Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 4 - Juni
- Date
- 1915-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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beantwortet werden, und durch persönliche Leistungen seitens der Großloge, die erfüllt werden mußten. Es kommt* noch hinzu, daß unser lieber Br. Großsekretär Dr. Goldschmidt seit Beginn des Krieges eingezogen ist. Zur großen Genugtuung gereicht es uns, daß Br. Goldschmidt sich in'seinem Amte als Ciefarzt eines großen Gefangenenlagers wohl .fühlt und dort die verdiente Anerkennung findtt.; .Br. Dr. Finkel hrt erhebliche Mehrleistungen .Während des Krieges zu erfüllen gehabt, und auch die Damen des Büros mußten bedeutend länger arbeiten als sonst. TrXzdem wäre e> uns nicht gelungen, in Ordnung zi - bleiben," wenn nicht Br. Dr. ttoJiänder .sich uns in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt hätte. Die BesorgifrTg des lazareftzuges war ausschließlich seine Tätigkeit, und auch sonst^unterstltzt er B-. Dr. Fmkel, soweit ihm seine übrige Beschädigung Zeit dazu läßt. Während der Berichtszeit rat die Großioge folgende Mitglieder verloren (die BBr. erheben sich von ihren Plätzen): Expr. Louis fWnczower „ S. Heymann' „ Justizrat Wolff „ B.rnhard.Cohn „ Heinrich Einhorn „ Em I Schlesinger „ Dr. Salfeld Friedens Loge, Rat bor' Victoria-Loge, Görlitz Rphae!-Kosch-Loge, Lissa Lessing-Loge,.Bre:lau i München-Loge, München Germania Loge, Halle Nassau-Loge, Wiesbaien Dr. Siegm. Lach mann Deutche Reichsloge, Berlin Meinha/dt Borchardt,_ B _rth. Auerbach-Lg.,Berlin I; Dr. Alf-Meizenbcrg Cirl Mayer Lidor Dreyfuß.' Deutsche Reichstage Eihrfacht-Löge, Coblenz Frankfurt-Lg.Frankf. a M.. Alle diese Brüdery.ukid es finden sich darunter die besten NaTien, ha.beri bis zu;hr,ifri Heimgange in Liebe ui.d Treue unserem B'unie angehört, mit Hingabe für unsere Ziele gewirkt Asie verdienen es sämtlich, daß ihr Andenken bei uns unvergessen bleibt. Wir haben auch sonst an den freudigen und traurigen Efei'_gdiesen, welche die Mitglieder der Großloge beirorfert haben, herzlichen Anfeil genommeri. Auch hier darf ich auf die Beilage, welche jedem zur Verfügung steht, hinweisen. Daß der Krieg audh die einzelnen Logen sjark betroffen hat, ist selbstverständlich«. Nach den Berichten, die uns zugegangen sind, stehen im Felde 445 Brüder und 654 Söhne und. Schwiegersöhne von Brüden, die sich auf 69 Logen verteilen. 73 Brüder und 76 Angehörige sihd durch das Eiserne Kreuz ausgezeichnet, 7 Brü3e|r und 11 Angehörige durch sonstige Kriegsauszeichnungen, 14 Brüder und 42 Söhne und Schwiegersöhne sind gefallen; erst vorgestern erhielten wir die betrübende Mitteilung, daf? unser lieber'Br. Eugen Ca=pa-y von der Moiitefiore- Loge seinen ältesten Sohn bei einem Sturmangriff im Westen verloren hat 20 Brüder und 33 Angehörige sind verwundet,,! 3 Brüder und 15 .Angehört, je sind vermißt resp. gefan jen. Der Toten ivollen wir wehmütig gedenken, den Verwundeten wollet! wir baldige Genesung wi nschen, den Vermißten [wollen wir wünschen, daß se leben und nach Beenjd'gung des Krieges zu den Ihrigen glücklich zurückkehren mögen. Erfreulich i$t e?, daß während des Kriei es eine Anzahl jüdischer Soldaten, etwa 105 Preußen, \X ürttemberger, "Sachsen und 25 Biyern, zu Leutnants befördert worden sind, darunter sind 17 B üder und 10 Söhne uhd Schwiegersöhne von Brüdern. Zu den zum Offizier Beförderten gehört unser liebir-Vizepiäsident der Groliloge, Br. Jeselsohn, mit dem wir in dauernder Korrespondenz stehen und der allzeit sehr vergnügt über sich berichtet. 11 Von den lj} jüdischen Feldpredige-n gehören 10 unseren Logen als Mitg ieder a"r, Was ebenfalls sehr a frei, lieh ist. Daß die; Logen tauernd mit ihren im Feld befindlichen Mitglfedern n Verbindung bleiber, i inen Liebesgaben und namentlich ' die Berichte zusencen, daif ich wohl als zweifellos hinstelen.;1_ L Der Termin 1911/15 wurde mit ein.er Fri ed enstion eingeleitet und zwar mit der nunme ir wohl allerseits bekannten Manheimer Stiftung /on Br. Moritz Manheimer. Das Ergebnis des Preisausset re bens über das.Them^ „Mensclenliebe, Gerechtigk:it und Duldsamkeit als Gl undpfeiler der menschlichen Gest llschafi" hat ein sehr befriedigendes Ergebnislgehabt. Es sind 80 Arbeiten eingegangen. Die Preisträger waren: Pastor iRicifer zu Königswalde i. lirzgeb., Universitätsprofessot Messer in Gießen, D'. Paul ak, Eberhardt in Nürnberg. Auch die P Weimar und Prediger Wolfsdorf in Ib r o Deutschlands paganda innerhalb und außerlar im Laufe des Termins kräftig h eingesetzt. Br. Blodb hatte S'ch für Tilsit, Br. Fjlbogen für Fiankreich, Br. Es war ferner , einfc Merübacb für Italien interessiert. Aktion für russische Studenten geplant, die ' den Würdigen i nd Begabten es ermöjiciien sollte, an den ausländischen Universitäten ihren Studien sorgentos zu obliegen und sie zum Abschluß zu bringen. Alks dies ist natürlich