Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 8 - September
- Date
- 1914-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Freiwilligen Sammelwerk unserer Logen durch Gewährung einer Spende zu beteiligen. Die, Namen der Spender werden an geeigneter Stelle bekannt gegeben. Meine lieben Brüder! Das deutsche Volk ist gerüstet, alle waffenfähigen Deutschen eilen zu den Fahnen, das ganze deutsche Volk trifft umfassende Fürsorge für die Verwundeten, für die Familien der Kämpfer. Was auch über uns verhängt sein mag, Glück oder Unglück, wir wollen's ertragen, imGlück nicht übermütig werden, im Unglück nicht verzagen. Wir hoffen zuversichtlich, daß wir aus diesem schweren Kampfe siegreich hervorgehen werden, daß dieser uns aufgezwungene Krieg durch göttliche Fügung zu einem für uns glücklichen, ehrenvollen Ende geführt werden wird. Durch die ganzen deutschen Landen eht ein Gedanke; ein inbrünstiges Gebet: Gott schütze, Gott schirme unser liebes teures Vaterland. Und ein Wunsch ergießt sich aus aller Herzen: zu helfen, zu h e I f e n. Der hochw. Großpräsidentschreitet zur Abstimmung. Sämtliche Anträge werden einstimmig angenommen. Br. Timendorfer spricht für diese imposante Kundgebung, an der sich mehr als 800 Brüder beteiligt haben, seinen innigsten Dank aus Mit dem Schlußgebet wird die Logensitzung für beendet erklärt. Der Präsident der deutschen Reichsloge Br. Siegmund Kaufmann nimmt alsdann das Wort. Er faßt noch einmal in kurzen Worten all das, was uns in dieser schweren Zeit bewegt, zusammen, er ruft die Opferfreudigkeit unserer Brüder auf und gedenkt unserer braven Truppen, die draußen im Felde nicht nur um Sein oder Nichtsein unseres Vaterlandes, sondern auch um die Existenz jedes einzelnen von uns kämpfen. Freudig opfern sie ihr Blut und Leben, wir aber dürfen nicht zurückstehen, jeder nach seinen Kräften. Unser Herzenswunsch aber lautet, daß unser Herrscher an der Spitze seiner Schaaren das deutsche Volk mit Gottes Hilfe zum Siege führen möge. Wir vereinigen uns in dem Rufe: .Unser Kaiser Wilhelm, Hoch, Hoch, Hoch! Unter den Klängen der Nationalhymne und der Wacht am Rhein, von den Brüdern stehend mitgesungen, leert sich unser Logentempel. Eugen Caspary. » I Aus dem (/erbarme der Frauenuerelnisunsen der U.O.B.B. Losen. Artikel und Berichte aus dem Manuskripte Verbände stehen unter Verantwortung der Hedaktion der Monatsberichte der Grcssloge; für Sinsendungen die unter dieser Rubrjk erscheinen sollen, werden jedoch zuvor an die Adresse von Frau Julie S a I i n g e r. Oresden-A., Gabelsberge'str. 20, erbeten. Liebe Schwestern! Angesichts des schweren Schicksals, das über unser deutsches Vaterland hereingebrochen ist, und angesichts des Leids, das wir alle gemeinsam tragen, wollen wir das Band, das uns verknüpft, enget schließen. Wir können das am besten dadurch, daß wir alle in gleicher Weise unsere Kraft und unser Können unserm geliebten Vaterlande zur Verfügung stellen. Aber neben dieser selbstverständlichen Aufgabe haben wir noch die besondere Pflicht, in spezieller Arbeit utisern bedrängten Glaubensgenossen zur Hilfe zu kommen. Verschiedene Direktiven möchten wir unsern angeschlossenen Vereinen hiermit geben. Die eine allgemeine, sich dem großen Nationalen Frauendienst, der wohl in jeder Stadt arbeitet, unbedingt anzuschießen, und die spezielle Arbeit, die uns obliegt, still und unauffällig zu verrichten. Es liegt im Interesse der Zentralisierung dieser Arbeit, zur Verhütung der Zersplitterung keine neuen Vereinigungen für jüdische Kriegsfürsorge zu gründen, dagegen die lokalen Veri i eini^un^n zu diesem Zweck auszubauen und in dieser schweren Zeit eine gegenseitige Fühlung zu suchen, am besten dadurch, daß durch Delegation von Mitgliedern der einzelnen Vereine eine Zentralstelle geschaffen wird. Ferner möchten wir vorschlagen, daß jeder Verein je nach Maßgabe seiner Mittel einen Teil seines Vermögens dem Nationalen Frauendienst oder einer änderen Zentralstelle als Kriegsspende darbringt. Für die spezielle'Arbeit innerhalb unserer Logen empfehlen wir unseren Schwestern, Sprechstunden ein'1 zurichten, in denen sich in diskreter Weise die Familien unserer Logenmitglieder Rat und Hilfe erbitten können. Zu diesem Zweck müßten geeignete Schwestern — ev. in Verbindung mit Logenbrüdern — sich je nach Bedarf ein- oder zweimal in der Woche zur Verfügung stellen. — Unsere für Oktober geplante Verbandstagung findet selbstverständlich nicht statt. Mit schwesterlichem Gruß! Ella Seligmann. Martha Schlesinger. Zentralu. Auskunftsstelle des Verbandes, Frankfurt a.M. — 122 —