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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-03-01 · Nr. 2 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 2 - März
Date
1915-03-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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, i rl i '■• ü 'I- ■ ty-rr ständen] nach Ein ritt des Friedens Verhätnisse wieder herausbilden, wie sie — auch unter t ns Juden tnach derrt Kriege von 187Ö 71 eingetreten sind, Verbältnisse, die nicht wenig za|n Aufblühen les Antiser litismus jeigetrageti haben. Wir müssen ziyei Stadien ins Auge fajsseft. Erstens Unmittelbar nach dem Kriege — e ne in ihrer Datier jetlt noch nicht absehbare, voraus sichtlich aber ' nipjtj aljzuj lange de'presj ionsartige Ab Schwächung. Nach dem Kriege von 1870.71 gab es ein solches Stadium n cjhi; die! Wunden die der Kamr.f geschlagen hatte, heilten sehne!!. Diesmal sind, nag" sich der schließlichej sjegj Qteutschlaiidß auch noci so durchgreifend gestplten,j die Schädigungen viel umfangreicher der Sie süßt haben Hochwtürdiger Sehr geehrter Besten Dank füi mateijiafstischc Genußsucht,, das geruhsame in moderne .Uta U i •- uneji tiefer: gehend. Es' wird daher wohl ein Zustand eintraten, der nicht ohne Aehnlicfikeit mit d<r Lage sein wird, in! der sich das preußische Volk nach Abschluß desnapoleonischen Befreiungskrieges befand. Diejeniger unter uns, die eine Verinne-ljchung unseres Lebens ersehnjen, brauchen das nicht; :U bedauern.' Die Epoche nach dem Befreiungskrieg war die Zeit einer solchen Verintierlichung. Derpreußisch.e Bürger wurde sich damals ei er sittlichen Kräfte bewußt, die ihn vor d*ni Untergänge gerettet hatten. Auf knappe Mittel verwiesen, suchte (er seih Lebensglück in einem anspruchslosen, gediegenen, jvon intimer Kunst durchwärmten, im testen Sinne bürgerlichen Familienleben. Als Schattenseite bildete sich freilich e ne gewisse Sentimentalitä, ein Ueberwiegen weibliche n Einflusses und damit e| ielZi|ruckdr^>gung heroisqler Antriebe heraus, was zur Folge hatte, daß map die G degenheitien wirtschaftlichen und politischen Emporsteigend nicht mit genügendem Nachdruck wahrnahm, sodaß dieser Autsch v ung «ich um mehrere Jahrzehnte verzögerte. Wie andes wirkte deKjSieg vo:i i8'0 7I! Der reißende Aufstieg1, cer hier ^unmittelbar eins-tzte, ,fünrce zu einei Veräußerlichung Unserer Kultur, die bis .zum jetzigen Kriege angehalten hat. i Alle i:err>üt!ichen Werte crlioeh starke Einbußen. An die Stelle der gediegenen 'Einfachheit hat eine mei:t unecht: Ueberlai luögj an ejfie Stelfje intensiven Seelenlebens ebei der Groß)el|eri)i' verwandelte sich in moderne Lmjrast. Die GeselIfflköit wurtle geistlos, protzig, verließ'die hi rger- ■Iiche G'tindlage.. Der kalte: Talmrprunk;l,ölrent icher Lokal e, di* Stinmiungsliosigkeit des Konzert'massen »aahv die /efereien der Modesportplätze fötetem die j^iten alten hiüslichen Triebe ab. Bei all' dieser ~Zeisetcung — min ,k;nn es ehrlicherweise nicht leugnen, 'j- \\ itkte die -.Jj td :n: ichaft der großen Städte 'mit.. Din itlsol! nicht verkannt seir, dal! diese Zeit nach 1871 de i großen Vorzug gewaltiger ArbeitSenergie ünd einer, atisgesprochenen Verrnännlichiing des büfgerlichen kauft Entsl Preis Nei sein. .epens aufweist: Abekmußte dieser V orzu % erw:rden um den Preis kqltureMer Verflaciung und\ tl chung? Wird auch in Zukunft hur um diesen , cler Vorzug aufrecht erhalten werden leönnen'- f 4 . £■'■■■,■:< }WX h . das braucht nicht <b sein und das,darf nicht Die eihöhte politische]Stellung,des zukünftigen Deut ic ilands verlangt vielmehr eine Läuten ng » iner Kulti r, ein Abwerfen Ider lSchl icken. -Deutsch and ~ r j ■ muß, s ch bereiten, Führer,^ Vorbild für andere zu werd zr\ Die Aufgabe wird seih, Heldentum ur d Art eitsfreuile mit einem verfeinerten Geistesnnd Gen üts- L." ■ [ ( [ r ■ 7-£l ■ if- [-N 1 leber In1 Einklang zu bringen. .Die Hauptmannung — iiiidlsie richtet sich auch an die deutschen Jude«.-' ist diese: macht wiedereujer häusliches L*ben iurri M+ttelpunM eurer geselligen! und Vünstlecischen rWeigungei, mindert eurtY äußeren, erhöht eure wirtren Ansr ri che, werdet bürgerlich vornehm und 'gediegen. Wenn dieser Krieg weht dazu b^iiigt,-gewisse ^,uswüclis; in den tebensgewon.iheiten äüs\uirierzen, so ist nid t abzusehen, 4a? sonst je djeäe Wirkung ha >en köni te Die nach dem Krieg anfänglich zu erwartende Nöti ji ig1 zu einem sparsamei enf1aüshaltefi,,dieEpo :h*e, von dir ich sagte, dal> sje Aehnlichkeit mi: der nach d :nj Freiheitskrittge haben wird, muß zielbev» uÄ. hcmjtz wei den, um dijse Wajndluug ins Werk zu set :en. - folgende neue Aufstieg nach gefestigtes Kulturbeyvurjtsein 'eirunden, dks jeder Versuchung, in den .alten gi oben ibi i ri* s riijs zurückzuverfatlen, zu [widerstehen veur In Flandern, den Bruder Großpräsident Herr Geheimrat!. Ihre freundjicfie Sendung, mir die Lanjgeweile des Schützen, eldpostbriefe. Dann jvjhj-d der spättr der sjie ziger Jjaiire ein 8. II. 15 Hunto ich h hg, mit sind ns" verder Un lere "Soldaten Haben gl abei 21 *j M ■>-i'-- immer einen glänzenden Gerade eben erl^bß iclf eine Probe, a e, während ich" schreib?, lacheti müssen, h ute in Bereitschaftsstellung etwa ' 2 km hinter Scpützetlinie und liegen in 'einem Keller „Villa Granat ried". Hinter n uns tyurdej,' nun ein deutsches " ■ ■ ' ' .. 4. " fit\ ■ ag- % nd ir

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