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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-09-01 · Nr. 8 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 8 - September
Date
1914-09-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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verbunden. Auch diese Feierlichkeit gestaltete sich durch den Sologesang unseres Br. Paul Herrmann und durch die Erklärung der Formen und Zeichen durch den l.'Gäst Br Schlesinger aus Frankfurt a. M. besonders erhebend. Die Brüder der Frankenloge haben zur Ehre des Tages einen Fond unter dem Samen „Schulhoefer-Fond" gesammelt, dessen Zinsen zur Unterstützung von Handwerkern verwendet werden sollen. Der äußerst würdige Verlauf dieser Logensitzung, insbesondere die Ansprache des w. Präsidenten wird allen eine stets freudige Erinnerung sein. Die Frankenloge hat also wiederum den Beweis erbracht, daß sie in der Verfolgung der Ziele und Zwecke des Ordens eifrig weiter, gewirkt hat, und daß von allen Brüdern unser Wahlspruch: „Wohitätigkeit, Bruderliebe und Eintracht" in bester Weise gepflegt worden ist. Oscar Laredo. Auswärtige Logen. Erstmalige Tagung der Großloge des XI. Distriktes in Konstantinopel. (Aus dem Bericht des Großsekretärs Br. Dr J. Auerbach.) In der Zeit vom 13.—16. Juni 1914 fand in Konstantinopel die erstmalige Tagung der Großloge des XI. Distriktes statt. Vertreten waren die Logen von Adrianopel, Belgrad, Bourgas, Beyrouth, Kairo, Konstantinopel, Jamboli, Philippopel, Rhödes, Roustschouk, Saloniki, Smyrna, Sofia, Slivno, Vam?.. Der Großpräsident Br. Joseph Niego leitete die in feierlichen Formen sich abspielende Tagung, die in sechs Teile zerfiel. Die Tagung wurde als ein besonderes Ereignis von allen Seiten anerkannt. Die jüdischen Zeitungen brachten Begrüßungsartikel. Seine Eminenz, der Großrabbiner der Türkei, Haim N'ahoum Effendi, zu dem die Großloge eine Besuchsdeputation entsandt hat, erschien in Erwiderung dieses Besuches bei der Tagung; Se. Exz. der Botschafter der Vereinigten Staaten lud die Versammlung in seine Sommerresidenz in . Jeni-Köj ein. Dem Sohne des ' verstorbenen Br. Siegmund Bergel wurde zu Ehren seines Vaters als des Gründers der Großloge des XL Distriktes ein Sympathietelegramm gesandt. Die Bedeutung der4 Tagung lag in dem Aufbau aller einschlägigen Verhältnisse: Statuten, Bezirkseinteilungen, Vertretungsfragen und Finanzen. Auch die Gründung einer Monatsrevue — und zwar, wie wir mit Genugtuung feststellen können, nach Art des Logenorgans unseres Distriktes — wurde beschlossen. Die Artikel sollen in der Hauptsache in französischer, ein Teil in hebräischer Sprache erscheinen. Als besonders erfreulich muß anerkannt werden, daß bei der Dari ' - - (- ~ — 12 Stellung irgend welcher Mängel oder jSchäden sofortige Bereitwilligkeit vorhanden war, an Ort und Stelle von dem tatsächlichen Zustand sich zu überzeugen, um wirksam Abhilfe schaffen zu können. So erklärte sich der Großpräsident Niego sofort bereit, auf die Schilderung des furchtbaren Elends der jüdischen Gemeinde in Adrianopel sich durch persönliche Anschauung ein Bild davon zu machen. Zur Prüfung einiger schwach arbeitenden Logen in Palästina und Aegypten wurde sofort die Absendung von Delegationen beschlossen. Berichte über die kulturelle und wirtschaftliche Lage des.Judentums in der Türkei, in Bulgarien und Serbien wurden entgegengenommen* und Fragebogen an die Distriktgroßlogen zur Erhebung statistischer Grundlagen in Aussicht genommen; es wurde die Gründung einer Leihkasse in Saloniki, ferner mit Rücksicht auf die Verhältnisse der Juden in Mazedonien ein Emigratiönsbüro beschlossen, Arbeitsnachweise mit dem Zentrum in Konstantinopel Jn Aussicht genommen. Weiterhin wurde der Antrag gestellt und angenommen, jede Loge möge versuchen, in den Schulen ihrer Gemeinde den Handfertigkeitsunterricht einführen zu lassen, Studenten nach Palästina zur Ausbildung als Lehrer in der hebräischen Sprache zu entsenden. Die Kairo-Loge berichtet über die Notwendigkeit des Kampfes gegen das Werk der Missionare und Kongreganisten. Ferner wurden Anträge angenommen auf Unterstützung des jüdischen Geschichtsunterrichtes, der Einführung der hebräischen Sprache in nichtjüdischen Schulen, auf Ausbildung von Rabbinern, Förderung von Schulen und Seminaren, Bekämpfung des Mädchenhandels. Am Schlüsse wurde eine von Br. Dr. Auerbach eingebrachte Resolution angenommen, die die Großloge als die neutrale Basis aller jüdischen Aufgaben und Mittelpunkt aller Bestrebungen zur Beilegung von Konflikten erklärt. Hoffentlich entspricht der weitere Verlauf der Ereignisse der Reichhaltigkeit und der Güte der Beschlüsse. Die nächste'Tagung findet wiederum in Konstantinopel statt. Gdt. ' Verschiedenes. Witwen- und Waisenfürsorge in Dänemark. Anfang dieses Jahres ist in Dänemark ein Gesetz vom 24. April 1913 in Kraft getreten, das das Interesse der Staats- und Kommunalbehörden, der Gemeindeverwaltungen und Wohlfahrtsvereine in Deutschland beanspruchen darf. Dieses Gesetz gibt bedürftigen (

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