Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 7 - November
- Date
- 1915-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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Infolge des Krieges und der großen Anforderungen, die er an jeden vön uns stellt, hielten es unsere Brüder nicht für richtig, Propaganda für den Orden zu treiben und neue Brüder zu gewinnen, sodaß wir im letzten Geschäftsjahr keine neuen Brüder einführen konnten.') fart Durchschnitt besuchten etwa 30 Brüder unsere Sitzungen. Die sonstigen Veranstaltungen unserer wohnter Weise statt, war natürlich keine Ein besonders Organisation unserer t *) Diese Ansicht "fet eine unrichtige; die Propaganda darf nie eilahmen, am allerwenigste rtwährend des Krieges. Geradein dieser "schweren Ztit, da uns viele junge Mitglieder durch den Tod auf dem Schlachtfelde entrissen werden, müssen wir doppelt bemüht bleiben, die gelichteten Reihen zu ergänzer). Auch ist es vielen Logen gelungen, trotz des Krieges neue BBr. einzuführen. ' \ D. Red.-Kom. Loge, wie Chanukk|abescherung etc., fanden in gevon Festlichkeiten jeglicher Art Rede. interessantes Referat über die Ordens und eine etwaige Reform desselben wurde von unserem Br. Dr. phil. Grüne- •« bäum in der Sitzung vom 6. Februar gehalten. Dieses Referat wurde d^ircli die'Mitteilung der hochwürdigen Großloge angeregt, i nach der ein dahinzielender Antrag der Konstitutiohstagung in San Franzisco vorgelegt werden sollte. Auswärtige Logen Jahresbericht 1913 14 und 1914 15 der Augustin Keller-Loge, Zürich. Inmilten der sich bekämpfenden Nachbarstaaten hat ein gütiges Geschick unserm Vaterlande den Frieden bewahrt und es ist unserer Loge vergönnt geblieben, ohne wesentliche Hemmnisse auf dem Wege innerer Stärkung und ruhiger Entwicklung fortzuschreiten. Der Mitgliederbestand hob sich auf 115 Brüder, von denen zwei im deutschen Heere ihre Wehrpflicht zu erfüllen haben. ^Einen Bruder verloren wir leider durch derrTod. Wir verdanken ihm eine hochherzige Sp;nde von 1000 Frs. zu Gunsten unseres Unterstützungsfonds. Unsere Wohlfahrtspflege Wieb bis zum Kriegsausbruch in den gewohnten Bahnen. Die Krankensch western-Organisatfon ist seit Frühling 1913 in die Hand eines selbständigen, von der Loge virtuell und finanziell (jährlicher Beitrag 2000 Frs.)' erheblich beeinflußten Vereins gelegt, die Ferienversorgung mit einem Kostenaufwand von 3000 Frs: ca. 60 jüdischen Kindern zug.inglich .gemacht und die Chanukkabescherung wie auch die Volksunterhaltung s a b •.' n d e im Winter 1913 14 im üb-, liehen Rihraen und mit befriedigendem Erfolge durchgeführt worden. Einem 12jäkrigen Pogrom- Waisen verschafften wir durch Vermittlung des badischen Landesvereins zur Erziehung israelitischer Waisen geeignete Pflege und Erziehung unjd gewährten an den Unterhaltskoslen einen jährlichen Beitrag von 300 Frs., vorläufig für die Dauer von drei "Jahren. ■ Im Vi raufe de; vorletzten Termins Trotzdem nach einer weiteren Mitteilung dieser Antrag nicht gestellt werden sollte, hat dieser Antrag das lebhafteste Interesse unserer Brüder gefunden utid hat uns, in mehreren-Sitzungen beschäftigt. Dri Heilbronn, Vicepräsident. wurden für WohlfahrUzwecke und für EinzeU unterstützungen insgesamt rund 6000 Frs. verwende Der Krieg uhd qie in seinem Gefolge befindliche tiefgehende wirtscha ftliche Notlage hat eine Reihe von Hilfsorganisationen in unserem Lande ins Leben gerufen, denen wir naturgemäß unsere besondere Aufmerksamkeit widmeten; Nahrung, Kleidung und Wohnung den Aermsten d^er Armeh zu gewährleisten, ist schließlich überall die erste Pflicht der Nächstenliebe. So bildete sich einje israelitische Fürsorgekommission der hiesigen Kultusgemeinde, der . wir SiXcessive 30O0 Frs. aus Logentnilteln zukommen ließen. Auch das SchweizerischeiRote Kreuz, die städtische züriche rische Kriegsnotfürsorge und das schweizerische Hilfskomitee für die französischen Evakuierten wurden mit Beiträgen bedacht. Zur Milderung der unsäglichen Not der in Polen und Gal z en durch den Krieg heimgesuchten Glaubensgenossen haben wir gleichfalls unser Scherflein beigetragen. ■ Wir hoffen auch weiterhin um so eher diese Hi'lfsbestrebungen unterstützen zu können, als der .Opfersinn und die Frei gebigkeit unserer brüder seit genommen denn nachgelassen Natur", Dr. Felix und Rabbiner Dr. Kriegsbeginn eher zu hat. Unsere regelmäßigen Arbeiissilzungen wurden rege besucht. In offerier Loge sprachen die Brüder Dr( Konrad Bloch über „Erziehung unserer Jugend zu* Pincus über „Die moderne Jüdin", Littmanr über „Zeitgemäße Be trachtungen", welih letztere der Kriegszeit angepaßt waren, wie denn auch eine Reihe anderer Referate