Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 3 - Mai
- Date
- 1915-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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'^eben Gesichter unjl höre diefgewohnten Stimmen. Und unter sie mischt Sich' auch die meine und ich bitte den würdigen Präsidenten, mich für die Ehre und Freude, die mir durch $s Logen-Glückwunschschreiben zuteil geworden, herzt chst bedanken zu dürfen. Wohlwollend emittiert der vijrdige Präsident, mein bester freund, über den D ink*. Doch bei aller liebens- " .würdigen Zunesrung," <Jie in seinem unparteiischen, bcschülzendeii Blick Ii egt, Catdecke ich über die Brille hfciweg' eine kleine scielmisphe Nuance von Vorwurf, daß ich mich nicht schon einige Wochen vorher zum Wort gemeldet hätte, da die Brüder auf Berichte aus dem Osten gespannt s nd. Nochmals erhebe ich mich und führezu meinei Entschuldigung folgendes an: Abgesehen davon, dar) in den ersten heißesten und blutigsten^Kampfeswothen, in denen Hindenburgsdje Einkreisungstaktik die Truppen in unäusgesesefzter Bewegung hält, für ei nen um. seine vewundeten Soldaten, die nur unter dtn denkbar schwierigsten Verhältnissen unterzubringen und zu versorgen sind, besorgten Regiment? arzt kein Mo nenf zum Schreiben übrig ist, bin ich kein Freund von Vorschußlorbeeren. Wenn man in unserer bitter ernsten Zejjt etwas beuchten wjjl, so sorien es nicht tönen Je Worte, sondern Taten sein. Nie hat die Notwendi »keif der Tat mehr Bedeutung gehabt, als jetzt. Un£. wen i. ich Ihnen meine Taten ■mit zwei Worten schiydeni darf: ich ermuntere meine .•^nldat^n und helfe ihner über ihre beispiellosen Marsch- und Witterun rsstrapazen hinweg, ich bemühe mich Tag und Nacht u n meine vielen Verwundeten lind Kranken, ich nehme teil a i den Siegreichen Freuden meiner Kamtraden und traute mit ihjien um die große Zahl derer, di< die palte Erde deckt: kurzum, expomei ten Tätiuck;it Kein Gewehrknattern und n dar|, versteht sich von Regimentskommandeur mi Granathigel abhallen Deshalb hat mein Eiserm: Kreuz verliehen;'bevor noch seine Brust d;imit| geschinüc d war; obwohl er weiß, ich ein ich mit überzeuguiigst euer J u d e bin - Darin ^uche eiserner finerjie und festem Willen peine Befriedigung, daß ich alsjeifriger Ben Bnss, dei der | Loge s^ine jüdischen, d. h. ethischen Ideale verji ankt, offen den erstaunten (Offizieren zeige, daß man tuter deutscher Patriot, guter Soldat und dabei nicht m nder guter J j d e sein kann L|nd gerade deshalb sagt mir die aufopferungsvolle, ab£r dafür um so dankbarere Tätigkeit als Truppenarzt I so sehr zu, weil majr hier durch c ie Tat beweisen kann, daß ein Jude nicitt nur guter 1 .azarettarzt, sondlern ebensowohl guter un erschrockener Frontsoldat sein kann. Das Wort unseres unvergeßlichen LJüria erklang mir J| der mörderischen Mas irer schlacht so lebhaft in E inne rung: (,L'nsere Sieinihaler sollen E I i t e - Truppen Deshalb parti; ipiprt meine geliebte Lcue an Auszeichnung me|hr, als ich selbst; denn ich ich bin mit jeder Fas aperen Regiment veiwacfc! l rhnunes Herzens mit nle.nerti m. Daü einem bei dieser Ich sein." meiner verdanke sie ihr. sich -bei den Worten geschlossen" erheben ein sprechen. Wollfe blutigeri Geschäfte des I " kein ilbst. das gene daß sehe) den ieben 13r. Vizepräsidenten Htimann und icl mit meinen den lukullischen G Nebenrium inj nun nehmer könne. Bi Wieder: iehen i ieb -Hn der Sitzung von ~25.pärz ist-der Beschluß gefaßt >rden; däß Jas Milit; rhaü: für ciie während der Ostertage hier, weilenden Kl ieger keiten veranstalten soM Soldaten konnte nich als. Beteiligungszitftr nstaitungen* Anweserden' eirfe oder mehYere Fe-tüchle annähernd ge: äue Anzahl ■ ¥ *> » » er Iiier weilenden -im! im' L'r-!aub herkommenden angegeben werden, so daß wir die f beiden' bisherigen Ver- Unser Expr. Br. schiedenen K'omman Jos Urlaubsgesuche eingereicht, welche sämtlich, so veit wurd.n. Namentlich :u Grunde legten. Dr. Netter hatte bei den verhalte das 3 bayr. Armeekorps es aiTgipg: berücksichtigt ..—U — eine rt:\)t' stattliche \n2ahl Krieger in daikeris werter Weise psurlaumt „!_)ie Geschäfte der Log| sind und höre ihn den Schlul gi tiges Geschick, daß ati Krieges geschlossen : segen th die jvären n'Brüdern und Freunden an f im teil auf enüKsen der Fr. Hirsch eren Gesprächen wiedejr dahu» tausend Griil <, 1 W. B, u. E. gez. 'I Sederabend im Militärhaus der Lothringen- Loge, Me Mel r als 200 Chargei waren i mit einer Teilnel so waren wir zU große Anzahl in m. z. SoHaten aller Waffengattung^ n und Metz anwesend, und da [\ ir nur rtierzahl von,1100 gerechnet; iatten, unserem Bedauern genötigt, eine der hiesigen rituellen Res tauf; tipnen auf unsere Kosten zu verpflegen In dem Militirhaus waren 12S Gedecke aulgelegt Zu unserer großen schiedene Brüder un Freude kannten wir auc 1 verij Angehörige von Brüden auswärtiger Logen begrüßen, darunter die w. Ex:>r. Br.