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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-11-01 · Nr. 9 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 9 - November
Date
1914-11-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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und Bekannten, welche auf dem Durchpondenzen für sie zu besorgen, ihnen marsch in Einquartierung oder in in jeder Weise behilflich zu sein und Lazaretten sich in Metz und nächster ihnen mit Rat und Tat b e i z u stehe n.*) * Umgebung befinden, aufzusuchen, sie Oscar Goldberg, mit Kleidungsstücken, Lebensmitteln Büchern u. dergl. zu versehen, Korres- •( Von dem briiderlichin An^ebo: werden untere MHjilieder mit verbindlichem Danke k'eiintni» nehmen; auch dii übrigen Lo^cn haben sich zu gleichen Diensten hcreil erkür; Die Redtklion. Eine Wanderbibliothek. D e kleinen jüdischen Gemeinden sind das Sorgenkind der deutschen Judenheft. Der zumeist aus wirtschaftlichen Schwierigkeiten entstehenden Landflucht des jüdfschen Bevölkerung verdanken die kleineren Gemeinden ihren ständig, zunehmenden Rückgang, der nun auch die Erhaltungsmö^lichkeit der Gemeinde institutionell aufs erlistest; gefährdet. Die Synagogen, früher der Sammelpunkt einer blü henden Gemeinschaft, -veröden immer mehr. Nur ein kleiner Rest sammelt s.ch, wenn es gut geht, Sabbat für Sabbat, und zumeist in den h*hen Festtagen tn den geweihten Räumen, die in ihrer Verlassenheit verbesseren Zeiten träumen. Gelegenheit für jüdische Fo-tbildung ist wenig öder garaiebt vorhanden. Der junge Lehrer sucht baldmöglichst aus dem .weltvergessenen Ort wieder fortzakotnrnerf,.und schließlich muß der Wänderunterricht eines müden, von seiner zerrissenen Tätigkeit unbefriedigte;! Mannes ^iie wenigen Kinde/ ein theoretisches Judentum lehren, das. sie nur selten in praktischer L'e'oung vt>r sich "sehen. Ist e$ ein verlorener Posten, um den v ir kämpfen? — .Uta wenigstens einigermaßen dem Büdungsstreben in diesen Gemeinden entgegenzukommen, bezw. es zu ir>A ecken, hat die R h c i n 1 a n d - L q,g e in Gemeinschaft mit dem Provinziälverband rheinischer Synagogengemeinden gegen Ende 1910 auf Anregung u tseres daTialigen Präsidenten, Br. Dr. Apfel, die rchattung einer Wanderbibliothek beschlossen, die nun seit Anfang 1911 in Gestalt von 29 Serien zu je 25 Büchern alljährlich ttwa 2 bis 3'mal in die kleinen und kleinsten Gemeinden unserer Provinz hinausgeschickt und gerne auch an die Jugendvereine größerer Orte verliehen wird. Sie reicht in ihrer sorgfältigen Auswahl der besten leicht wissenschaftlichen und belletristischen Literatur auf rein jüdischem wie sonstig;m Gebiet unseren vereinsamten Glaubensbrüdern auf dem Lande erwünschten und gern'' benutzten Lesestoff dar. Glücklicherweise schafft der jüdische Büchermarkt der jüngsten Zeit immer wieder neue Werke, sodali die Bücherei jederzeit ergänzt werden kann und muß. Zumeist haben die Lehrer der einiL ' zelnen Orte efre Verteilung der Bücher übernommen, denen wir für die fieißige Mitarbeit zu Dank verpflichtet sind; allein auch in dieser Beziehung wirkt der durch die Verhältnisse begründete Lehrerwechsel außerordentlich schädigend ein. Jedenfalls hat die Bücherei in der kurzen Zeit ihres Bestandes in unseren Gemeinden groi.en Anklang gefunden .und die Nachtrage ist bisweilen/ so groß, daß nicht alle Wünsche befriedigt werden können. Es wird unser Ziel sein müssen, dafür zu sorgen, daß unsere Bibliothek in jeder kleineren Gemeinde des Rheinlands ein immer wiederkehrender, gern gesehener Gast sei und so das begeisterte, geschriebene Wort den Gemeindemitgliedern und den Lehrern zur Erhebung, Belehrung und Fortbildung diene. Die Bestreitung der nicht geringen Kosten für den weiteren und genügenden Ausbau des Werks erwarten wir von der häufig angerufenen und doch immer wied:r bewährten Opferfreudigkeit unserer Brüder. ' Rabbiner Dr. Hanover, Köln. Auswärtige Logen. . . Aus Amerika. XL». Dem letzten Bericht unserer „B'nai B'rith N e w s " zufolge, hat unser,Orden drüben auch im Frühjahre und in den ersten Wochen des Sommers gut gearbeitet. Da für die amerikanischen Logen ein Verbot, Politik zu treiben, nicht besteht, so nimmt es uns nicht wunder, daß die Eintracht-Loge in Brid^eport (Connecticut) infolgeeines von dem früheren Abgeordneten E. J Hill gehahenen Vortrages eine Resolution angenommen hat, in der sie die auf Vermeidung eines Krieges mit Mexiko abzielenden Bestrebungen des Präsidenten Wilson guthieß. Die' Loge zu Springfield (Massachusetts) hat einen Debattenabend über das Frauenstimmrecht veranstaltet, wobei i . ' H2 - :

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