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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-12-01 · Nr. 13 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 13 - Dezember
Date
1913-12-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Vorstandskonferenz des Frauenverbandes der U.O.B.B. Logen in Berlin. Anfang S'ovember fand eine* Vorstandskonferenz des Frauenverbandes der U. O. B. B. Logen in B e r 1 i n im Logenhause Kleiststraße .statt. Anwesend waren 7 Mitglieder des Vorstandes, welche die Aufgabe hatten, die bisherige Arbeit des jungen Verbandes in feste Formen zu fassen und auf neue Arbeitsgebiete hinzuweisen. Zu den 14 Vereinen des vergangenen Jahres wurden 4 neue gewonnen, und Anknüpfungsversuche mit einigen anderen angebahnt, so daß mit Sicherheit zu erwarten ist, daß der Verband sich bei stärkerer Propaganda schnell vergrößern wird. Sobald die jetzt noch abseits stehenden Logenfrauen vereine den Vorteil des Zusammenschlusses anerkennen,jyerden sie es auch selbstverständlich finden, dem Vj^and anzugehören. Ein Arbeitsplan wurde aufgestdft eine Geschäftsordnung beraten und beschlossen, unl^jne Rednerinnenliste festgelegt, die den einzelnen Vereinen und auch den Logen zur Verfügung gestellt werden soll. Die Zentral- und Auskunftsstelle des Verbandes in Frankfurt a. M. wird diese Vorstandsbeschlüsse in nächster Zeit ausführlich und direkt zur Kenntnis der Vereine bringen. Ferner wurde eine Einladung des Frauenvereins der Frankfurt-Loge für die nächste General- Versammlung des Verbandes angenommen und die Gebiete, welche dort behandelt werden sollen, in großen Zügen festgelegt und besprochen. Da dem Verband eine protokollierende Schriftführerin fehlte vervollständigte sich der Vorstand durch die Zuwahl von Frau Franziska G o 1 d s c h m i d t - Berlin, die sofort in dankenswerter Weise das Amt einer Protokollführerin annahm. Der Frauenverein der Berliner Logen, durch Frau E. Eschelbacher und Frau Min n a S c h w a r z. die 1. und 2. Verbandsvorsitzende, vertreten, bot dem Verbandsvorstand wiederum in liebenswürdigster und vornehmer Weise Gastfreundschaft und ermöglichte ihm. durch geschickt ausgenutzte Zeit die Besichtigung seines vor kurzem errichteten Wöchnerinnenheims, über, das später noch ausführlicher zu berichten sein wird. Den Berliner Damen sei auch an dieser Stelle noch einmal der herzliche Dank des Verbandsvorstandes ausgesprochen. * Js. .. * . Die Frauenvereinigung der Frankfurt-Loge (Vors.: Frau M. Schlesinger und Frau E. Seligmann) wird im Dezember dieses Jahres auf ein zehnjähriges Bestehen -zurückblicken. Die Mitglitderzahl wächst stetig und ist jetzt auf ca. 500 gestiegen. Die Arbeitsgebiete der Frauenvereinigung geben ein Bild vielseitiger Tätigkeit Das soziale Komitee widmet sich der Fi auspflege in bedürftigen Familien — entweder in Verbindung mit dem Frankfurter allgemeinen Hauspflegeverein oder für sich allein in solchen Fällen, in denen die allgemeine Hauspflege statutengemäß nicht eintreten kann. In den beiden letzten Jahren wurden gemeinsam mit dem allgemeinen Hauspflegeverein 183 Fälle behandelt, von dem sozialen Komitee allein 200 Fälle. Ein Kleiderdepot versorgt bedürftige Frauen und Kinder mit Kleidern, Wäsche, Stiefeln etc. — Es sind in den letzten zwei Jahren 412 Familien auf diese Weise wirksam unterstützt worden. Die Kinder-Sparkasseneinrichtung hat einen erfreulichen Aufschwung genommen. Die Sparkassen finden in den Kinderstuben ihr Plätzchen. Sie sollen die Kleinen frühzeitig daran gewöhnen, der Kinder zu gedenken, die es weniger gut haben als sie. Bis jetzt sind ca. 550 Kassen verteilt. Der Ertrag der Kassen ist. für die Kinder-Wohlfahrtspflege bestimmt. Eine gemeinschaftliche Schöpfung der Frauenvereinigung und der Frankfurt-Loge ist das „Israelitische Mädchen heim." Zur Unterhaltung desselben hat sich jetzt ein selbständiger E. V. gebildet. Demnächst wird das Mädchenheim aus seiner provisorischen Wohnung in ein eigenes Haus übersiedeln, das ca. 50 Mädchen eine zweite Heimat bieten soll. Schon vor mehreren Jahren hat die Frauenvereinigung eine Jugendgruppe ins Leben gerufen, die sich bald zu einer selbständigen Institution entwickelt hat Von den Mitgliedern (ca. 250 junge Mädchen) haben etwa 60 soziale Arbeit übernommen. Sie helfen in Volkskindergärten, Krippen, Kinderlesehallen, Kinderhorten, Suppenanstalten, Milchküchen und bei Kinderausflügen. Mehrere geben unentgeltlichen Musik-, Sprach- und Nachhilfe-Unterricht an arme Kinder; einige schreiben Blindenschrift. In einem regelmäßig stattfindenden Nähkurs werden Kleider und Wäschestücke für das Kleiderdepot der Frauenvereinigung angefertigt. In Kranken- und Siechenhäusern, Irren- und Blindenanstalten undjugendpflegevereinejl-<erfreuen die jungen iMädchen durch musikalisch-deklamatorische Unterhaltung ihre dankbaren Zuhörer. Vorträge, religionsphilosophische Kurse, Bibellesen, allgemein wissenschaftliche Kurse, ein Zeitungslesekurs u. a. m. dienen zur geistigen Fortbildung der jungen Mädchen. Die Frauenvereinigung ist bemüht, ihren Mitgliedern reiche geistige Anregung durch regelmäßige

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