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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-03-01 · Nr. 3 - März/April · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 3 - März/April
Date
1916-03-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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sitzenden, Frau Minna Schwarz, zu ersehen ist schlössen wir uns. dem „Nationalen Frauendienst" an, woselbst unsere Mitglieder eifrig ritig sind; ebenso arbeiten unsere Schwestern in der Abteilung Frauen- und Jugendfürsorge der Kriegshilfskbmrnission der Jüdischen Gemeinde In der Kriegsspeisehalle, die in der Toynbeehalle eingerichtet wurde, arbeiteten ausschließlich Damen unseres Vereins. In der Bürgerküche der Jüdischen Gemeinde waren sie gleichfalls tatig. Für 41 jüdische Flüchtlingsfamilien wurden kostenlose Wohnungen beschafft und in jeder Beziehung für sie Sorge* getragen. Natürlich fänden auch Flüchtlingswöchnerinnen in unseren Heimen Aufnahme. Daneben wurde viel mühsame Arbeit zwecks Beschaffung der Geldmittel für alle sozialer^ Leistungen verrichtet Unsere Vorsitzende, Frau Schwarz, setzte überall ihre volle Arbeitskraft ein und regte mit diplomatischem Geschick- und Liebenswürdigkeit zur Mitarbeit aH. Mit Subventionen wurden wir von den „Berliner Logen U. p. B. B.", vom „Magistrat Berlin", von der „Hirsch Jacob und Minna Marcuse-Sfiftung" der jüdischen Gemeinde und vom „Vertin zur Unterstützung jüdischer Wöchnerinnen" bedacht. Durch Aufruf, Sparkassen, Spenden usw. wurden weitere Mittel beschafft, um möglichste Hilfe zu leisten.' Besonders aber wollen wir nach wie vor Leben und Kraft von Müttern und Kindern zu erhalten, zu festigen s'uchen, zum Wohl und Glück unserer Mitmenschen und damit zugleich zum Segen unseres Vaterlandes. Franziska G oldschmidt. Schwesternbund der Zion Loge (Vors. Henny Buchholz). Auch die Arbeit unseres Bundes stand naturgemäß im Zeichen des Krieges. Wie alle anderen Frauen vereine in der Stadt Hannover, wurden, auch wir zur vorbereitenden Versammlung des „Nationalen Frauendienstes" eingeladen, und wir haben in einer daraufhin einberufenen, stark besuchten Generalversammlung des $chwesternbundes einstimmig beschlossen, uns mit allen Kräften in den Dienst des Vaterlandes zu stellen, unter H nzuziehung unserer Töchter. Unsere Dienste sind in den verschiedenen Zweigen der öffentlichen Wohlfahrtspflege in Anspruch genommen worden, und die Tätigkeit der Schwestern ähnlich wie in den. anderen größeren Städten geregelt. Außer der interkonfessionellen Arbeit leisten verschiedene Schwestern solche in der durch d Krieg ausgedehnten „Zentrale für jüdische Wohl fahrtspflege", und zwar in den Abteilungen fü Familien-Fürsorge und für Flüchtlinge und Inter nierte. ' Näh- und Strickarbeiten unserer Arbeitsstube kamen in erster Linie unseren Feldgrauen zugtiti Dem Reserve-Lazarett II in Ahlem bei Hanno/er, d Lazarett im hiesigen jüdischen Kranken hause, eben dem jüdischen Frauenverein für eine Lazarettsendun nach dem Osten wurden Gaben überwiesen. Au direkt ins Feld wurden sie, zum Teil durch Liel gabentransport, gesandt; in einem Falle wurde ei Feldlazarett in Nordfrankreich, in dem der derzeiti Präsident der Zion-Loge tätig war, bedacht. Ei größere Sendung erhielt Frau von Hindenburg f die Ost-Armee. Auch zu den zu Chanukah ins Fe! gesandten Paketen an ehemalige Ahlemer Zöglin sowie an die Mitglieder des hiesigen jüdischen Jugen bundes haben wir reiche Beisteuer an gestricki Wollsachen geliefert Schließlich wurden noch Soldaten, meist jüdische, mit verschiedenem Wollz versehen. Trotz dieser starken Kriegsarbeit haben wir — wfe in früheren Jahren — unsere Hauptaufgabe erfüll können: bedürftige Wöchnerinnen, ohne Unterschi der Konfession, mit Erstlingswäsche und teilweise Bettwäsche auszustatten. Eine unserer Schwestern, Frau Dr. Emil Mey welche als Mitglied der Kommission für Ernährung fragen vom „Nationalen Frauendienst" beauftragt w; belehrende Vorträge über die während der Kriegszeit besonders erforderliche sparsame Haushaltsführung zu halten, sprach vor offener Loge über das Thei „Wie helfen wir Frauen den Krieg gewinnen?" interessante Vortrag war gut besucht und wurde vielem Beifall aufgenommen. — An diesem Abe kam das vom jüdischen Frauen-Bund verbreit Flugblatt „Achtet das Brot H zur Verteilung. Allen Spendern, sowie allen, die uns in unserer Arbeit unterstützten, sprechen wir auch hier hei lichsten Dank aus. Wir fügen hieran die B tte, auch ferner zu helfen, denn 'fa wir keine Kapital anhäufen, sondern unsere Gelder laufend für die o genannten Zwecke verbrauchen, so bleiben wir s auf das gute Herz und die offene Hand unserer Mitglieder und sonstiger Gönner angewiesen. Verantwortlich fflr den Inhalt: Dr. E. Fintel, Berlin. Kleiststrane is. —Druck •Ö^t^«jwrv^l.' x3*J&VOt, O^co^v W 4 £ Max Cohn, Berlin SW. 68, Hollrnannnr. io.

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