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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-06-01 · Nr. 6 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 6 - Juni
Date
1914-06-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Berlin, Juni 1914. BERICHT Nummer ö. der GROSS« FÜR DEUTSCHLAND VHI 11.0.0. Eingetragener Verein. Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: W. 62, Kleiststr. 12. Telephon: Amt Ltzw , 4619. Postscheck: 16333. Nachdruck »amtlicher Artikel au* diesen Berichten verboten. Inhaltt Sally Hcytnann und Julius Udewald. — Logcnfahi^keir.. — Taijun^ der Oesterreichisclieu Grolllo^e. Aus'drm Büro ilcr Gfollloge. — Aus den Loe,en des VIII. Distrikts. — Bücherschau. Aus dem Verbände der Krautnvcreinie;im<;en. Gedjclttnisbuch. Sally Heymann geb. 2.Jbnuar 1839 gest. 11. Mai 1914 Sally Heymann war eine der sympathischsten Persönlichkeiten im Orden. Schlicht und einfach wie seine Lebensführung war, gab er sich in dem ganzen Zauber seiner herzinnigen Güte, lieb und >;ut zu allen, freundlich und gütig zu den Brüdern. Fast ein .Menschenalter gehörte er dem Orden an. Als die Victoria-Loge begründet werden sollte, war er der ersten einer, die sich ihr angeschlossen. Und als ich die Freude hatte, die Victoria-Loge in unseren Bund einzuführen, war es mir eine besondere Herzensfreude, ihn, meinen Jugendfreund, als Mentor zu installieren. Und er war ein Mentor in des Wortes bester und 1 würdigster Bedeutung. Er gehörte nicht zu den großen Führern des Ordens, die der Loge ihre Bahn gewiesen, er war eine stille Natur, die in der Arbeit selbst ihre Befriedigung fand. Er war mehr^ ein typisches Beispiel, ein gutes Vorbild, das sich ruhig, geräuschlos irn Dienste des Ordens betätigte. So gab er mit vollen Händen für Wohlfahl tseinrichtungen im Orden, ohne darüber zu sprechen, ohne viel Wesens davon zu machen; es war ihm peinlich, wenn das besonders hervorgehoben wurde. Reiche ülücksgüter sind ihm zuteil geworden, ein mehr als sorgloses Leben konnte er in schöner Behaglichkeit führen. Aber sein inneres Wesen erlitt keine Wandlung, er blieb der bescheidene Mensch, der er immer gewesen. Er freute sich seines Besitzes ohne Ueberhebung, ohne den Schimmer eines Emporkömmlings /auf sich zu Julius Udewald geb. 23. Oktober 1850 gest. 5. Mai 1914 laden. Menschen ei freuen, Menschen beglücken war seine größte Freude, war ihm eine innere Bereicherung. Mit Recht kann man von ihm sfgen,- er hatte nur Freunde, keine Feinde, nicht einmal Neider. Gegenüber dem edlen Gebrauche, den er zum Wohle seiner Mitmenschen von seinem , Reichtum - gemacht hat, mußte alles Häßliche, Niedrige^ wenn es sich an ihn heranwagen wollte, verstummeh.- In gleich vornehmer Weise wirkte er für seine Glaubensgemeinschaft. Nicht der Kampf gegen Vorurteile und Geringschätzung war sein Element, sondern durch lauteren Charakter, Makellosigkeit im Beruf und Ehrenhaftigkeit der Handlungsweise suchte er zu erweisen, daß die Gehässigkeit gegen seine Glaubensgenossen keinen Boden hat. Das ist die edlere Seite der Abwehr, die durch die Tat der Gleichberechtigung und Gleichwertung die Wege ebnet. Dadurch hat unser Bruder Heymann in hohem Grade vorbildlich gewirkt. Wir senken mit Liebe und Ergriffenheit die Fahne über das Grab unseres Bruders, der den Idealen reichlich, gedient, die Hochstimmung des Ordens festgehalten. Maretzki. * Ein tragisches Geschick hat sich vollendet: "wenige Wochen nach dem Hinscheiden eines blühenden, auf dein Felde des ärztlichen Berufes gefallenen Sohnes, des Br. Dr. Fritz Udewald, ist Br. Expräsident Julius Udewald seiner Familie und;dem Orden entrissen

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