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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-10-01 · Nr. 6 - Oktober · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 6 - Oktober
Date
1915-10-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Die Großlogentagung im 1. Distrikt klagt über geringen Zuwachs und will deshalb in New Jersey eine tatkräftige "Werbetätigkeit entfalten. Der Distrikt hat sich zu large im Besitz der BBr. Simon Wolf und des beredten Rabbiners Dr. Edward N. Calisch gesonnt und deshalb keine besonders tatkräftigen Schritte zur Gewinnung geeigneten Nachwuchses unternommen. — Der Bürgermeister der Stadt Norfolk (Virginia) hieß-die Tagung im' Nartien der Stadtbehörden willkommen. Die Großloge dts 7. Distrikts beabsichtigte ursprünglich ihre diesjährige Tagung in Little Rock zu hallen. Um aber die Ausgaben für die Berufung der. vorgeschriebenen Anzahl von Delegierten — einer auf je 50 Mitgl.eder einer Loge — zu sparen und dafür eine möglichst hohe Summe den durch den Krieg geschädigten Glaubensgenossen zuwenden zu können hat die Großloge ihre Tagurg an ihrem Sitz (New Orleans) gehalten und ohne Rücksicht auf die betreffende Mitgliederzahl für jede Loge nur einen Abgeordneten berufen. Auf der Tagesordnung stand die Errichtung eines Altersheims in Memphis. Auch sonst lesen y/.r von Allerlei schönen Leistungen unserer amerikanischen Logen. In Fresno (Kalifornien) hielt die Loge einen von 80 FestgenoEsen besuchten 'Seder, dessen schöner! Verlauf zur Grün-, dung einer Gemtir.de, einer Religionsschule sowie eines Frauenvereins führte. Außerdem hat sich der amtier' rende Rabbiner, deraus Stockton herübergekommen war, bereit erklärt, aile vierzehn Tage Vorträge über jüdische Geschichte und Litera'.ur.zu halten. . Von seiten der Logen wurden ferner Sederfeiern . für die jüdischen Insassen der Gefängnisse zu Louisvflle (Kentucky), Columbus (Ohio) und Leavenworth .................______ (Kansas), sowie für die Zöglinge der Religionsschule in Tacoma (Washington) gehalten; im (Gefängnis zu Columbus predigte Rabbiner Dt". Kornfeld, präsident der Großioge des 2. Distrik:s, über „Freiheit"! Diesen Br. Kornfeld ehrte che „Staatszieitung" in Columbus durch einen mit seinem Bilde geschmückten Artikel, der seine Verdienste [ als Prediger und Großpräsident würdigte. Zu einer großen Ehre rechnen es sich die ameri- ■ kanischen Brüder, daß ein eifriger Ben B'rith, Moses Alexandar, Regierunjgspräsidjent in Idaho geworden ist: die Cincinnali-Löge hat den Br. Alexandar eingeladen und eine zusagende Antwort erhalten. Ebenso sind die Brüder in Amerika erfreut, ihre Tätigkeit zu Gunsten der Ueberführung einwandernder Glaubensgenossen ins Innere des Landes von. Staats wegen anerkannt zu sehen: cjer vierzehnte Jahresbericht des betr. Büros dankt unserm Orden, „dessen ununterbrochene Mitarbeit eip ebenso wichtiger Faktor wie in den vergangenen Jahren gewesen ist". I J I ' Von den Arbeiten der Logen seien ferner erwähnt: Die Installierung einer Loge in Parkersburg (West-Virginien). und die Errichtung einer Religionsschule zu Patchogue^ nachdeni der installierende Beamte der Großloge, R.ibbuer Ij)r. Bernhard M. Kaplan, am Sonntag vorher in der dortigen Synagoge über „Wohltätigkeit und Sittlichkeit — die höchsten. Ideale des Judentums" gepredigt hatte. Mitgliederzuwachsj .melden: die Argo-Loge im Washington (100 Kandidaten wurden eingeführjt), die Montefiore-Loge zu j Buffalo, (50), die Ramah-, Rainier-, Wheeling-Logej usw. Br- Oberlehren Dr. E u g e n W o (Montefiore-Loge zu Berlin). be . ■ Aus dem Verbände der Frouenyerelnl$un$en der U.O.B.B. Losen. Artikel und,Berichte aus dem Verbände stehen unter Verantwortung der Hedaktion der Monatsberichte der Grossloge;' f Manuskripte für Einser.dungtn, die unter dieser Rubrik erscheinen sollen, werden jedoch zuvor an die Adresse fa» 2 Frau Julie S a 11 n g e r. Oresaen-A. Gabehberge-str. 20, erbeten. ej< Mitteilung. Wegen eines schweren Augenleidens und langandauerrrder Genesungszeit der SchrifdeHterin dieser Abte lung, mußten die Berichte aus dem Fratenverband der U. O. B. B. Logen ein halbes Jahr lang ausfalle::. Die schweren.Zeiten aber, d e wir durchzumachen haben, sind inzwischen nicht leichter geworden, und so ist es auch "jetzt noch angebracht, über die Kriegsarbei't der einzelnen Frauenvereine zu gegenseitiger Anregung, zu berichten. Es gibt 2 war im großen Ganzen wenig Unterschiede in dieser Arbeit, und überall finden wir selbstverständliche Pflichterfüllung und freudige Hilfsbereitschaft an jeder Stelle wo Not ist. Doch wird es dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen, daß durch all diese Liebesarbeit ein einheitlicher Zug geht, daß die Frauen überall bestrebt sind, über die Geleise der altgewohnten Wohltätigkeitsbestrebungen hinaus, an die sie sich bisher nicht herangewagt hatten 4- \- .-Irin Gebiete einzugreifen, Und

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