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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1914-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Berlin, Februar 1914. BERICHT Nummer 2. der GROSSLOGE FLU DEUTSCHLAND VIII ü. t B. B, Eingetragener Verein. Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: W. 62, Kleiststr. 12. Telephon: Amt Lzw., No. 46)9. * - . ' ' . ■ ' A ■ ■ . Nachdruck sämtlicher Artikel auf diesen Berichten verboten. Inhalt! Aeuliciung des Oeschaftsausschusses zum judischen l'arteikampf. — Der Orden im liegenuartsleben der Judenheit.. — fnsei Oedachtnisbuch. — D.i~ jüdische l.andcr/ichungsiicim Stcinhauschherg bei Schwelm. Aus dem Büro der Groltloge. — Aus deo Lugen de* VIII Distrikts. Rü.iterschau. Aus dem Verbände der rrauenvereine: Wohltätigkeit und soziale Fürsorge. Eduard-Siegfried Jacobsohn-Siiftung.''— Mitteihinger der l. .:• ■ — Aus dem Oedachtnisbuch der Oroflloge." Aeusserung des Geschäftsausschusses zum jüdischen Parteikampf. Die Verbitterung im jüdischen Parteikampf /tut eine Höheerreicht, die als gefahrdrohend bezeichnet werde/: muß, der Kampf wird in einer Form geführt, die ein gemeinsames Arbeiten auch auf denjenigen Ciebicta: erschwert, wo Einhelligkeit möglich ist. Die allgemeine Oeffentlichkeit — nicht die jüdische bläß si-:ht gut Befremdung diese gegenseitige Zerfleischung. Line Minorität, die von allen Seiten von f einden' umgeben ist, ist nicht in der Lage, sich eine derartige Bekämpfung zu leisten. Hin Wort der Mahnung ist darum geboten. . Diese Mahnung wird im gegenwärtigen Augenblick nicht die Wirkung haben können,_ daü Friede und Versöhnung auf den heiji umstrittensten Punkten des jüdischen Parteikampfes urplötzlich sich einstellt, überfeines wird und darf sie vielleicht erzielen, dajl der Kampf in ruhigerer, mehr unpersönlicher Farm gcfülrrt wirft, jlab für gewisse Streitpunkte der Pressekampf eine Zeitlang eingestellt wird, ohne daß die- (iegner ihre sttemichen PosMbnefi aufzugeben brauchen. Diese* Wort des Friedens möge bei allen denen Gehörfinden, die es angeht. Es ertönt aus dem Rahmen des Ordens\ßr als einzige jüdische Organisation die verschiedensten Parteiungen und Richtungen im Judentum auf eine gemeinsame Basis zu j einigen verständen hat, es -kommt aus derjenigen (Organisation, die durch drei Jahrzehnte hindurch eine wahre f fiedensorganisation gewesen ist.' Der geschäftsführende Ausschuss der Grossloge für Deutschland VIII. U. O. B. B. gez. Tintendorfer. Der Orden im Gegenwartsleben der Judenheit. Vortrag, gehalten in der OroHlogensitzung I*)13 von Br. Expräs. Dr. Colin-Dessau Hochwürdiger Großpräsident! Liebe Brüder! Ueber die Tätigkeit unseres seit nunmehr dreißig Jahren in Deutschland arbeitenden Ordens, seine Erfolge und Mißerfolge, seine Vorzüge und Mängel sind dicke Bücher geschrieben, viele Reden gehalten und erst gestern wieder mannhafte Bruderworte ausgetauscht worden. Und doch genügt ein Blick auf die Zusammensetzung unserer heutigen Versammlung, um die hervorragendste und nachhältigste Wirkung der Arbeit des Ordens sofort zu erkennen: wie viele wohl aus den Kreisen, aus denen, heute die Brüder der Großloge hervorgehen, hätte man vor dreißig Jahren dafür gewinnen können, für das Judentum nach innen oder gar nach außen die besten Kräfte einzusetzen! Das schnelle Aufblühen der deutschen Logen ist nicht eine Begleiterscheinung, sondern eine Ursache, ja neben dem Wirken des Zentralvereins deutscher Staatsbürger^ jüdischen Glaubens die wichtigste Ursache der jüdischen Renaissance unserer Tage, welche unleugbar im Leben der jüdischen Gemeinschaft mit immer wachsender - Kraft eingesetzt hat. Denn die

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