils wurde. Entscheidend für eine solche Entwicklung wirkt immer das Familienleben Br.. von JL E rünn fand eine gleichgesinnte Lebensgefährtin einer Bildung und vornehmer Lebensauffassung; in seinem gastlichen Hause sammelte sich ein erlesener Kreis alle Fragen des Löbens, der Literatur und Kunst! ' . t fr 60 —

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