Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Berlin, Januar 1914. BERICHT Nummer 1. der GROSSLOGE FIM DEUTSCHLAND VIII10.0.0. J.Ein getragener Verein. Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: W. 62, Kleiststr. 12. Telephon: Amt Lzw.j No. 4619. Nachdruck «amtlicher Artikel au« diesen Berichten verboten. , ■ Inhaltt Edua-d-Siegfried Jacoc*ohnS:ittung. — Die Bedeutung unseres Ordens für die Harmonisierung dei rtHgWeBH) sozialen ur ' internationaler. Oegcnsltze. - l'nsere Rundfrage betr. I d h Eugenik". Aos dem Büro der OroHloge. Wohlfahrtselnrichtungen der Logen. — Am Amerika. — Bucherschau. Aus dem Verbände der Frauenvereine. Mitteilungen der Logen. - Aus dem Oedächtnisbuch der OroBloge. ^_■ . . .__:_o E d u a rd - Si egf r i ed J aco bso h n-Stif tu n g. Br. Eduard Jacobsohn, Berlin, und seine Ehefrau Emilie geb. Lisser haben zum ehrenden Andenken an ihren früh verstorbenen Sohn Siegfried die „Eduard-Siegfried■ Jacohsohn-Stiftuhg" mit einem Beirage von 20 000 M. bei der OroBloge für Deutschland, begründet. Die fälligen Zinsen sind an herzkranke Kinder von Brüdern zu vergeben. ' :'■*•* ' Unter Kindern im Sinne der Stiftlingsbestimmungen sind Personen zu -verstehen, die die Volljährigkeit noch nicht erlangt haben Berücksichtigt werden in erster Linie solche Kinder, - die sich im Verlauf einer Infektionskrankheit eine Herzentzündung zugezogen und zur Ausheilung eine Kur nötig haben. ' Gesuche von Eltern oder Vormündern, mit Geburtsschein und ä'rztlichem Atteste versehen, sind an uns bis zum 15. März d. J.' zu richten; die Ausschüttung des verfügbaren Betrages erfolgt am 5 April, dem Geburtstage des verstorbenen Siegfried Jacobsohn. . Großloge für Deutschland VIII ü. O. B. B. „ Timendorfer, Präs. Dr. Goldschmidt, Sekr. Die Bedeutung unseres Ordens für die Harmonisierung der religiösen, sozialen und internationalen Gegensätze. Von Br. Hermann Cohen. Kampf ist überall das unvermeidliche Symptom des Lebens. Es darf uns daher nicht in unserem Streben für das Recht „'und den guten Fortgang unserer Glaubenssache irremachen, daß so viel Kampf in unserem eigenen Lager über unsere Ziele, wie über die Wege zu ihnen, entbrannt ist. Diese Kämpfe zeugen für die Lebendigkeit unserer Aufgabe. Nicht nur, daß sie die Regsamkeit des Strebens aufrechterhalten, sondern das innere Leben der Sache selbst ist durch solche Kämpfe bedingt, die wir ebenso daher auch Entwicklungsdurchgänge der reli- * t giösen Bewegung nennen dürfen. Denn was in der Nätur Entwicklung heißt, das nennen wir in der persönlichen Anteilnahme an den Vorgängen der Gegenwart Kampf und Streit , Indessen wie alle geistigen Probien^ so sind auch die religiösen nicht ausschließlich Natu rvo rgä n g e, sondern es vollzieht sich in. ihnen die Entwicklung einer I d e e. Und auch diese Ideen sind nicht etwa ■ -, W ■ - . isolierte Dinge, die ohne die 'Schöpfung und Fortbildung durch Menschen gedacht werden könnten. Sie sipd Schöpfungen des Menschengeistes, in dem allein sie auch ihren Bestand haben. So sind die religiösen Kämpfe, wie alles Geistige, die Erzeugnisse und die Zeugnisse von der Macht des menschlichen Geistes, der selbst wiederum in diesem seinem Wirken seine Entwicklung vollrührt: die Geschichte des Geistes der Menschheit.