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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-04-01 · Nr. 4 - April · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 4 - April
Date
1914-04-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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frischem Grün geschmückt Vom Platze des Präsidenten strahlten zwei schöne neue Kandelaber, welche anläßlich des Tages angeschafft waren. Vor dem Platze desselben lag ein neuer Teppich, welchen die Schwestern der Anhalt-Loge der Jubilarin als Zeichen ihrer Anerkennung und Zuneigung geschenkt hatten. Die .noch .lebenden sechs Begründer der Loge, die BBr. Expr. Hermann Marcus, Expr. Otto Rosenbaum, Schatzmeister _M a x Lev.y, N. L i p s k i, Hermann Q u t m a n n und M a \ M endershau'sen - Göthen, wurden dadurch geehrt, dal! ihnen je ein goldenes Logenemblem überreicht und Ehrenplätze angewiesen wurden. Eine besondere Ehrung wurde noch dem Präsidenten der Log'e, Br. Hermann Marcus, welcher vor 2t Jahren gleichfalls erster Präsident der Loge war, dadurch zuteil, daß sein Bildzum dauernden Schmuck des Logentempe's feierlich enthüllt Wierde. ■ Daß die Anhalt-Loge räumlich nicht behindert ist, noch oftmals IS neue Brüder in ihren Kreis aufzunehmen, ergibt sich daraus, <ial> die mehr als 200 erschienenen Teilnehmer bequem Platz fanden. Eingeleitet wurde .die Feier durch einen Prolog, welcher von Br Expr. R o s e n b a u, m verfaßt und von Fräulein Erna üutmann aus Berlin sehr wirkungsvoll vorgetragen wurde. Wieso gerade diese kleine Berlinerin dazu kam, den Prolog zu sprechen, sei durch die einleitenden vier Zeilen des Prologes hier erklärt: Wie einst mein Mütterchen vor 25 Jahr' Beim Ordenseingang segnend Euch könnt' grüßen, So darf ich heute von der Enkel Schar Des Festes Silberpi'orte Euch erschließen. Nachdem hierauf der würdige Präsident Br. Hermann .Marcus die Anwesenden in herzlicher Weise begrübt und in tief empfundenen Worten auf die Bedeutung der Feier hingewiesen hatte, bestieg däs Podium Br. Expr. Landesrabbiner Dr. Wä 11 e r zur Festrede. Die au Form und Inhalt ausgezeichnete Rede darf als eines der schönsten Geburtstagsangebinde angesprochen werden, welches unsere Loge erhalten hat. In tiefdurchdachter Weise offenbarte der Redner den sittlichen Gehalt des Ordens und die idealen Bestrebungen der Logen. In der Kennzeichnung des Werdeganges der Anhalt - Loge konnte er auf so manche Tat hinweisen, die von unserer Loge zum Nutzen der Gesamtheit unseres Distriktes angeregt und geschaffen worden ist. (Es sei hier nur darauf hingewiesen, daß die Schaffung der Logenverbände von der Anhalt- Loge angeregt und auch zuerst verwirklicht worden ist.) Die Rede, welche auf alle Anwesenden sichtlich einen tiefen Eindruck inachte und von lebhaftem Beifall begleitet war, hat insbesondere bei den Brüdern freudige Begeisterung für die Ordensidee und Liebe zur Ordensarbeit hervorgerufen. Nach dem Festredner überbrachte der Ii o c h w. G r o ß p r ä s i d e n t die Glückwünsche der Großloge. Wie immer verstand es Br. Timendorfer auch hierbei, die Herzen der Hörer für sich zu gewin rTe-riNs^Aus seiner genauen Kenntnis des Lebensweges derT^finalt - Loge wußte er den Brüdern unserer Loge viel Freundliches zu sagen und aus dem reichen Schatze seiner Erfahrungen manchen verständigen Wink für die Zukunft der Loge zu geben, wobei er einen besonders warmen Appell an die Schwestern richtete, auch ihrerseits beizutragen an die Verwirklichung der Ordensaufgaben. Den mit lebhaftem Beifäll aufgenommenen Ausführungen des hochw. Großpräsidenten schlössen sich die Glückwünsche der Delegierten der Schwesterlogen au. Es sprachen für die Berliner Logen und den Ostdeutschen Logenverband Br. Expr. Dr. Brau e r, Berlin; für den Mitteldeutschen und Norddeutschen Lögen verband Br. Expr. Dr. H e i 1 b r u n p, Erfurt; für die Westdeutschen und Süddeutschen Logenverbände Br. Professor Dr. S a a 1 f e 1 d , Mainz. Sämtliche Redner fanden lebhaften Beifall. Wenn die Ausführungen des Br. Professor S a a 1 f e I d ganz besonders warmen Beifall fanden, dann lag das, wohl nicht zuletzt daran, daß dieser Bruder schon vor 25 Jahren bei der Installationsfeier anwesend war und als früherer Rabbiner der Dessauer Gemeinde noch iri treuer Erinnerung bei den Dessauer Juden lebendig ist. Leider hat so mancher gute Freund unserer Loge we^en Zeitmangels auf das Wort verzichten müssen. Wir haben dies umsomehr bedauert, als wir aus der Beteiligung einiger Logen so recht deutlich erkennen konnten,, wie freundlich ihre Gesinnung zu unserer Loge ist. War doch die Mendelssohn-Loge in Magdeburg durch nicht weniger ajs 18 Schwestern und Brüder und die Germania-Loge in Halle durch 16 Schwestern und Brüder vertreten. Daß unter den, Brüdern der letzteren Loge sich die BBr. Expr. Moritz Blumenthal und Expr. Adolf Sernau aus Halle befanden, welche

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