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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1916-02-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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- - ■ J ' \ und einem Lederdivan geschmückt hatten- Für diese drei Gaben als Sinnbilder des Vaterlandes, des geweihten Bodens der Loge und brüderlicher Geselligkeit, stattete der w. Präsident herzlichsten Dank ab. Zur Verlesung gelangte femer die Urkunde einer- Stiftung unseres würdigen Vizepräsidenten Br. Hamburger über 10 000 M, zunächst für jüdische Kriegsbeschädigte des Herzogtums, dann auch für Nichtjuden, zum Gedächtnis der fürs Vaterland gefallenen Söhne des Stifters, Albert und Hermann Hamburger^ Dem hochherzigen Geber dankte der w. Präsident für seine segensreiche Tat; keine schönere habe unsere neue Arbeitsstätte einweihen können. Die beiden Sohne unseres Br. Levy hatten es sich nicht ijehmen lassen, uns aus dem Felde müdem Ausdruck trefflichster-Gesinnungen beträchtliche Spenden zu überweisen. An diese von allen Anwesenden mit herzlichster Befriedigung aufgenommenen Beweise der Liebe, der Treue, der Opferwilligkeit schlössen sich die Glückwünsche unserer Schwetferlogen, der würdigen Zion- Loge (Br. Herzberg jun.) und der w. Hilld-Loge (Br. Goldschmidt) Sie erkannten es mit brüderlicher Freude an, daß in so furchtbarer Zeit unser nun vollendetes Werk eine Aeußerung gesunder Kraft sei, die sie allezeit uns erhalten zu sehen wünschten. Nach der dankenden Antwort des w. Präsidenten an unsere lieben Gäste legte Br. Rechtsanwalt Dr. Regensburger einige „Gedanken zum neuen Heim" allen Logenbrüdern ans Herz. L Die in reinster Freude verlaufene Festsitzung klang aus mit den von Br. Expräsidenten Prof. Graetz im Schlußgebet erneuten Weihewünschen Der Schriftführer Dr. Orünewald. \ i Veränderungen im Logenverzeichnis. Herder-Loge, Heilbronn. Die Sitzungen finden bis auf weiteres im Saale das1, Central hotel s statt, da das frühere Lokal, de» Neckarhotel, militärisch belegt ist. Auswärtige Logen. Aus Amerika., . N '.f\v%:V«*;: '■ :. . •'■ ■ i ' Es stellt der Leistungsfähigkeit und der wohl gefügten Organisation unseres Ordens ein glänzendes Zeugnis aus, daß auch inmitten der erhöhten Aufgaben, die der Weifkrieg an ihn stellt, alle seine Einrichtungen weiter wirken und jedes Gebiet seiner Tätigkeit ganz wie im Frieden die ihm zukommende Pflege findet Auch die - bescheidene Berichterstattung „Aus Amerika" wird ohne Unterbrechung weiter geführt, trotz der Einberufung des Referenten zu den Fahnen Die vorliegende Nummer der „B'nai B'rith News" erzählt von einer in Atlantic City (New Jersey) unter denv Vorsitz unseres hochw. Ordenspräsidenten abgehaltenen Sitzung des Exekutiv-Komitees. Vor Eintritt in die Tagesordnung e r h o b der Orden flammenden P r o t e s t "ge g e n die grausame Behandlung unserer Glaubensgenossen in Rußland. Br. Rabbiner Dr. Emil G. Hirsch-Chicago erhielt den Auftrag, einen diesbezüglichen, an das Gewissen seiner. Mitbürger appetlie enden Aufruf zu verfassen; auch dieser ist in Nummer unseres Bundesorgans der vorliegenden abgedruckt. Auch in Amerika ist eine Bewegung zugunsten der F a 1 a s c h a s im Gange.; Der Ordenspräsident wurde ermächtigt, im Verein mit dem Amerikanisch- Israelitischen Gemeindebund die ihm geeignet erscheinenden Schritte zu tun.! Die beantragte Schaffung einer neuen Großloge auf dem Balkan wurde vertagt, ebenso die Verteilung des diesjährigen Ordenspreises, der „ Toleranz-Medaillej' Dagegen wurde aus den Kreisen des Exekutiv-Komitees ein Ausschuß zur Einwanderungskommission gewählt; daß Br. Harry Cutler, ein eingewanderter Russe, zum Vorsitzenden dieses Ausschusses gewählt wurde, bedeutet eine sichere Gewähr für die Leistungsfähigkeit dieser notwendigen Körperschaft. Das Exekutiv Komitee stellte dem Br. Cutler einen Betrag bis 4000 M. für die Zwecke der Einwanderungskommission zur Verfügung. Auf Vorschlag des Br. Jacob Singer traf der hochw. Ordenspräsident ein Abkommen mit Br. Professor Gotthard Deutsch-Cincinnati behufs Vollendung der „Geschichte des Ordens B. B.", der Orden stellte diesem unermüdlich fleißigen, kenntnisreichen Br. Deutsch einstweilen einen Betrag von 2000 M. für seine Mühewaltung zur Verfügung. Außerdem wir</ — 30 —

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